Digi­ta­li­sie­rung: „Auch neh­men macht selig. Aber nur den, der es ver­steht, dar­aus einen Mehr­wert zu gene­rie­ren“

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Wor­um geht es bei der Digi­ta­li­sie­rung? Als Kurz­for­mel wür­den wir vor­schla­gen: „Wett­be­werbs­vor­tei­le schaf­fen durch inno­va­ti­ve smar­te Pro­duk­te und Ser­vices, die intel­li­gen­te Tech­nik mit einem ech­ten Mehr­wert für den Kun­den ver­bin­den sowie die Kom­mu­ni­ka­ti­on die­ser Mehr­wer­te auf allen Kanä­len, die der Kun­de nutzt – mehr und mehr den digi­ta­len. Und dies unter maxi­ma­ler Ver­ein­fa­chung und Auto­ma­ti­sie­rung der betrof­fe­nen Pro­zes­se.“

Wie aber gene­riert man sol­che Mehr­wer­te? Und stellt sicher, dass einen die­se als Kun­den (einer bestimm­ten Kun­den­grup­pe) auch tat­säch­lich inter­es­sie­ren? Zum einen benö­tigt man Infor­ma­tio­nen über den Kun­den bzw. die Kun­den­grup­pe, der er zuge­ord­net wer­den kann. Zum ande­ren dann natür­lich Ide­en, was sich aus die­sen Infor­ma­tio­nen schaf­fen lässt. In ande­ren Bran­chen mag dies einfach(er) sein, z. B. der Rei­se­bran­che. Man hin­ter­lässt auf einem Rei­se­por­tal sein gewünsch­tes Rei­se­ziel – und erhält von da an regel­mä­ßig aktu­el­le Ange­bo­te genau zu die­sem Ziel. Zudem bekommt man z. B. Miet­wa­gen­an­ge­bo­te (Cross-Sel­ling) oder – nach erfolg­ter Buchung – Vor­schlä­ge für Zim­me­rup­grades (Up-Sel­ling). In der Ener­gie­wirt­schaft (aber auch der klas­si­schen Rei­se­bran­che) schei­tert ein sol­ches Vor­ge­hen nicht sel­ten bereits an Nicht-Ver­füg­bar­keit und/oder Nicht-Nut­zung sol­cher indi­vi­du­el­ler Infor­ma­tio­nen. Zudem geht es nicht nur um die Daten als sol­che, son­dern auch um Sys­te­me, wel­che die Spei­che­rung, Erschlie­ßung und Ana­ly­se gro­ßer Daten­men­gen in Echt­zeit erst mög­lich machen.

Wie erkennt ein Stadt­werk, was sei­nen Kun­den umtreibt? Oft­mals kommt die Erkennt­nis lei­der erst dann, wenn der Kun­de sei­nen Ener­gie­lie­fer­ver­trag kün­digt – ohne die Mög­lich­keit, dann noch gegen­zu­steu­ern. „Gegen­steu­ern“ ist aber die Basis für „Sichern“ und opti­ma­ler­wei­se „Aus­bau­en“ – und damit eine dau­er­haf­te Auf­ga­be im Rah­men von Custo­mer Jour­ney und Kun­den­bin­dung. „Aus­bau­po­ten­zi­al“ besteht aus unse­rer Sicht vor allem im Bereich der kom­ple­xen Ener­gie­dienst­leis­tun­gen. Hier ist es aller­dings bis­her kaum einem Anbie­ter gelun­gen, den Bedarf des Kun­den so zu befrie­di­gen, dass er als Anbie­ter selbst dar­aus in zufrie­den­stel­len­dem Maße Wett­be­werbs­vor­tei­le schaf­fen konn­te. Es herrscht Intrans­pa­renz dar­über, was der Kun­de eigent­lich will und wofür er bereit ist, ein aus­kömm­li­ches Ent­gelt zu zah­len. Wie im letz­ten Bei­trag bereits erläu­tert wur­de: „Vor­aus­set­zung hier­für ist zuvor­derst, den Kun­den in sei­nem indi­vi­du­el­len Kon­text zu ver­ste­hen!“ Eine Trans­pa­renz, wie es sie nicht zuletzt dank zahl­rei­cher Strom- und Gas­ver­gleichs­por­ta­le im Com­mo­di­ty-Bereich gibt, wird sich für The­men wie PV-Anla­gen, Spei­cher­tech­no­lo­gi­en, Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Smart Home etc. nicht von heu­te auf mor­gen schaf­fen las­sen. Aber es lohnt, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Der Weg wird immer über den Kun­den gehen, der sei­ner­seits Sinn dar­in sehen muss, Infor­ma­tio­nen über sei­nen tat­säch­li­chen Bedarf „zu geben“, die ande­re dann „neh­men“ und mit ent­spre­chen­dem Mehr­wert ver­se­hen müs­sen. Ide­en in Form eines „Ener­gie­por­tals für Dei­ne Ener­gie­wen­de“ gibt es in der con|energy-Gruppe bereits sehr kon­kret. Wer mehr dazu wis­sen möch­te kann sich hier infor­mie­ren. Oder sich mit Veit Schwerm in Ver­bin­dung set­zen.

Ansät­ze zur Digi­ta­li­sie­rung im Stadt­werk all­ge­mein fin­den Sie im pdf-Doku­ment auf die­ser Sei­te oben rechts. Oder bei den u. g. Ansprech­part­nern.

Wir als con|energy unter­neh­mens­be­ra­tung dis­ku­tie­ren das The­ma „Digi­ta­li­sie­rung” mit unse­ren Kun­den auf den oben in der “Kurz­for­mel” genann­ten Ebe­nen: Mehr­wert – Kom­mu­ni­ka­ti­on – Prozesse/Systeme/IT. Mit unse­rer prak­ti­schen Erfah­rung z. B. aus der „Stadt­wer­ke-App” oder Über­le­gun­gen, die in ein „Ener­gie­wen­de-Por­tal” oder „digi­ta­le Strom­pro­duk­te” ein­ge­flos­sen sind, ent­wi­ckeln wir gemein­sam eine auf Ihre Ansprü­che und Anfor­de­run­gen abge­stimm­te „Digi­ta­le Road­map” – und beglei­ten Sie ganz kon­kret bei der Umset­zung. Dr. Hei­ke Hahn und Rachel Men­de ste­hen Ihnen ger­ne für einen Aus­tausch zur Ver­fü­gung.

Erschie­nen bei ener­ga­te, e|m|w Aus­ga­be 6|15.

Dr. Heike Hahn

Dr. Heike Hahn

Mitglied der Geschäftsleitung
con|energy unternehmensberatung
hahn@conenergy.com

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