# Revue KW 13

Olten (ener­ga­te) — Die Urek‑S for­dert höhe­re Inves­ti­tio­nen für Pho­to­vol­ta­ik. Auch die Grü­nen wol­len mehr in erneu­er­ba­re Strom­pro­duk­ti­on inves­tie­ren, um die Ener­gie­wen­de zu for­cie­ren. Der­weil
unter­stüt­zen die Kan­tons­re­gie­run­gen eine CO2-Abgabe. 


Kan­tons­re­gie­run­gen unter­stüt­zen CO2-Gesetz

Die Kan­tons­re­gie­run­gen spre­chen sich für das revi­dier­te CO2-Gesetz aus, über das am 13. Juni abge­stimmt wird. Das geht aus einem Posi­ti­ons­pa­pier der Kon­fe­renz der Kan­tons­re­gie­run­gen her­vor. Dem­nach sei das
CO2-Gesetz das zen­tra­le Instru­ment der Schwei­zer Kli­ma­po­li­tik. Es leis­te einen wesent­li­chen Bei­trag zur Reduk­ti­on der Treib­haus­gas­emis­sio­nen im Inland und zur Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels. “Das CO2-Gesetz bringt aber nicht nur den Kli­ma­schutz vor­an, son­dern ver­rin­gert auch die Aus­land­ab­hän­gig­keit der Schweiz
beim Import von fos­si­len Brenn- und Treib­stof­fen”, heisst es. Aktu­ell flös­sen dadurch jähr­lich net­to rund 7 Mrd. Fran­ken ins Ausland.

Urek‑S: Bund soll PV auf eige­nen Dächern fördern

Die stän­de­rät­li­che Kom­mis­si­on für Umwelt, Raum­pla­nung und Ener­gie (Urek‑S) möch­te, dass der Bund die Strom­pro­duk­ti­on aus Pho­to­vol­ta­ik for­ciert. Sie ver­ab­schie­de­te auf ihrer Sit­zung ein­stim­mig ent­spre­chen­de
Ände­run­gen des Natio­nal­ra­tes an einer Moti­on. Dem­nach soll der Bund alle geeig­ne­ten Dächer und Fas­sa­den sei­ner Immo­bi­li­en mit PV-Anla­gen aus­rüs­ten und sei­ne Sanie­rungs­ar­bei­ten beschleu­ni­gen. Mit einer Inves­ti­ti­on von rund 40 Mio. Fran­ken jähr­lich kön­ne er bis 2030 über eine auto­no­me Strom­ver­sor­gung ver­fü­gen, so die Motio­nä­re. Abge­lehnt hat die Urek‑S unter ande­rem eine Moti­on zur Geo­ther­mie und zwei Stan­des­in­itia­ti­ven für eine inter­na­tio­na­le Kerosinsteuer.

ABB plant mit AWS neue Platt­form für Elektroautos

ABB und Ama­zon Web Ser­vices (AWS) wol­len eine cloud­ba­sier­te digi­ta­le Lösung für das Echt­zeit­ma­nage­ment von Elek­tro­fahr­zeug­flot­ten ent­wi­ckeln. Die neue Lösung soll die effi­zi­en­te Nut­zung von Elek­tro­fahr­zeu­gen
opti­mie­ren, die Elek­tri­fi­zie­rung von Fuhr­parks beschleu­ni­gen und es Flot­ten­be­trei­bern in aller Welt ermög­li­chen, ohne Beein­träch­ti­gung des Geschäfts­be­triebs auf Elek­tro­mo­bi­li­tät umzu­stel­len, schreibt ABB. Der­zeit wür­den 23 Pro­zent der ener­gie­be­zo­ge­nen Treib­haus­gas­emis­sio­nen durch den Ver­kehrs­sek­tor ver­ur­sacht. Des­sen Elek­tri­fi­zie­rung könn­te die CO2-Emis­sio­nen deut­lich redu­zie­ren. Gros­se Flot­ten könn­ten dabei eine ent­schei­den­de Rol­le spielen.

Grü­ne mit “Impuls­pro­gramm”

Die Grü­nen wol­len mit einem “Impuls­pro­gramm für einen grü­nen Auf­schwung” die Bewäl­ti­gung der Covid-19-Kri­se ermög­li­chen. Das Pro­gramm ent­hält 14 Maß­nah­men und das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men beträgt über die
nächs­ten vier Jah­re rund 11 Mrd. Fran­ken. Damit die Strom­ver­sor­gung bis 2035 zu 100 Pro­zent erneu­er­bar ist, sol­len die För­der­gel­der für die Pro­duk­ti­on von erneu­er­ba­rem Strom auf 2,6 Mrd. Fran­ken ver­dop­pelt wer­den, heißt es. Damit könn­ten sowohl Pro­jek­te, die an zu gerin­gen För­der­gel­dern schei­ter­ten, finan­ziert, als auch Anrei­ze für neue Pro­jek­te geschaf­fen wer­den. Neben einem Bei­trag zur Ener­gie­wen­de wür­den damit auch 10.000 neue Arbeits­plät­ze geschaf­fen, so die Grünen.

Zürich ver­schärft Klimaziele

Die Zurich Insuran­ce Group (Zurich) ver­schärft ihre Kli­ma­zie­le. Als Grün­dungs­mit­glied der Net-zero Asset Owner Alli­an­ce der Ver­ein­ten Natio­nen ver­pflich­te­te sie sich 2019, das eige­ne Anla­gen­port­fo­lio bis 2050 auf Net­to-Null-Emis­sio­nen zu sen­ken. Die Grup­pe sei bestrebt, die ihr zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mög­lich­kei­ten via Kapi­tal­an­la­gen, der ope­ra­ti­ven Geschäfts­tä­tig­keit sowie Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen aus­zu­schöp­fen, um das Ziel zu errei­chen, schreibt sie. Dazu wür­den neue Zie­le gesetzt: Unter ande­rem soll bis 2025 die Emis­si­ons­in­ten­si­tät bör­sen­ko­tier­ter Akti­en und Unter­neh­mens­an­lei­hen um 25 Pro­zent und die Emis­si­ons­in­ten­si­tät direk­ter Immo­bi­li­en­an­la­gen um 30 Pro­zent ver­rin­gert wer­den. /sb/jg/jr

Inhalte aus dem energate messenger
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.de
Kontakt: info@energate.de

Bei­trag Teilen:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook