Revue de la Semai­ne KW 04

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Olten (ener­ga­te) — Die BKW und die Axpo begrüs­sen die im revi­dier­ten Strom­ver­sor­gungs­ge­setz vor­ge­schla­ge­ne Strom­markt­öff­nung. Bei­de Ener­gie­un­ter­neh­men kri­ti­sie­ren jedoch die ange­dach­te Regu­lie­rung und Über­wa­chung der Prei­se in der Grund­ver­sor­gung. Netz­be­trei­ber, die über­höh­te Tari­fe ver­lan­gen, wür­den ihre Kun­den ohne­hin rasch ver­lie­ren, so die Axpo.

 

Stein­mann: Gas­kom­bi­kraft­wer­ke wird es nicht geben

Gas­kom­bi­kraft­wer­ke wird es in der Schweiz nicht geben. Hier­zu wür­den sich kei­ne poli­ti­schen Mehr­hei­ten fin­den las­sen, sag­te der frü­he­re BFE-Direk­tor Wal­ter Stein­mann am Strom­kon­gress. Stein­mann ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auf das Elcom-Forum vom ver­gan­ge­nen Novem­ber. Hier soll der Regu­la­tor für Gas­kraft­wer­ke gewei­belt haben, rief der frü­he­re BFE-Direk­tor in Erin­ne­rung. Trotz sei­ner Aus­sa­ge in Rich­tung des — sich selbst stets als tech­no­lo­gie­neu­tral bezeich­nen­den — Regu­la­tors beton­te Stein­mann, dass Gas auf dem Weg in die Ener­gie­zu­kunft eine Rol­le spie­len könn­te und soll­te. “Wir müs­sen das grü­ne Gas aus­bau­en”, so der ehe­ma­li­ge BFE-Mann.

 

BKW ver­misst Inves­ti­ti­ons­an­rei­ze im StromVG

Die BKW befür­wor­tet zwar die im revi­dier­ten Strom­ver­sor­gungs­ge­setz (StromVG) vor­ge­schla­ge­ne Strom­markt­öff­nung. Am Geset­zes­ver­schlag bemän­gelt der Ver­sor­ger jedoch feh­len­de Inves­ti­ti­ons­an­rei­ze für die lang­fris­ti­ge Ver­sor­gungs­si­cher­heit. Weder die geplan­te stra­te­gi­sche Reser­ve noch die vor­ge­se­he­nen Qua­li­täts­stan­dards in der Grund­ver­sor­gung wür­den die­se Anrei­ze schaf­fen, kri­ti­sier­te Urs Meis­ter, Lei­ter Mar­kets & Regu­la­ti­ons bei der BKW. Wir­ken wür­den hin­ge­gen tie­fe­re oder fle­xi­ble Was­ser­zin­sen sowie ein markt­ba­sier­ter Kapa­zi­täts­me­cha­nis­mus. Letz­te­ren hat­te die BKW bereits vor gerau­mer Zeit vor­ge­schla­gen.

 

Ver­kehrs­be­ob­ach­ten­de Licht­tech­nik in Wädens­wil

Die Elek­tri­zi­täts­wer­ke des Kan­tons Zürich (EKZ) und die bei­den Indus­trie­part­ner Elek­tron und Signi­fy (ehe­mals Phil­ips Ligh­t­ing) erwei­tern den Smart City Tower beim Bahn­hof Wädens­wil. Zwölf Kan­de­la­ber wür­den mit dem Sen­sor am Smart City Tower ver­knüpft, so die EKZ. Über eine Steue­rung las­se sich so die Stras­sen­be­leuch­tung dem Ver­kehrs­auf­kom­men anpas­sen. Die drei Part­ner set­zen auf das Prin­zip des ver­kehrs­be­ob­ach­ten­den Lichts, wie es bereits in Urdorf und in Nef­ten­bach ein­ge­setzt wird. Wädens­wil im Bezirk Hor­gen sei bewusst für das Pilot­pro­jekt aus­ge­wählt wor­den, denn die Gemein­de befin­de sich bereits aktiv auf dem Weg zur Smart City, hiess es von Elek­tron.

 

StromVG: Axpo mahnt zur Vor­sicht bei Tarif­re­gu­lie­rung

Kun­den, die sich im Fal­le einer Strom­markt­öff­nung für die Grund­ver­sor­gung ent­schei­den, sol­len nach dem Wil­len des Bun­des­rats von der Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on vor über­ris­se­nen Prei­sen geschützt wer­den. Die Axpo mahnt in ihrer Ver­nehm­las­sungs­ant­wort dies­be­züg­lich zur Vor­sicht: “Wir begrüs­sen, dass End­ver­brau­cher, die bis­her ihre Lie­fe­ran­ten nicht frei wäh­len konn­ten, wei­ter­hin Anspruch auf eine Grund- und Ersatz­ver­sor­gung durch ihre Netz­be­trei­ber haben.” Unnö­tig sei hin­ge­gen die ange­dach­te Regu­lie­rung und Über­wa­chung der Prei­se. Die Axpo betont, dass grund­ver­sorg­te Kun­den auch künf­tig eine Wech­sel­mög­lich­keit in den Markt hät­ten und somit kei­nen spe­zi­el­len Schutz bedürf­ten.

 

StromVG: Bran­che ver­misst Inves­ti­ti­ons­an­rei­ze

 

Der Ver­band Schwei­ze­ri­scher Elek­tri­zi­täts­un­ter­neh­men (VSE) und die Stadt­wer­ke­al­li­anz Swis­spower haben Stel­lung zur Revi­si­on des Strom­ver­sor­gungs­ge­set­zes (StromVG) genom­men. Bei­de Orga­ni­sa­tio­nen ver­mis­sen Inves­ti­ti­ons­an­rei­ze in die ein­hei­mi­sche Erzeu­gung und machen sich Sor­gen um die Ver­sor­gungs­si­cher­heit. Für Anrei­ze sor­gen will der Bun­des­rat unter ande­rem mit der Vor­ga­be, dass das Stan­dard­pro­dukt der vor­ge­schla­ge­nen Grund­ver­sor­gung aus­schliess­lich aus ein­hei­mi­schem, über­wie­gend erneu­er­ba­rem Strom bestehen soll. Es brau­che zusätz­li­che Inves­ti­ti­ons­an­rei­ze für die inlän­di­sche, erneu­er­ba­re Strom­pro­duk­ti­on, for­dern bei­de Orga­ni­sa­tio­nen unab­hän­gig von­ein­an­der. /kb/mf/vr

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Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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