Revue de la Semai­ne KW 42

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Olten (ener­ga­te) — Die Ver­nehm­las­sung zum Strom­ver­sor­gungs­ge­setz ist gestar­tet. Zu den wich­tigs­ten Eck­punk­ten zählt unter ande­rem die voll­stän­di­ge Öff­nung des Strom­mark­tes. Zudem wur­de das Pilot-, Demons­tra­ti­ons- und Leucht­turm­pro­gramm des Bun­des­am­tes für Ener­gie eva­lu­iert, das sich als Bun­de­glied zwi­schen Ener­gie­for­schung und Markt­ein­füh­rung ver­steht.

 

Sum­mer­mat­ter: “Inter­na­tio­na­le Märk­te wer­den wei­ter an Bedeu­tung gewin­nen”

Die Open Ener­gy Plat­form AG (Ope­n­EP) gilt als Kind der Libe­ra­li­sie­rung im Schwei­zer Gas­han­del. Vor vier Jah­ren ging sie aus der Erd­gas Ost­schweiz AG her­vor. Im Inter­view blickt Geschäfts­füh­rer Rudolf Sum­mer­mat­ter auf die ers­ten Jah­re am Markt zurück und in die nähe­re Zukunft der Bran­che. “Wir haben den Auf­trag, unse­ren Kun­den eine mög­lichst wett­be­werbs­taug­li­che Beschaf­fung zu ermög­li­chen”, so Sum­mer­mat­ter. Des­halb habe Ope­n­EP in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten die Markt­ge­bie­te für die Gas­be­schaf­fung aus­ge­wei­tet. Auch dank des zuneh­men­den Anteils an Bio­gas kön­ne Gas län­ger­fris­tig eine sinn­vol­le Alter­na­ti­ve für fos­si­le Ener­gie­trä­ger sein.

 

Gutes Zeug­nis für För­der­po­li­tik, aber Luft nach oben

Das Pilot-, Demons­tra­ti­ons- und Leucht­turm­pro­gramm (P+D+L-Programm) des Bun­des wur­de einer exter­nen Eva­lua­ti­on unter­zo­gen. Dazu hat­te die Zür­cher Infras AG rele­van­te Doku­men­te und die Pro­jekt­da­ten­bank des Bun­des­am­tes für Ener­gie (BFE) aus­ge­wer­tet und Exper­ten befragt. “Das P+D+L-Programm ist ener­gie­po­li­tisch ein wich­ti­ges Pro­gramm und kann einen rele­van­ten Bei­trag zur Errei­chung der Zie­le der Ener­gie­stra­te­gie 2050 leis­ten”, heisst es im Bericht. Zudem zie­le es auf die beschleu­nig­te Ein­füh­rung inno­va­ti­ver Ener­gie­tech­no­lo­gi­en ab. Aller­dings emp­feh­len die Gut­ach­ter, die Voll­zugs­struk­tu­ren und die För­der­sät­ze zu über­prü­fen und zu opti­mie­ren.

 

Mey­er Bur­ger lan­ciert Trans­for­ma­ti­ons­pro­gramm

Der Solar­zu­lie­fe­rer Mey­er Bur­ger hat sich ein Trans­for­ma­ti­ons­pro­gramm und struk­tu­rel­le Ände­run­gen ver­ord­net. So ver­la­gert das Unter­neh­men einen wesent­li­chen Teil sei­ner welt­wei­ten Ver­triebs- und Ser­vice­funk­tio­nen für Stan­dard-Foto­vol­ta­ik-Lösun­gen von Euro­pa nach Asi­en, ins­be­son­de­re nach Chi­na. Als Grund nann­te Mey­er Bur­ger, dass die Fer­ti­gungs­in­dus­trie für Wafer, Zel­len und Modu­le über­wie­gend in Asi­en ange­sie­delt sei. Das Unter­neh­men will mit dem Pro­gramm die Gewinn­schwel­le sen­ken und errei­chen, dass es bereits ab einem Umsatz von rund 250 Mio. Fran­ken pro­fi­ta­bel ist.

 

Bun­des­rat will Strom­markt voll­stän­dig öff­nen

Der Bun­des­rat hat die Revi­si­on des Strom­ver­sor­gungs­ge­set­zes in die Ver­nehm­las­sung gege­ben, die bis zum 31. Janu­ar 2019 dau­ert. Im Zen­trum stün­den die Ver­sor­gungs­si­cher­heit, ein effi­zi­ent funk­tio­nie­ren­der, offe­ner Markt sowie neue Netz­re­gu­lie­run­gen, die den Aus­bau der dezen­tra­len, erneu­er­ba­ren Strom­pro­duk­ti­on unter­stüt­zen sol­len. Wei­ter gel­te es, neue Rah­men­be­din­gun­gen für den Schwei­zer Strom­markt zu schaf­fen. Die­ser habe sich seit 2008 stark ver­än­dert, getrie­ben vom tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt bei der erneu­er­ba­ren Strom­pro­duk­ti­on und den digi­ta­len Tech­no­lo­gi­en, der Preis­ent­wick­lung der fos­si­len Ener­gi­en und des CO2 sowie von neu­en ener­gie- und kli­ma­po­li­ti­schen Zie­len der Schweiz und ihrer euro­päi­schen Nach­barn.

 

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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