Mar­ket Insights zu aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen der EVU — Was ist Pflicht­pro­gramm, was ist Kür?

Lesedauer: 3 Minuten
Stadt­wer­ke ste­hen im aktu­el­len Markt­um­feld vor ver­schie­de­nen Her­aus­for­de­run­gen.

Wäh­rend die ver­gan­ge­ne Deka­de mit Libe­ra­li­sie­rung und den damit ein­her­ge­hen­den Anpas­sun­gen an Orga­ni­sa­ti­on, Pro­zess- und Sys­tem­land­schaft gro­ße Ver­än­de­run­gen für das Stadt­wer­ke-Umfeld bedeu­te­te, ste­hen Stadt­wer­ke-Füh­rungs­kräf­te heu­te vor gänz­lich neu­en Her­aus­for­de­run­gen.

  1. Ver­lust im Kern­ge­schäft, Auf­bau von Neu­ge­schäft: Mar­gen in den klas­si­schen Kern­ge­schäfts­fel­dern bre­chen ein und neue, bran­chen­frem­de Wett­be­wer­ber grei­fen wei­ter Wert­schöp­fung ab. Als Reak­ti­on bleibt für vie­le Stadt­wer­ke: das rück­läu­fi­ge Geschäft akzep­tie­ren und die treu­en Kun­den wei­ter zu bedie­nen oder neue The­men zu ent­wi­ckeln und dar­über Neu­ge­schäf­te erschlie­ßen – alles mit dem Wis­sen, dass dies sehr klein­tei­lig und müh­sam sein wird und nie­mand eine Garan­tie für den Erfolg gibt.
  2. Digi­ta­li­sie­rung und der „Über­gang zu einem moder­nen Unter­neh­men“: Ver­än­de­run­gen und Mega­trends (Digi­ta­li­sie­rung und Genera­ti­on Y) erfor­dern Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­be­reit­schaft – sowohl in Bezug auf die exter­ne Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on als auch in Bezug auf die inter­nen Struk­tu­ren und die eige­nen Mit­ar­bei­ter. Die­se ste­hen dem klas­si­schen Stadt­wer­ke-Selbst­ver­ständ­nis und der eige­nen Men­ta­li­tät oft ent­ge­gen. Wie also schaf­fen Stadt­wer­ke den Schritt, die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen anzu­sto­ßen, wenn die inter­nen Struk­tu­ren dar­auf nicht aus­ge­rich­tet sind?
  3. Ein wei­te­rer Dau­er­bren­ner in der Ener­gie­wirt­schaft stellt das The­ma Regu­lie­rung bzw. gesetz­li­che Vor­ga­ben dar. Hier­bei ganz klar zu nen­nen ist der ab 2017 ver­pflich­ten­de Smart Meter Roll­out und somit die Digi­ta­li­sie­rung des Mess­we­sens.

Was ist die rich­ti­ge Posi­tio­nie­rung für das Netz bzw. den Mess­stel­len­be­trieb in Bezug auf den Mess­stel­len­markt? Wie sieht eine sinn­vol­le Roll­out Stra­te­gie aus? Und: Erge­ben sich durch den Smart Meter Roll­out neue Chan­cen für (inno­va­ti­ve) Pro­duk­te.

Die­se Punk­te stel­len nur eine klei­ne Aus­wahl aktu­el­ler Trends und Her­aus­for­de­run­gen für Stadt­wer­ke dar, wel­che vie­len Füh­rungs­kräf­ten den Schlaf rau­ben. Jeder Ener­gie­ver­sor­ger beschäf­tigt sich auf die eine oder ande­re Wei­se mit den auf­ge­wor­fe­nen Fra­ge­stel­lun­gen und sucht für sich nach einer guten Stra­te­gie – mal mehr und mal weni­ger erfolg­reich. Bei den Akti­vi­tä­ten zeich­nen sich jedoch kla­re „Pflicht­pro­gram­me“ ab, die in belie­bi­ger Tie­fe ergänzt und mit einer „Kür“ ver­edelt wer­den kön­nen.

