Revue de la Semai­ne KW 45

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Im Zuger Kan­tons­par­la­ment wird die­se Woche über die Zukunft des Gebäu­de­pro­gamms debat­tiert. Aus­ser­dem erhöht Green­peace den Druck auf die Credit Suis­se in Bezug auf die Kli­ma­fi­nan­zie­rung. Die BKW wehrt sich gegen Medi­en­be­rich­te über hohe Netz­ta­ri­fe.

 

Elkuch: “Die Digi­ta­li­sie­rung muss stär­ker und schnel­ler vor­an­ge­trie­ben wer­den”

Der End-to-End IT-Dienst­leis­ter DXC Tech­no­lo­gy führt der­zeit eine Peer-to-Peer Han­dels­platt­form für Öko­strom-Pro­du­zen­ten und -Kon­su­men­ten in Deutsch­land und der Schweiz auf Basis der Block­chain-Tech­no­lo­gie ein. Über das Pro­jekt spricht DXC Tech­no­lo­gy-Geschäfts­lei­tungs­mit­glied Phil­ipp Elkuch. Dank der neu­en Platt­form “kön­nen Öko­strom-Pro­du­zen­ten ihren Strom direkt selbst ver­mark­ten, ohne auf die Hil­fe eines Mitt­lers ange­wie­sen zu sein”, so Elkuch. Damit die Dezen­tra­li­sie­rung des Ener­gie­sys­tems gelingt, müs­se die Digi­ta­li­sie­rung stär­ker und schnel­ler vor­an­ge­trie­ben wer­den. “Erst sie erlaubt, dass wir die neu­en Last­flüs­se kon­trol­lie­ren und in Echt­zeit effi­zi­ent steu­ern kön­nen.”

 

Zuger Regie­rung gegen Kan­tons­gel­der für Gebäu­de­pro­gramm

Das Zuger Kan­tons­par­la­ment debat­tiert vor­aus­sicht­lich in die­ser Woche über die Zukunft des kanto­nalen Gebäu­de­pro­gramms. Ent­ge­gen einem Moti­ons­an­lie­gen will die Zuger Regie­rung kei­ne zusätz­li­chen kan­to­na­len Gel­der für das Pro­gramm bereit­stel­len. Hin­ter­grund der Debat­te ist gemäss Bericht und Antrag des Regie­rungs­rats die zwei­ge­teil­te Finan­zie­rung der in der Schweiz bestehen­den kan­to­na­len Gebäu­de­pro­gram­me. In ihrem Schrei­ben berich­tet die Regie­rung auch davon, dass die Nach­fra­ge nach För­der­mit­tel für ener­ge­ti­sche Gebäu­de­sa­nie­run­gen je nach Kan­ton unter­schied­lich stark aus­ge­prägt ist.

 

Kli­ma­fi­nan­zie­rung: Green­peace erhöht Druck auf Credit Suis­se

Die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Green­peace erhöht den Druck auf die Credit Suis­se in Sachen Kli­ma­fi­nan­zie­rung. Auf deren “Mit­schuld an der Kli­ma­er­hit­zung” haben Green­peace-Akti­vis­ten am Diens­tag vor dem Haupt­sitz der Gross­bank öffent­lich­keits­wirk­sam auf­merk­sam gemacht. Dabei wur­de dem Finanz­in­sti­tut eine Peti­ti­on gegen des­sen Finan­zie­rung von Teer­sand-Pipe­line-Pro­jek­ten und Ölpipe­line-Unter­neh­men über­ge­ben. Die Peti­ti­on haben 400.000 Men­schen aus 138 Län­dern unter­zeich­net. Green­peace Schweiz for­dert die Credit Suis­se auf, bis zur UN-Kli­ma­kon­fe­renz im Dezem­ber ver­bind­lich auf­zu­zei­gen, wie ihre Finanz­strö­me mit dem Pari­ser Kli­ma­ab­kom­men in Ein­klang zu brin­gen sind.

 

BKW wehrt sich gegen Medi­en­be­rich­te

Die BKW wehrt sich gegen Medi­en­be­rich­te, wonach die “fast dop­pelt” so hohen Netz­ta­ri­fe des Ver­sor­gers im Ver­gleich zum Elek­tri­zi­täts­werk des Kan­tons Zürich (EKZ) auf die soge­nann­te syn­the­ti­sche Bewer­tung zurück­zu­füh­ren sind. Sie führt statt­des­sen ihr “topo­gra­phisch sehr anspruchs­vol­les Netz im dünn besie­del­ten länd­li­chen Gebiet” als Begrün­dung an. Eige­nen Anga­ben zufol­ge betreibt die BKW ein Netz von über 22.000 Kilo­me­ter Län­ge mit rund 330.000 End­punk­ten. Das Netz der EKZ hin­ge­gen sei 15.000 Kilo­me­ter lang und habe rund 375.000 End­punk­te. “Ein direk­ter Ver­gleich zwi­schen den sehr unter­schied­li­chen Net­zen der EKZ und BKW macht also bezüg­lich Netz­ta­ri­fen kei­nen Sinn”, fol­ger­te die BKW.

 

Swis­spower ers­ter Abneh­mer für Bio­gas aus Däne­mark

Im Dezem­ber könn­te das ers­te aus Däne­mark impor­tier­te Bio­gas mas­sen­bi­lan­zi­ell in die Schweiz flies­sen. Mit dem erst­ma­li­gen Import wol­len die bei­den betei­lig­ten Unter­neh­men Swis­spower und der Händ­ler Gas­di­rekt auch die Grund­la­gen für einen ver­stärk­ten inter­na­tio­na­len Han­del legen. Die­ser sei Vor­aus­set­zung, um die gesteck­ten Zie­le im Schwei­zer Wär­me­markt bis 2030 zu errei­chen. Wie Gas­di­rekt-Geschäfts­füh­rer Heinz Gor­sol­ke aus­führ­te, habe das im Som­mer ange­kün­dig­te Pro­jekt zum däni­schen Gas­im­port Fahrt auf­ge­nom­men. Die ers­ten vier Lie­fer­ver­trä­ge sei­en beschlos­sen und wür­den am 1. Dezem­ber 2018 in Kraft tre­ten.

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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