Revue de la Semai­ne KW 30

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) – Einer Erhe­bung von Ener­gie Schweiz zufol­ge sind nur weni­ge Strom­spei­cher unter den heu­ti­gen Markt­be­din­gun­gen ren­ta­bel. Aus­ser­dem zeigt eine Stu­die, dass der Heiz­wär­me­be­darf in Gebäu­den in Zukunft expo­nen­ti­ell stei­gen wird.

Ener­gie Schweiz: Erst weni­ge Spei­cher ren­ta­bel

Unter den heu­ti­gen Markt­be­din­gun­gen sind gemäss einer Erhe­bung von Ener­gie Schweiz “erst weni-ge Spei­cher ren­ta­bel”. So steht es in einer Bro­schü­re des Ener­gie­pro­gramms des Bun­des zum The­ma “Sta­tio­nä­re Bat­te­rie­spei­cher in Gebäu­den”. Für einen wirt­schaft­li­chen Betrieb müss­ten die Sys­tem­kos­ten wei­ter sin­ken. Da die berück­sich­tig­ten Prei­se (von 2016/17) nur eine aktu­el­le Bestands­auf­nah­me sei­en und von sin­ken­den Sys­tem­kos­ten aus­ge­gan­gen wer­den kön­ne, wür­den aber in Zukunft immer mehr Sys­te­me wirt­schaft­lich nutz­bar. “För­der­pro­gram­me und Steu­er­vor­tei­le könn­ten zudem dazu bei­tra­gen, dass Strom­spei­cher schon heu­te wirt­schaft­lich sind”, heisst es wei­ter in der Bro­schü­re.

Ener­gie­dienst: Kapi­tal­markt drückt aufs Ergeb­nis

Die Ener­gie­dienst Hol­ding AG hat im ers­ten Halb­jahr 2018 einen Rück­gang beim betrieb­li­chen Ergeb­nis vor Zin­sen und Steu­ern (Ebit) ver­zeich­net. Es lag nach Unter­neh­mens­an­ga­ben bei rund 16 Mio. Euro und damit sie­ben Mio. Euro unter dem Vor­jah­res­wert. Nega­ti­ve Ent­wick­lun­gen auf dem Kapi­tal­markt hät­ten das Ergeb­nis stark unter Druck gesetzt. Posi­ti­ve Nach­rich­ten ver­kün­de­te der Ener­gie­dienst dage­gen beim Strom­ab­satz und Betriebs­er­trag (Umsatz und sons­ti­ge Erträ­ge), die erst­mals seit 2014 wie­der gestie­gen sei­en. So erhöh­te sich im ers­ten Halb­jahr 2018 der Strom­ab­satz der Ener­gie­dienst-Grup­pe um 6,9 Pro­zent auf 4,26 Mrd. kWh.

Men­de: “Erst ein­mal abwar­ten ist fahr­läs­sig”

Was sind die Her­aus­for­de­run­gen am Schwei­zer Ener­gie­markt und wie steht die Ener­gie­bran­che im Ver­gleich zu Deutsch­land da? Dar­über sprach ener­ga­te mit Rachel Men­de, Geschäfts­füh­re­rin der Con­en­er­gy Swiss GmbH. “Die Her­aus­for­de­run­gen sind mit­tel­fris­tig in bei­den Län­dern gleich und das Fazit klar: Wer sich dem Wan­del ver­schliesst, ver­liert!”, so Men­de. “Wäh­rend die Schwei­zer Ener­gie­wirt­schaft noch eher abwar­tet, tre­ten deut­sche Ener­gie­ver­sor­ger lang­sam aber sicher in Akti­on. Spä­tes­tens mit einer voll­stän­di­gen Markt­öff­nung erwar­te ich eine ähn­li­che Ent­wick­lung auch in der Schweiz. ” Men­de rech­net mit einer voll­stän­di­gen Markt­öff­nung in der Schweiz für 2023.

HSLU: Expo­nen­ti­ell stei­gen­der Kli­ma­käl­te­be­darf

Das Insti­tut für Gebäu­de­tech­nik und Ener­gie der Hoch­schu­le Luzern (HSLU) hat mit Meteo Schweiz unter­sucht, wie sich der Kli­ma­wan­del auf den künf­ti­gen Ener­gie­be­darf von Gebäu­den aus­wirkt. Dem­nach wird sich der Heiz­wär­me­be­darf um 20 bis 30 Pro­zent redu­zie­ren. Der Kli­ma­käl­te­be­darf aber stei­ge expo­nen­ti­ell an, heisst es in der publi­zier­ten Stu­die. Die For­scher ver­deut­li­chen ihre Befun­de unter ande­rem an einem Refe­renz­ge­bäu­de, wel­ches den heu­ti­gen Bau­stan­dard erfüllt und

im Miner­gie-Stan­dard erbaut wur­de. Hier zeig­ten die Berech­nun­gen in einem durch­schnitt­lich war­men Jahr der Peri­ode “1995” (1985−2099) ins­ge­samt 27 Über­hit­zungs­stun­den. In der Peri­ode “2060” (2045−2074) wer­de die­se Zahl rund 900 Über­hit­zungs­stun­den betra­gen.

 

Mehr Nach­rich­ten zum Schwei­zer Ener­gie­markt (inkl. kos­ten­lo­sem Test­zu­gang) auf

www.energate-messenger.ch
Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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