So gibt es bei­spiels­wei­se für das The­ma Libe­ra­li­sie­rung des Mess­we­sens eine Mini­mal­va­ri­an­te, wel­che die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen zur Erfül­lung der Min­dest­quo­ten abbil­det und gleich­zei­tig mit gerin­gem Auf­wand gestemmt wer­den kann (= Pflicht­pro­gramm). Dies umfasst unter ande­rem die Aus­wahl und Ein­bin­dung von Dienst­leis­tern – nicht nur für den Mess­stel­len­be­trieb, son­dern auch für die Auf­ga­be des Gate­way-Admi­nis­tra­tors. Im Dienst­leis­ter­markt haben sich bereits eini­ge namen­haf­te Anbie­ter plat­ziert und bie­ten inter­es­san­te Lösun­gen an.

Unse­re Pro­jekt­er­fah­rung sowie Gesprä­che im Stadt­wer­ke-Netz­werk zei­gen, dass dies zunächst eine prä­fe­rier­te Stra­te­gie vie­ler Ent­schei­der ist. Den­noch bie­tet das „digi­ta­le Mess­we­sen“ wei­te­re Optio­nen. Zu nen­nen sind hier u. a. ver­trieb­li­che Chan­cen durch ein­fach kon­zi­pier­te, jedoch sehr
effi­zi­ent wir­ken­de Abwehr­pro­duk­te zur Bestands­si­che­rung der Mess­stel­len oder eine geziel­te Roll­out Pla­nung im Netz zur Opti­mie­rung der Erlö­se.

Da heut­zu­ta­ge nahe­zu jedes Stadt­werk vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen steht und mit ähn­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen kon­fron­tiert ist, muss das Rad nicht in jedem Fall neu erfun­den wer­den. Oft kön­nen durch einen regel­mä­ßi­gen Aus­tausch im eige­nen Netz­werk und exter­ne Impul­se bereits wesent­li­che Erkennt­nis­se gewon­nen wer­den.

con|energy lie­fert Mar­ket Insights zu kon­kre­ten Akti­vi­tä­ten und Posi­tio­nie­rungs­ent­schei­dun­gen der Stadt­wer­ke.

Die con|energy unter­neh­mens­be­ra­tung kennt – als gut ver­netz­ter Bran­chen­ex­per­te im Stadt­wer­ke-Umfeld – die Her­aus­for­de­run­gen des Mark­tes sowie die Sor­gen und Pro­ble­me ihrer Kun­den. In ihrer Funk­ti­on als Mul­ti­pli­ka­tor und Impuls­ge­ber bie­tet die con|energy unter­neh­mens­be­ra­tung an, die Mar­ket Insights der aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen sowie Posi­tio­nie­rungs­stra­te­gi­en (Posi­tiv- und Nega­tiv-Bei­spie­le) zu tei­len und zu dis­ku­tie­ren.

Eine belieb­te Form sind Impuls­vor­trä­ge mit anschlie­ßen­der Dis­kus­si­on zu aus­ge­wähl­ten The­men, wobei vie­le Bei­spie­le auf­ge­zeigt und „durch die Bera­ter­bril­le“ bewer­tet wer­den. Die­se Impuls­vor­trä­ge kön­nen als Input für Stra­te­gie-Reviews genutzt wer­den oder auch vor Gre­mi­en wie bspw. dem Auf­sichts­rat zur (neu­tra­len) Dar­stel­lung der aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen und Anpas­sungs­er­for­der­nis­se ange­wen­det wer­den.

Haben Sie Inter­es­se an einer ver­prob­ten, exter­nen Sicht und Impul­sen für Ihre Posi­tio­nie­rungs­ent­schei­dun­gen? Spre­chen Sie uns an. Unser Exper­ten­team steht Ihnen ger­ne für einen Aus­tausch zur Ver­fü­gung.

Erschie­nen im con­en­er­gy News­let­ter Aus­ga­be 28 (April 2016).

Rachel Mende

Rachel Mende

Geschäftsführerin
con|energy swiss
mende@conenergy.com

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