Revue de la Semai­ne KW 03

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Die Umwelt­kom­mis­si­on des Stän­de­rats setzt sich wei­ter für die Revi­si­on des CO2-Geset­zes ein, damit die Treib­haus­gas­emis­sio­nen der Schweiz deut­lich gesenkt wer­den kön­nen. Auch die Ver­kehrs­kom­mis­si­on des Natio­nal­rats unter­stützt die geplan­te Emis­si­ons­re­duk­ti­on, indem sie sich für kli­ma­neu­tra­le Bus­se im öffent­li­chen Ver­kehr aus­spricht.

 

CO2-Gesetz: Urek-S hält Inland­ziel für unab­ding­bar

Die Kom­mis­si­on für Umwelt, Raum­pla­nung und Ener­gie des Stän­de­rats (Urek-S) hat kürz­lich mit der Bera­tung des CO2-Geset­zes begon­nen. “Für die Kom­mis­si­on scheint es unab­ding­bar, ein kla­res Inland­ziel fest­zu­le­gen”, teil­te sie nun mit. Damit folgt sie dem Bun­des­rat und stellt sich gegen die Mehr­heit des Natio­nal­rats. Im Dezem­ber 2018 hat­ten sich in der gros­sen Kam­mer SVP und FDP mit ihrem Wunsch nach ört­lich fle­xi­blen CO2-Reduk­ti­ons­be­mü­hun­gen durch­ge­setzt. Das war ein Grund, wes­halb der Natio­nal­rat das CO2-Gesetz in der Win­ter­ses­si­on 2018 letzt­lich ver­senkt hat­te. Für die Urek-S geht es nun dar­um, ver­schie­de­ne Lösungs­an­sät­ze zu prü­fen, um zu einer mehr­heits­fä­hi­gen Vor­la­ge zu gelan­gen.

 

Girod: “Die­se Ent­schei­de kön­nen wir kor­ri­gie­ren”

Die Grü­nen mobi­li­sie­ren ihre Wäh­ler und Mit­glie­der für die kom­men­den Natio­nal­rats­wah­len. Mit zusätz­li­chen Kräf­ten will die Par­tei etwa ein grif­fi­ges CO2-Gesetz durch­set­zen. An der Dele­gier­ten­ver­samm­lung vom Sams­tag, den 12.01. in Emmen (LU) spra­chen sich die Par­tei­ver­tre­ter dafür aus, die Ent­schei­de des Natio­nal­rats zum CO2-Gesetz zu kor­ri­gie­ren. Das Geschäft sei in der erst­be­han­deln­den Kam­mer so stark ver­wäs­sert wor­den, dass nicht mal die Grü­nen dem Gesetz zustim­men konn­ten, so der Zür­cher Natio­nal­rat Bas­ti­en Girod in sei­nem Refe­rat zur Kli­ma­po­li­tik der Par­tei für die kom­men­de Legis­la­tur.

 

Das läuft ener­gie­po­li­tisch in den Kan­to­nen

In den Kan­to­nen nimmt die Ener­gie­po­li­tik Fahrt auf. Im Kan­ton Schaff­hau­sen wird sich der Kan­tons­rat dem­nächst mit einem Pos­tu­lat von Andre­as Frei (SP) befas­sen, der ein detail­lier­tes Kon­zept for­dert, wie der Bau grös­se­rer Solar­kraft­wer­ke attrak­tiv gestal­tet wer­den kann. Im Kan­ton Basel-Stadt hat der Regie­rungs­rat in sei­ner Sit­zung vom 8. Janu­ar indes­sen bereits 548.000 Fran­ken zur För­de­rung von E-Autos in Unter­neh­men geneh­migt. Im Kan­ton Aar­gau wird sich der Gros­se Rat schon bald mit dem The­ma Dive­st­ment beschäf­ti­gen müs­sen und der Kan­tons­rat Zürich wird sich künf­tig wei­ter mit einer gan­zen Rei­he von ener­gie­po­li­ti­schen Vor­stös­sen befas­sen.

 

Ver­kehrs­kom­mis­si­on will Elek­tro­bus­se sub­ven­tio­nie­ren

Die Kom­mis­si­on für Ver­kehr und Fern­mel­de­we­sen des Natio­nal­rats (KVF-N) setzt sich für kli­ma­neu­tra­le Bus­se im öffent­li­chen Ver­kehr (ÖV) ein. Ihr zufol­ge soll der Bund den nicht fos­si­len ÖV künf­tig sub­ven­tio­nie­ren. In einem ers­ten Schritt soll der Bun­des­rat nun eine Aus­le­ge­ord­nung vor­neh­men und dem Par­la­ment in einem Prüf­be­richt auf­zei­gen, wie eine finan­zi­el­le För­de­rung der Umstel­lung von fos­si­len auf nicht­fos­si­le Bus­se aus­se­hen könn­te. Dies ist einem Pos­tu­lat zu ent­neh­men, dass die KVF-N mit 15 zu 8 Stim­men im Anschluss an eine Anhö­rung mit Ver­tre­tern des Städ­te­ver­ban­des und den Unter­neh­men des öffent­li­chen Ver­kehrs ver­ab­schie­det hat.

 

Nord­mann: “Die Markt­öff­nung ist inves­ti­ti­ons­feind­lich”

 

Das revi­dier­te Strom­ver­sor­gungs­ge­setz (StromVG) setzt nach Ansicht füh­ren­der Ener­gie­po­li­ti­ker zu wenig Anrei­ze für Inves­ti­tio­nen in neue Strom­erzeu­gungs­an­la­gen. “Die Markt­öff­nung ist inves­ti­ti­ons­feind­lich”, so Roger Nord­mann, Prä­si­dent der Ener­gie­kom­mis­si­on des Natio­nal­rats, am Strom­kon­gress in Bern. Die ein­zi­gen, die der­zeit noch in Kraft­wer­ke inves­tier­ten, sei­en jene Ver­sor­ger, die dank der Teil­li­be­ra­li­sie­rung des Mark­tes über gefan­ge­ne Kun­den ver­fü­gen wür­den. Wol­le man den Markt nun voll­stän­dig libe­ra­li­sie­ren, müs­se man erwar­ten, dass künf­tig weni­ger inves­tiert wer­de. Ohne Inves­ti­ti­ons­hil­fen sei die Markt­öff­nung “absurd”, so Nord­mann. /kb/mf/vr

Mehr Nach­rich­ten zum Schwei­zer Ener­gie­markt (inkl. kos­ten­lo­sem Test­zu­gang) auf

www.energate-messenger.ch
Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

Bei­trag Tei­len:

Facebook
Google+
Twitter
LinkedIn