# Revue KW 11

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung (SES) ist in Gesprä­chen mit Poli­ti­kern, um eine Ände­rung des Kern­ener­gie­ge­set­zes zu erwir­ken. Für die Fest­le­gung der Still­le­gungs- und Ent­sor­gungs­bei­trä­ge soll­te nach Ansicht der SES das Uvek zustän­dig sein. Der Ver­band Swiss­mem ver­misst ambi­tiö­se Zie­le im CO2-Gesetz und kri­ti­siert den geplan­ten Kli­ma­fonds.

 

SES wei­belt für Ände­rung des Kern­ener­gie­ge­set­zes

Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung (SES) wirbt in Bern für eine Anpas­sung des Kern­ener­gie­ge­set­zes. Hin­ter­grund ist ein kürz­lich publi­zier­tes Bun­des­ge­richts­ur­teil. Die­ses besagt, dass nicht das Eid­ge­nös­si­sche Depar­te­ment für Umwelt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on (Uvek), son­dern die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on der AKW-Still­le­gungs- und Ent­sor­gungs­fonds (Sten­fo) für die Fest­le­gung der Höhe der Still­le­gungs- und Ent­sor­gungs­kos­ten für den Atom­aus­stieg zustän­dig ist. “Für die SES ist es unhalt­bar, dass die AKW-Betrei­ber ihre Bei­trä­ge sel­ber fest­le­gen kön­nen”, kri­ti­siert die Stif­tung. Die Sten­fo-Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on ist zu einem Drit­tel mit Ver­tre­tern der AKW-Betrei­ber besetzt.

 

Falt­dach-Her­stel­le­rin ist auf Wachs­tums­kurs

Die DHP Tech­no­lo­gy AG als Ent­wick­le­rin des sola­ren Falt­dachs ist auf Expan­si­ons­kurs. Bis 2025 will das Bünd­ner Unter­neh­men den Umsatz auf 30 Mio. Fran­ken stei­gern. Auf dem Park­platz der Luft­seil­bahn Jakobs­bad-Kron­berg AG instal­liert die St. Gal­lisch-Appen­zel­li­sche Kraft­wer­ke AG (SAK) der­zeit ein 4.000 Qua­drat­me­ter gros­ses Pho­to­vol­ta­ik-Falt­dach. Die Eröff­nung ist für den “Tag der Son­ne” am 17. Mai vor­ge­se­hen. Die Tech­no­lo­gie für die falt­ba­re Park­platz­über­da­chung, die bei Son­nen­schein Ener­gie pro­du­ziert, ent­wi­ckelt hat die DHP Tech­no­lo­gy AG aus Zizers im Kan­ton Grau­bün­den.

 

Swiss­mem bedau­ert “ange­zo­ge­ne Hand­brem­se”

Kli­ma­po­li­tik mit ange­zo­ge­ner Hand­brem­se”: Unter die­sem Titel nimmt Jean-Phil­ip­pe Kohl, Bereichs­lei­ter Wirt­schafts­po­li­tik und Vize­di­rek­tor im Ver­band der Schwei­zer Maschinen‑, Elek­tround Metall­in­dus­trie (Swiss­mem), Stel­lung zum CO2-Gesetz vor des­sen abschlies­sen­der Bera­tung im Natio­nal­rat. In Über­ein­stim­mung mit den vom Bun­des­rat fest­ge­leg­ten Kli­ma­zie­len spricht sich Swiss­mem für “eine effek­ti­ve­re Poli­tik im Kli­ma­schutz” aus mit kon­se­quent markt­wirt­schaft­li­cher Aus­rich­tung. “Wir for­dern, dass die bis­her ledig­lich auf Brenn­stof­fe erho­be­ne CO2-Abga­be auch auf Treib­stof­fe aus­ge­dehnt wird”, heisst es. CO2 auf dem Kamin müs­se wie CO2 auf dem Aus­puff behan­delt wer­den.

 

Stras­sen­fi­nan­zie­rung: Kei­ne Kos­ten­be­tei­li­gung für E‑Autos

Der Stän­de­rat will E‑Fahr­zeug-Besit­zer vor­erst nicht an der Finan­zie­rung der Stras­sen­in­fra­struk­tur betei­li­gen. Eine ent­spre­chen­de Moti­on von FDP-Stän­de­rat Dami­an Mül­ler hat die klei­ne Kam­mer am 11. März mit 31 zu 12 Stim­men abge­lehnt. Mül­ler hat­te in sei­nem Vor­stoss einen ver­ur­sa­cher­ge­rech­ten Ansatz zur Finan­zie­rung des Stras­sen­net­zes unab­hän­gig vom Treib­stoff­ver­brauch gefor­dert. Hin­ter­grund des Begeh­rens ist die Tat­sa­che, dass die Stras­sen­in­fra­struk­tur der­zeit mass­geb­lich über die Mine­ral­öl­steu­er finan­ziert wird. Und die­se Abga­be müs­sen die Besit­zer von Fahr­zeu­gen mit Elek­tro­an­trieb oder ande­ren alter­na­ti­ven Antrie­ben nicht ent­rich­ten.

 

Coro­na­vi­rus macht PV-Bran­che zu schaf­fen

Das Coro­na­vi­rus wirkt sich laut Swis­so­lar-Geschäfts­lei­ter David Sti­ckel­ber­ger auch auf die Pho­to­vol­ta­ik­bran­che aus. Das Virus habe zu Lie­fer­eng­päs­sen bei chi­ne­si­schen Modul­lie­fe­ran­ten geführt, so Sti­ckel­ber­ger an der Pho­to­vol­ta­ik­ta­gung im “Swiss­Tech Con­ven­ti­on Cen­ter” der EPFL. Zwar schei­ne sich die Lage jetzt zu nor­ma­li­sie­ren, so Sti­ckel­ber­ger — den­noch warf er die Fra­ge auf, ob die Bran­che nicht auf wei­te­re Pro­duk­ti­ons­län­der set­zen soll­te, damit “das geo­gra­fisch etwas diver­si­fi­ziert wird”. Zudem wür­den wegen des Virus ver­mehrt Arbeits­kräf­te krank­heits­be­dingt aus­fal­len. “Die Fra­ge ist, ob dann gewis­se Auf­trä­ge noch aus­ge­führt wer­den kön­nen”, sag­te Sti­ckel­ber­ger. /kb/ad

 

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