# Revue KW 11

Olten (ener­ga­te) — Bezüg­lich des Aus­baus der erneu­er­ba­ren Ener­gien liegt der Kan­ton Aar­gau auf dem Ziel­pfad. Ver­bes­se­rungs­be­darf gibt es jedoch bei Gebäu­den und Mobi­li­tät. Der­weil erklärt Aeb­li, Ficht­ner Manage­ment Con­sul­ting, dass vie­len EVU nöti­ges Know­how feh­le, um die Digi­ta­li­sie­rung in der Bran­che anzustossen.

 

Im Por­trät: Innovida

Der Wan­del der Ener­gie­bran­che bringt auch neue Fir­men her­vor, zum Bei­spiel Inno­vi­da. Das Tes­si­ner Unter­neh­men ist einer der weni­gen Her­stel­ler von Wär­me­pum­pen, die in der Schweiz pro­du­zie­ren. Mit tie­fen Instal­la­ti­ons­kos­ten will es bald auch auf dem deut­schen Markt über­zeu­gen. Da „Swiss Made“ kein Allein­stel­lungs­merk­mal bei Wär­me­pum­pen ist, möch­te Inno­vi­da laut Fir­men­grün­der und Geschäfts­füh­rer Ste­fa­no Vidal den bes­ten Kom­pro­miss bie­ten: “Bei Wär­me­pum­pen sind Leis­tung, gerin­ger Platz­be­darf, tie­fer Geräusch­pe­gel, nied­ri­ge Umwelt­be­las­tung und güns­ti­ge Instal­la­ti­ons­kos­ten aus­schlag­ge­bend. Unse­re Sys­te­me sind so kon­zi­piert, dass sie alle Aspek­te am effi­zi­en­tes­ten vereinen.” 

 

Aeb­li: “Vie­len EVU fehlt das Know­how, um Pro­jek­te anzustossen”

Die Digi­ta­li­sie­rung macht auch vor der Ener­gie­bran­che nicht Halt. Hans-Jörg Aeb­li, Geschäfts­füh­rer der Ficht­ner Manage­ment Con­sul­ting, erklärt im Inter­view, wor­in die Her­aus­for­de­run­gen für die Bran­che lie­gen und war­um er bei vie­len Ver­sor­gern noch gros­sen Nach­hol­be­darf sieht. Ten­den­zi­ell ent­wi­ckeln gros­se Unter­neh­men eher eine Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie, klei­ne­re sind dafür fle­xi­bler, so Aeb­li. Zudem wür­de ein frei­er Strom- und Gas­markt auto­ma­tisch mehr Digi­ta­li­sie­rung mit sich brin­gen, da die­se Geschäf­te nur online wirk­lich gewinn­brin­gend betrie­ben wer­den kön­nen, wie die libe­ra­li­sier­ten Märk­te im umlie­gen­den Euro­pa zeigen.

 

Tho­ma: “Sie sehen eine BKW in Top-Form”

Bei der BKW sind Umsatz, ope­ra­ti­ves Ergeb­nis (Ebit), ope­ra­ti­ver Rein­ge­winn und Cash­flow trotz einem Rekord­ergeb­nis im Vor­jahr und Coro­na­pan­de­mie noch­mals gestie­gen. “Sie sehen eine BKW in Top-Form, die ihre Stra­te­gie erfolg­reich umsetzt”, sag­te CEO Suzan­ne Tho­ma bei der Prä­sen­ta­ti­on der Geschäfts­zah­len 2020. Kon­kret stieg der Umsatz des Ener­gie­kon­zerns um 9 Pro­zent auf 3,1 Mrd. Fran­ken. Das Ebit leg­te um 10 Pro­zent auf 475 Mio. Fran­ken zu. Unter dem Strich wies die BKW einen Rein­ge­winn von 382 Mio. Fran­ken aus. Haupt­trei­ber hin­ter den neu­er­lich gestie­ge­nen Zah­len war das Dienst­leis­tungs­ge­schäft, das sowohl Umsatz (+32%) als auch Ebit (+17%) merk­lich stei­gern konnte.

 

AG: Moni­to­ring-Bericht lobt und tadelt Energiepolitik

Der ers­te Moni­to­ring-Bericht zur Aar­gau­er Ener­gie­stra­te­gie “ener­gie­AAR­GAU” zeigt, dass die Haupt­zie­le erreicht und die Anfor­de­run­gen bei der Ener­gie- und Strom­ef­fi­zi­enz, erneu­er­ba­ren Strom­pro­duk­ti­on sowie Ver­sor­gungs­si­cher­heit erfüllt wur­den. So lag der kan­to­na­le End­ener­gie­ver­brauch im Jahr 2019 pro Kopf um 27 Pro­zent tie­fer als im Refe­renz­jahr 2000. Der Pro-Kopf-Strom­ver­brauch ist im sel­ben Zeit­raum um 12 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. In den Berei­chen Gebäu­de und Mobi­li­tät gebe es aber Nach­hol­be­darf: 60 Pro­zent der Gebäu­de mit Wohn­nut­zung im Kan­ton Aar­gau wür­den der­zeit mit fos­si­len Ener­gie­trä­gern beheizt. Damit lie­ge der Kan­ton über sei­nem Ziel.

 

EWZ-Umsatz über­steigt Milliardengrenze

Das Elek­tri­zi­täts­werk der Stadt Zürich (EWZ) konn­te im Geschäfts­jahr 2020 mit 1.031 Mio. Fran­ken (+4,3%) erst­mals einen Umsatz jen­seits der Mil­li­ar­den­gren­ze erzie­len. Dar­über hin­aus ver­zeich­ne­te das Stadt­werk wei­te­re Erfol­ge, etwa bei der Wind­strom­pro­duk­ti­on, den Ener­gie­lö­sun­gen oder dem Ver­kauf von Betei­li­gungs­schei­nen an der Solar-Anla­ge auf der Albi­gna-Stau­mau­er. Wie dem Geschäfts­be­richt zu ent­neh­men ist, haben bis Ende 2020 547 Kun­den eine Betei­li­gung an der Solar­an­la­ge erwor­ben. Ins­ge­samt, inklu­si­ve wei­te­rer PV-Anla­gen, konn­te das EWZ im Jahr 2020 1.571 Kun­den für eine Solar-Betei­li­gung gewin­nen. Neu sind 5.547 EWZ-Kun­den an einer Solar­an­la­ge des Ver­sor­gers betei­ligt. /sb/jg/jr

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