Revue de la Semai­ne KW 09

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Olten (ener­ga­te) — Acht Mona­te vor den eid­ge­nös­si­schen Wah­len sieht es danach aus, dass die Par­tei­en mit expli­zit öko­lo­gi­schem Pro­fil von der Debat­te um den Kli­ma­wan­del pro­fi­tie­ren. Unter­stüt­zung für die Ener­gie­wen­de gibt es nicht nur von den Bür­gern, son­dern auch vom Bun­des­rat. Die­ser hat die Rah­men­be­din­gun­gen für die Foto­vol­ta­ik ver­bes­sert.

 

Kli­ma­wahl 2019? Öko­par­tei­en im Auf­wind

Die Grü­nen und Grün­li­be­ra­len kön­nen von der Kli­ma­dis­kus­si­on pro­fi­tie­ren. Das deu­ten die Zah­len des SRG-Wahl­ba­ro­me­ters acht Mona­te vor den eid­ge­nös­si­schen Wah­len an. Am meis­ten Zuwachs ver­zeich­nen der­zeit die Grü­nen mit einem Plus von 2,4 Pro­zent­punk­ten, sie kom­men damit auf 9,5 Pro­zent. Die GLP kommt auf ein Plus von 1,8 Pro­zent­punk­ten und wird von den Wahl­for­schern des Soto­mo-Insti­tuts bei 6,4 Pro­zent gese­hen. Die SVP kommt auf 27 Pro­zent (-2,4 %), die FDP auf 17,4 Pro­zent (+1 %), eben­so wie die SP (-1,4 %). Die CVP lan­det bei 11,3 Pro­zent (-0,3 %), die BDP bei 3,3 Pro­zent (-0,8 %) und die EVP bei 1,7 Pro­zent (-0,2 %). Für das Wahl­ba­ro­me­ter haben die Wahl­for­scher Anfang Febru­ar 12.085 Stimm­be­rech­tig­te befragt.

 

Swiss­nu­clear: Ungleich­ge­wicht zu Las­ten der KKW-Betrei­ber

Swiss­nu­clear lehnt die vom Bun­des­rat vor­ge­schla­ge­ne Revi­si­on der Still­le­gungs- und Ent­sor­gungs­fonds­ver­ord­nung (SEFV) in wei­ten Tei­len ab. Die geplan­te Reduk­ti­on der Mit­spra­che der Betrei­ber in der Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on und das Ver­bot der Rück­erstat­tung von Über­schüs­sen aus den Fonds wür­den ein gros­ses Ungleich­ge­wicht zwi­schen Rech­ten und Pflich­ten der Betrei­ber schaf­fen, teil­te der Bran­chen­ver­band der Schwei­zer Kern­kraft­werks­be­trei­ber mit. Eine ähn­li­che Kri­tik hat­te zuletzt bereits der Axpo-Kon­zern geäus­sert.

 

Münch: PPA wird The­ma der nächs­ten Jah­re

Soge­nann­te PPA-Ver­trä­ge sind nach Ansicht von Cars­ten Münch das The­ma der nächs­ten Jah­re im deut­schen Markt, wie der Geschäfts­füh­rer von Axpo Deutsch­land im Inter­view sag­te. PPA steht für “Power Purcha­se Agree­ment” und meint Strom­ab­nah­me­ver­trä­ge, die bei­spiels­wei­se in Deutsch­land attrak­tiv wür­den, wenn es für älte­re Anla­gen aus dem Bereich der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en kei­ne För­de­rung mehr über das EEG gibt. Eben­falls im Fokus stün­den neue Anla­gen, die bei der Auk­ti­on kei­nen Zuschlag erhal­ten haben. “Wir reden locker von 3.000 bis 5.000 MW, die in den nächs­ten Jah­ren aus der För­de­rung her­aus­fal­len wer­den”, so Münch.

 

Bun­des­rat beschliesst ver­bes­ser­te Rah­men­be­din­gun­gen für die Foto­vol­ta­ik

Der Bun­des­rat hat die För­der­sät­ze der Ein­spei­se- und Ein­mal­ver­gü­tun­gen für Foto­vol­ta­ik­an­la­gen über­ar­bei­tet und die Rah­men­be­din­gun­gen für den Zusam­men­schluss zum Eigen­ver­brauch (ZEV) prä­zi­siert. Die Solar­bran­che wer­tet die im Rah­men der Ener­gie­för­de­rungs­ver­ord­nung und der Ener­gie­ver­ord­nung vor­ge­nom­me­nen Ände­run­gen als mehr­heit­lich posi­tiv. Ins­ge­samt sei die Bil­dung von ZEV ver­ein­facht wor­den und eine mass­vol­le Absen­kung der För­der­bei­trä­ge beschlos­sen wor­den, so Swis­so­lar. Die Kür­zun­gen bei der Ein­mal­ver­gü­tung sei­en zudem weni­ger stark als geplant aus­ge­fal­len. Damit sei die Preis­sen­kung bei Solar­mo­du­len durch den stei­gen­den büro­kra­ti­schen Auf­wand teil­wei­se wie­der wett­ge­macht wor­den, so Swis­so­lar.

 

SP will bun­des­wei­ten Kli­ma­not­stand

Die SP will den Kli­ma­not­stand auf Bun­des­ebe­ne aus­ru­fen las­sen. Dies erfuhr ener­ga­te im Rah­men einer Umfra­ge, wel­che die Redak­ti­on bei den Bun­des­haus­par­tei­en zu dem The­ma durch­führ­te. “SP-Natio­nal­rä­tin Sami­ra Mar­ti plant, in der Früh­lings­ses­si­on im Par­la­ment eine Moti­on ein­zu­rei­chen, in wel­cher sie den Bun­des­rat zur Aus­ru­fung des Kli­ma­not­stan­des auf­for­dert”, hiess es von der SP-Medi­enstel­le auf die Fra­ge, wie die natio­na­le Par­tei zur The­ma­tik des Kli­ma­not­stands ste­he. Zwar ste­he die for­mel­le Abseg­nung durch den Frak­ti­ons­vor­stand noch aus. Es sei aber davon aus­zu­ge­hen, dass die SP-Frak­ti­on dem Vor­stoss von Sami­ra Mar­ti fol­ge. Unter­stüt­zung für die Moti­on ist zudem auch von den Grü­nen zu erwar­ten. /kb/mf/vr

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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