# Revue KW 12

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Olten (ener­ga­te) — Das Bun­des­amt für Ener­gie muss­te im Hin­blick auf För­de­rungs­be­trä­ge und Strom­prei­se Kri­tik ein­ste­cken. Auch die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung ern­te­te Kri­tik ange­sichts des neu­en Ent­wurfs der Richt­li­nie zu den geo­lo­gi­schen Tie­fen­la­gern. Gute Nach­rich­ten hin­ge­gen gibt von­sei­ten des Ener­gie­ver­sor­gers BKW, der 2019 das bes­te Ergeb­nis sei­ner Geschich­te erziel­te.

 

Kri­tik am BFE bei der Pho­to­vol­ta­ik­ta­gung

Ver­tre­ter des Bun­des­am­tes für Ener­gie (BFE) muss­ten sich anläss­lich der Pho­to­vol­ta­ik­ta­gung eini­ge kri­ti­sche Stim­men anhö­ren, etwa zu För­de­rungs­bei­trä­gen und Strom­prei­sen. Ein höhe­rer Strom­preis wür­de Ver­brau­cher anre­gen, mehr Dach­flä­chen mit Solar­mo­du­len zu bestü­cken, hiess es aus dem Publi­kum. Rudolf Rech­stei­ner, Ver­wal­tungs­rat der Indus­tri­el­len Wer­ke Basel, kri­ti­sier­te, dass der Bund die Ein­mal­ver­gü­tun­gen gekürzt habe, ohne dass die Prei­se gesun­ken sei­en, “son­dern ein­fach nur, weil die Nach­fra­ge steigt”. Auch sei­en Ver­ein­fa­chun­gen bezüg­lich eines Zusam­men­schlus­ses zum Eigen­ver­brauch mit der Mie­ter­schaft “wirk­lich drin­gend” nötig, so Mar­kus Port­mann, ehe­ma­li­ger Vize­prä­si­dent von Swis­so­lar.

 

Schwei­zer Unter­neh­men legen bei Ener­gie­pro­duk­ti­on im Aus­land zu

Schwei­zer Ener­gie­un­ter­neh­men und insti­tu­tio­nel­le Anle­ger inves­tie­ren wei­ter­hin inten­siv in erneu­er­ba­re Ener­gie, vor allem im benach­bar­ten Aus­land. Das ist einer aktua­li­sier­ten Stu­die im Auf­trag von Ener­gie Zukunft Schweiz AG (EZS) zu ent­neh­men. Die Jah­res­pro­duk­ti­on der erneu­er­ba­ren aus­län­di­schen Ener­gie­kraft­wer­ke in Schwei­zer Hand beträgt dem­nach bald 11,5 Mrd. kWh Strom, über 70 Pro­zent mehr als noch vor zwei Jah­ren. 2,4 Mrd. kWh befin­den sich aktu­ell im Bau. Bis jetzt haben in der Schweiz Anla­gen mit einer Jah­res­pro­duk­ti­on von ins­ge­samt 7,6 Mrd. kWh Strom aus neu­en erneu­er­ba­ren Ener­gi­en einen posi­ti­ven För­der­be­scheid erhal­ten.

 

Ener­gie-Stif­tung sieht Män­gel an über­ar­bei­te­ter Richt­li­nie für geo­lo­gi­sche Tie­fen­la­ger

Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung (SES) hat den neu­en Ent­wurf der Richt­li­nie zu den geo­lo­gi­schen Tie­fen­la­gern G03 des Eid­ge­nös­si­schen Nukle­ar­si­cher­heits­in­spek­to­rats kri­ti­siert. Ein Punkt betrifft den Zeit­plan der Natio­na­len Genos­sen­schaft für die Lage­rung radio­ak­ti­ver Abfäl­le (Nagra). Die SES weist dar­auf hin, dass die Nagra bereits in zwei Jah­ren bekannt­ge­ben wol­le, für wel­chen Stand­ort sie das Rah­men­be­wil­li­gungs­ge­such aus­ar­bei­ten wer­de. Und das, obwohl die lau­fen­den Erkun­dungs­ar­bei­ten der Etap­pe 3 in den drei ver­blei­ben­den Stand­ort­ge­bie­ten kaum abge­schlos­sen sein wür­den. Ein Fehl­ent­scheid käme dem Miss­lin­gen des Sach­plans gleich, heisst es.

 

BKW erzielt Rekord­zah­len im abge­lau­fe­nen Geschäfts­jahr

Die BKW hat 2019 das bes­te Ergeb­nis ihrer Geschich­te erzielt. Das gab das Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men an sei­ner Bilanz­me­di­en­kon­fe­renz am 18. März bekannt. Dem­nach lag das Ebit mit 433 Mio. Fran­ken 19 Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert, und das trotz erneut nega­ti­ven Strom­prei­se­ef­fek­ten, die mit 120 Mio. Fran­ken zu Buche schlu­gen. Der Umsatz stieg um 7 Pro­zent auf 2.867 Mio. Fran­ken, der Rein­ge­winn erhöh­te sich gar um 149 Pro­zent auf 404 Mio. Fran­ken. “Der Haupt­grund für die­ses sehr gute Geschäfts­jahr ist unser Geschäfts­mo­dell, das stark und aus­ge­wo­gen ist”, so BKW-CEO Suzan­ne Tho­ma.

 

Scher­rer: “Die Auf­trags­la­ge hat sich sehr rasch ver­schlech­tert”

Das Coro­na­vi­rus hat Aus­wir­kun­gen auf die Ener­gie­wirt­schaft. Mit ener­ga­te sprach Eni­wa-CEO Hans-Kas­par Scher­rer dar­über, wie sein Stadt­werk von der Kri­se betrof­fen ist und wie er kon­kret reagiert. Scher­rer berich­tet, dass sich die Auf­trags­la­ge im Dienst­leis­tungs­be­reich rasant ver­schlech­tert hat. Aktu­ell gel­te es, “sorg­fäl­tig abzu­wä­gen, wo das Opti­mum zwi­schen Ver­sor­gungs­si­cher­heit und Abschluss der offe­nen Netz­bau­pro­jek­te und Gesund­heits­ge­fähr­dung der Mit­ar­bei­ten­den auf den Bau­stel­len liegt”. Er ver­spricht: “Auch bei einem voll­stän­di­gen Shut­down und Aus­geh­ver­bot wer­den wir die Kun­den noch belie­fern kön­nen.” /sb/kb/ad

 

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