Revue de la Semai­ne KW 51

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Olten (ener­ga­te) — Das Elek­tri­zi­täts­werk Alt­dorf hat ein erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr hin­ter sich. Zen­tra­le Zie­le für das Jahr 2018, etwa die Stär­kung der Was­ser­kraft, hat das EWA erreicht. Auch das Elek­tri­zi­täts­werk der Stadt Zürich schaut opti­mis­tisch in die Zukunft, da die Kun­den die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie des EWZ unter­stüt­zen.

 

Was­ser­kraft bleibt im Fokus der EWA

Das Elek­tri­zi­täts­werk Alt­dorf (EWA) hat im Geschäfts­jahr 2017/18 einen Umsatz von 98,6 Mio. Fran­ken erzielt. Das sei ein Plus von 4,4 Pro­zent, teil­te der Urner Ver­sor­ger mit. Der Gewinn stieg auf 4,9 Mio. Fran­ken — ein Plus von 0,6 Mio. Fran­ken. Bei­de Kenn­zah­len pro­fi­tier­ten vom gestie­ge­nen Strom­ab­satz (565 Mio. kWh; +21,2 %) und einer höhe­ren Eigen­pro­duk­ti­on (273 Mio. kWh; +16,7 %). “Wir haben die Wei­chen rich­tig gestellt. Die Kraft­wer­ke, die wir gebaut haben, bil­den heu­te das Rück­grat der erfolg­rei­chen Geschäfts­tä­tig­keit vom EWA”, so Wer­ner Jauch, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­lei­tung. Seit 2008 hat das Unter­neh­men zehn neue Was­ser­kraft­wer­ke rea­li­siert, zwei zusätz­li­che sind noch in Pla­nung.

 

Kat­to­witz: Gutes Ergeb­nis und ein Pro­blem für die Schweiz

Die 24. Kli­ma­kon­fe­renz im pol­ni­schen Kat­to­witz ende­te am Sams­tag, den 15. Dezem­ber. Obwohl kei­ne Regeln für Emis­si­ons­ver­min­de­run­gen im Aus­land ver­ab­schie­det wur­den, zeig­te sich die Schwei­zer Ver­hand­lungs­de­le­ga­ti­on mit dem Ergeb­nis zufrie­den. “Nach Ein­schät­zung der Schwei­zer Dele­ga­ti­on ist das Regel­werk aus­rei­chend, um die für eine wirk­sa­me Umset­zung des Pari­ser Kli­ma­über­ein­kom­mens not­wen­di­ge Trans­pa­renz sicher­zu­stel­len”, teil­te das Bun­des­amt für Umwelt (Bafu) mit. Dem Bafu zufol­ge sind in Kat­to­witz 20 Beschlüs­se und Richt­li­ni­en zur Prä­zi­sie­rung des Kli­ma­über­ein­kom­mens von Paris ver­ab­schie­det wor­den.

 

Road­map Elek­tro­mo­bi­li­tät 2022 in Bern unter­schrie­ben

Anläss­lich der Unter­zeich­nung der Road­map Elek­tro­mo­bi­li­tät 2022 haben die Betei­lig­ten in Bern ihre Mass­nah­men vor­ge­stellt. Die­se sol­len einen 15-Pro­zent-Anteil von E‑Autos an Neu­zu­las­sun­gen auf Schwei­zer Stras­sen brin­gen. Die abtre­ten­de Uvek-Vor­ste­he­rin Doris Leu­thard zeig­te sich dabei beein­druckt vom raschen Fort­schritt, den die gemein­sa­me Road­map von Wirt­schaft und Insti­tu­tio­nen gemacht habe. Im Mai hat­ten sich die Akteu­re erst­ma­lig am run­den Tisch getrof­fen, sie­ben Mona­te spä­ter setz­ten über 50 von ihnen ihre Unter­schrift unter das gemein­sam erar­bei­te­te Doku­ment. Wei­te­re Teil­neh­mer sol­len dazu­kom­men.

 

Frei: “Die Stadt­zür­cher ste­hen hin­ter unse­ren nach­hal­ti­gen Strom­pro­duk­ten”

Das Elek­tri­zi­täts­werk der Stadt Zürich (EWZ) arbei­tet mit Hoch­druck an einer nach­hal­ti­gen Ener­gie­zu­kunft. Im ener­ga­te-Inter­view erklärt EWZ-Direk­tor Mar­cel Frei, dass er den Öko­strom­ab­satz bei den Klein­kun­den trotz mög­li­cher voll­stän­di­ger Strom­markt­öff­nung nicht in Gefahr sieht, “denn die Stadt­zür­che­rin­nen und Stadt­zür­cher ste­hen hin­ter unse­ren nach­hal­ti­gen Strom­pro­duk­ten”. Aus­ser­dem äus­sert sich Frei kri­tisch zu einem Arti­kel der Revi­si­on im Strom­ver­sor­gungs­ge­setz (StromVG), nach dem Kun­den in der Grund­ver­sor­gung aus­schliess­lich Schwei­zer Strom zu lie­fern ist. “Für das EWZ ist es wich­tig, dass der Strom erneu­er­bar ist”, so Frei — ob er aus dem In- oder Aus­land kom­me, sei zweit­ran­gig.

 

Atom­aus­stieg könn­te erheb­lich teu­rer wer­den

Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie­stif­tung (SES) hat beim Bera­tungs­un­ter­neh­men “Oxford Glo­bal Pro­jec­ts” eine Stu­die zu den mög­li­chen Ent­sor­gungs­kos­ten der radio­ak­ti­ven Abfäl­le in Auf­trag gege­ben. Die Stu­die kommt zum Schluss, dass die Kos­ten­ri­si­ken für die Lage­rung des Schwei­zer Atom­mülls erheb­lich unter­schätzt wür­den. Die atom­ener­gie­kri­ti­sche SES weist auf einen dro­hen­den Fehl­be­trag im von den AKW-Betrei­bern mit jähr­li­chen Bei­trä­gen gespie­se­nem Ent­sor­gungs­fonds von rund zwölf Mrd. Fran­ken hin. Die SES for­dert nun, auch in der Revi­si­on der Still­le­gungs- und Ent­sor­gungs­fonds­ver­ord­nung auf jeden Fall am pau­scha­len Sicher­heits­zu­schlag für den Ent­sor­gungs­fonds fest­zu­hal­ten. /kb/mf/vr

 

 

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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