Revue de la Semai­ne KW 44

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Olten (ener­ga­te) — Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung for­dert den Bund dazu auf, die Mit­tel aus dem Netz­zu­schlag vor­zugs­wei­se für den Foto­vol­ta­ik-Aus­bau zu ver­wen­den, da dies die kos­ten­güns­tigs­te Art der Strom­erzeu­gung sei. Zudem fand am 25. Okto­ber zum sechs­ten Mal die Smart Ener­gy Par­ty statt, die wie­der einen gro­ßen Zulauf an Teil­neh­mern ver­bu­chen konn­te.

 

Axpo mit Auf­trag aus den Nie­der­lan­den

Die Axpo Nether­lands BV hat einen Auf­trag aus den Nie­der­lan­den erhal­ten. Gegen­stand des Man­dats sei die Ver­mark­tung von 0,5 Mrd. kWh Öko­strom pro Jahr aus Abfall­ver­wer­tungs­an­la­gen der AEB Ams­ter­dam, teil­te der Bade­ner Ener­gie­kon­zern mit. Axpo unter­stüt­ze das Unter­neh­men zudem beim Zugang zum Spot- und Ter­min­markt sowie im Intra­day-Han­del. Den Anga­ben nach ver­ar­bei­tet die AEB jähr­lich rund 1,4 Mio. Ton­nen Müll zu Ener­gie und Roh­stof­fen und gehört damit zu den gröss­ten Abfall­ver­wer­tungs­un­ter­neh­men der Nie­der­lan­de. Der Ver­trag gel­te von 2018 bis 2022 und sei im Nach­gang an eine öffent­li­che Aus­schrei­bung abge­schlos­sen wor­den, hiess es wei­ter.

 

Smart Ener­gy Par­ty mit noch brei­te­rem Teil­neh­mer­feld

Am Don­ners­tag­abend in der ver­gan­ge­nen Woche fand in der Umwelt­are­na Sprei­ten­bach zum sechs­ten Mal die Smart Ener­gy Par­ty statt. Wie schon in den vori­gen Jah­ren lock­te der Anlass zahl­rei­che Expo­nen­ten der Ener­gie-, Gebäu­de­tech­nik- und ICT-Bran­che an. “Es freut uns beson­ders, dass wir auch die­ses Jahr eini­ges an Pro­mi­nenz an der Par­ty haben”, so Kurt Lüscher, Orga­ni­sa­tor und Initi­ant der Par­ty. In sei­ner Eröff­nungs­re­de beton­te der ehe­ma­li­ge CEO von Ener­gie 360 Grad, dass sich seit der ers­ten Aus­ga­be der Smart Ener­gy Par­ty eini­ges in der erwei­ter­ten Ener­gie­wirt­schaft getan habe. Die nächs­te Aus­ga­be der Netz­werk-Ver­an­stal­tung fin­det am 24. Okto­ber 2019 statt.

 

SES for­dert Kurs­kor­rek­tur bei Erneu­er­ba­ren-För­de­rung

Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung (SES) for­dert den Bund zu einer Kurs­kor­rek­tur bei der För­de­rung der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en auf. Ihr zufol­ge ist die Foto­vol­ta­ik heu­te die kos­ten­güns­tigs­te Art der Strom­pro­duk­ti­on, wes­halb die Mit­tel aus dem Netz­zu­schlag vor­zugs­wei­se für die­se Tech­no­lo­gie ver­wen­det wer­den soll­ten, denn dann “könn­te man den Zubau an sau­be­rem Strom um ein Mehr­fa­ches erhö­hen”. So lau­tet die Schluss­fol­ge­rung einer aktu­el­len Stu­die der SES. Gegen­wär­tig sehe die För­der­po­li­tik aber gera­de umge­kehrt aus, moniert die SES und ver­weist dabei auf die noch bis zum 31. Okto­ber lau­fen­de Ver­nehm­las­sung der Revi­si­on der Ener­gie­för­der­ver­ord­nung.

 

Alpiq prüft Ver­kauf tsche­chi­scher Koh­le­kraft­wer­ke

Der Ener­gie­kon­zern Alpiq prüft den Ver­kauf sei­ner tsche­chi­schen Koh­le­kraft­wer­ke Klad­no und Zlin. Sie wol­le sich wei­ter auf ihr Kern­ge­schäft kon­zen­trie­ren, begrün­de­te die Alpiq die vor­ge­se­he­ne Deves­ti­ti­on. Der mög­li­che Ver­kauf der zwei Koh­le­kraft­wer­ke erfol­ge aus­schliess­lich aus stra­te­gi­schen Grün­den mit Blick auf eine zuneh­mend dekar­bo­ni­sier­te, digi­ta­li­sier­te und dezen­tra­le Ener­gie­welt. Wei­ter beton­te die Alpiq, dass sie euro­pa­weit ein koh­le­frei­es Pro­duk­ti­ons­port­fo­lio anstrebt. Bereits Ende 2012 woll­te Alpiq die bei­den Koh­le­kraft­wer­ke in Tsche­chi­en abstos­sen. Das Vor­ha­ben schei­ter­te damals, weil die Preis­of­fer­ten nicht den Erwar­tun­gen des Kon­zerns ent­spra­chen.

 

Bilang: “Die Bran­che wird die Kos­ten nicht tra­gen kön­nen”

Die Erd­öl-Ver­ei­ni­gung übt Kri­tik an der Aus­ge­stal­tung des CO2-Geset­zes durch die Ener­gie­kom­mis­si­on des Natio­nal­rats (Urek-N). Im ener­ga­te-Inter­view spricht Geschäfts­füh­rer Roland Bilang über die Kon­se­quen­zen für Bran­che und Kon­su­men­ten. Über den Beschluss, dass Treib­stoff­im­por­teu­re im Jahr 2030 20 Pro­zent der ver­kehrs­be­ding­ten CO2-Emis­sio­nen im Inland kom­pen­sie­ren müs­sen, sagt er: “Ich möch­te fest­hal­ten, dass die Bran­che die all­fäl­li­gen Kos­ten nicht tra­gen kön­nen wird. Man wird sie in der einen oder ande­ren Form auf die Kon­su­men­ten umwäl­zen oder Betrie­be schlies­sen müs­sen.”

 

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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