# Revue KW 10

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Olten (ener­ga­te) — Nach­dem der Gros­se Rat das ver­schärf­te Ener­gie­ge­setz des Kan­tons Aar­gau ver­ab­schie­det hat, lehn­te die SVP das Gesetz ab und bean­trag­te ein Behör­den­re­fe­ren­dum. Nun kommt es frü­hes­tens Ende Sep­tem­ber zur Volks­ab­stim­mung. For­scher der Eid­ge­nös­si­schen Tech­ni­schen Hoch­schu­le Lau­sanne konn­ten der­weil einen Erfolg bei der Effi­zi­enz­stei­ge­rung von Brenn­stoff­zel­len ver­bu­chen.

 

Mehr Trans­pa­renz beim Eigen­ver­brauch in Sicht

Gemein­schaf­ten zum Eigen­ver­brauch (EVG) erfreu­en sich wach­sen­der Beliebt­heit. Wie das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) auf Anfra­ge mit­teil­te, bestan­den Ende 2018 in der Schweiz 2.078 sol­cher Zusam­men­schlüs­se mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen. Dazu kamen sie­ben mit Wär­me-Kraft-Kopp­lungs-Anla­gen (WKK) und vier mit wei­te­ren Ener­gie­quel­len. Unklar bleibt, wie der Anteil der ver­schie­de­nen Model­le inner­halb der EVG im Detail aus­sieht. Der Begriff ver­eint drei ver­schie­de­ne Aus­prä­gun­gen: Neben den Pra­xis­mo­del­len der Ver­teil­netz­be­trei­ber fal­len auch die Zusam­men­schlüs­se zum Eigen­ver­brauch (ZEV) dar­un­ter sowie Model­le mit Eigen- bzw. Pro­duk­tena­men, wie zum Bei­spiel Quar­tier­strom.

 

Alpiq sieht Fokus für Inves­ti­tio­nen wei­ter im Aus­land

Die Schwei­zer Strom­pro­duk­ti­on war für Alpiq 2019 defi­zi­tär, wäh­rend erneu­er­ba­re Ener­gi­en im Aus­land für Gewin­ne sorg­ten. Das teil­te Alpiq-Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent und Geschäfts­füh­rer ad inte­rim Jens Alder am Mon­tag bei der Prä­sen­ta­ti­on der Geschäfts­zah­len mit. Den Schwer­punkt für Inves­ti­tio­nen sieht das Unter­neh­men auch im lau­fen­den Jahr jen­seits der Lan­des­gren­zen. Der Aus­blick auf 2020 ist geprägt von den zwei gros­sen The­men Dekar­bo­ni­sie­rung und Ver­sor­gungs­si­cher­heit. Neben erneu­er­ba­ren Ener­gi­en wer­de Alpiq auch wei­ter­hin in die Fle­xi­bi­li­sie­rung des Strom­ge­schäfts inves­tie­ren, dazu gehör­ten auch wei­te­re Gas­kom­bi­kraft­wer­ke.

 

EPFL-For­scher erhö­hen Effi­zi­enz von Brenn­stoff­zel­len

Einem Team der Eid­ge­nös­si­schen Tech­ni­schen Hoch­schu­le Lau­sanne (EPFL) ist es gelun­gen, die Effi­zi­enz von Fest­oxid-Brenn­stoff­zel­len und deren Lebens­dau­er zu erhö­hen. Voll­kom­men neu an die­sem Sys­tem sei ein Ven­ti­la­tor, teil­te die EPFL mit. Er lässt Gase ein zwei­tes Mal durch die Zel­le zir­ku­lie­ren und ist mit dampf­ge­schmier­ten mecha­ni­schen Lagern aus­ge­stat­tet, wel­che das LAMD ent­wi­ckelt hat. Damit erreich­te das Team laut Mit­tei­lung “beein­dru­cken­de Effi­zi­enz­ge­win­ne von bis zu 10 Pro­zent”. Im Teil­last­be­trieb, also mit 4,5 kW Elek­tri­zi­tät, wer­den sogar Brut­to­wir­kungs­gra­de von 66 Pro­zent erreicht. Das neue Sys­tem wur­de zum Patent ange­mel­det.

 

Aar­gau­er Ener­gie­ge­setz kommt vors Volk

Der Gros­se Rat des Kan­tons Aar­gau hat das kan­to­na­le Ener­gie­ge­setz am 3. März bera­ten und in der Schluss­ab­stim­mung mit 80 zu 50 Stim­men gut­ge­heis­sen. Weil die SVP erfolg­reich das Behör­den­re­fe­ren­dum ergrif­fen hat, kommt es aber noch zur Volks­ab­stim­mung. Laut Beschluss­pro­to­koll stimm­ten 69 Aar­gau­er Kan­tons­rä­te dafür, dass das Stimm­volk das letz­te Wort haben soll. 35 Stim­men waren dazu nötig gewe­sen. 43 der 69 Voten stamm­ten dabei von der SVP. Nur die CVP woll­te geschlos­sen auf eine Abstim­mung ver­zich­ten. Gemäss der “Aar­gau­er Zei­tung” fin­det die Volks­ab­stim­mung frü­hes­tens am 27. Sep­tem­ber statt.

 

Axpo-Akti­en: Kan­tons­rat soll im Kan­ton Zürich letz­tes Wort haben

Im Kan­ton Zürich soll künf­tig die Zustim­mung des Kan­tons­rats nötig sein, wenn Akti­en des Kan­tons an der Axpo Hol­ding ver­kauft wer­den sol­len. Trotz poten­zi­ell nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf Ver­kaufs­mög­lich­kei­ten und Ver­kaufs­er­lös will der Zür­cher Regie­rungs­rat einen ent­spre­chen­den neu­en Arti­kel im kan­to­na­len Ener­gie­ge­setz ver­an­kern las­sen. Man kom­me damit den Befürch­tun­gen der SVP und SP ent­ge­gen, wonach das Strom­netz der Axpo und deren Was­ser­kraft­wer­ke durch die Ablö­sung des NOK-Grün­dungs­ver­trags durch eine Eig­ner­stra­te­gie und einen Aktio­närs­bin­dungs­ver­trag irgend­wann in aus­län­di­sche Hän­de gera­ten könn­ten, begrün­de­te der grü­ne Zür­cher Bau­di­rek­tor Mar­tin Neu­kom den Beschluss. /kb/ad

 

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