20 The­sen in 20 Wochen – gemein­sam in der Elek­tro­mo­bi­li­tät durch­star­ten: The­se #4

Ab 2024 wer­den Elek­tro­au­tos auch ohne För­de­rung kos­ten­güns­ti­ger erwerb­bar sein als Verbrenner.
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Die Höhe der Anschaf­fungs­kos­ten spielt neben Aspek­ten wie bspw. der Reich­wei­te sowie der bestehen­den Lade­mög­lich­kei­ten häu­fig eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Ent­schei­dung, ob ein Elek­tro­au­to für einen Inter­es­sen­ten in Fra­ge kommt. Bei die­sen sind Elek­tro­au­tos der­zeit noch benach­tei­ligt, da die Anschaf­fungs­kos­ten (vor För­de­rung) regel­mä­ßig meh­re­re Tau­send Euro über den­je­ni­gen eines ver­gleich­ba­ren Ver­bren­ner­mo­dels lie­gen. Dies ist einer­seits der Haupt­grund für die seit vie­len Jah­ren bestehen­de, direk­te staat­li­che För­de­rung der Beschaf­fung eines Elek­tro­au­tos. Ande­rer­seits liegt die Fra­ge auf der Hand, ab wann Ska­len- und Ent­wick­lungs­ef­fek­te der Elek­tro­mo­bi­li­tät der­art groß sind, dass Elek­tro­au­tos in der Anschaf­fung auch ohne För­de­rung wett­be­werbs­fä­hig sind. Um sich einer Ant­wort auf die­se Fra­ge zu nähern, lohnt sich ein Blick auf nach­ste­hen­de Gra­fik, wel­che die Kos­ten­kom­po­nen­ten ein­zel­ner Bau­tei­le eines Ver­bren­ner­au­tos mit den­je­ni­gen eines ver­gleich­ba­ren Elek­tro­au­tos gegen­über­stellt: Die Ursa­che für die der­zeit deut­lich höhe­ren Anschaf­fungs­kos­ten (vor För­de­rung) eines Elek­tro­au­tos lie­gen dem­zu­fol­ge vor allem in den Kos­ten für die Batterie. 

Quel­le: Citi GPS — Glo­bal Per­spec­ti­ves and Solutions

So macht allein die Bat­te­rie in einem durch­schnitt­li­chen Elek­tro­au­to rund 30% der gesam­ten Anschaf­fungs­kos­ten aus. Auf­grund des bis­he­ri­gen Markt­hoch­laufs konn­ten die Pro­duk­ti­ons­kos­ten der Bat­te­rien in den letz­ten Jah­ren bereits stark redu­ziert wer­den und bie­ten dar­über hin­aus wei­ter­hin hohe Ein­spa­rungs­po­ten­tia­le.  Lagen die Kos­ten pro Kilo­watt­stun­de 2010 noch bei etwa 1200 Dol­lar, waren es 2020 nur noch 150.

Quel­le: Bloomberg

Für die hohe Preis­sen­kung sind allen vor­an die stei­gen­de Ener­gie­dich­te der Zel­len sowie stei­gen­de Auf­trags­grö­ßen für Akteu­re ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te ver­ant­wort­lich. Zukünf­tig wer­den eben­falls die Ein­füh­rung neu­er Bat­te­rie-Designs sowie wei­ter sin­ken­de Her­stel­lungs­kos­ten die Prei­se kurz- bis mit­tel­fris­tig nach unten trei­ben. Obwohl die Kos­ten mitt­ler­wei­le lang­sa­mer sin­ken, gehen wir davon aus, dass 2024 der “Break Even Point” von 100 Dollar/kWh erreicht sein wird, bei dem allei­ne durch die Sen­kung der Bat­te­rie­kos­ten der Anschaf­fungs­preis von Elek­tro­au­tos auch ohne För­de­rung mit Ver­bren­nern mit­hal­ten kann.

Sie haben eine Mei­nung zu die­ser The­se? Dis­ku­tie­ren Sie ger­ne mit uns auf Lin­kedIn oder kon­tak­tie­ren uns per­sön­lich. Die nächs­te The­se wer­den bereits am kom­men­den Diens­tag veröffentlichen. 

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Tim Kimpel

Tim Kimpel

Seniorberater
con|energy unternehmensberatung
kimpel@conenergy.com

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