# Revue KW 13

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Trotz der Coro­na-Pan­de­mie gibt es bei der Strom- und Gas­ver­sor­gung kei­ne Eng­päs­se. Statt­des­sen stel­len Ver­sor­ger einen gesun­ke­nen Strom­ver­brauch in eini­gen Schwei­zer Städ­ten fest. Fer­ner ver­zeich­nen For­schungs­pro­jek­te zu Druck­luft­spei­chern und zur post­fos­si­len Roh­stoff­ver­sor­gung sicht­ba­re Erfol­ge.

 

Coro­na­kri­se wirkt sich noch nicht auf Ener­gie­trä­ger aus

Die Ver­füg­bar­keit von Ener­gie­trä­gern bleibt in der Schweiz trotz der Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie hoch. Dem­nach haben die wirt­schaft­li­chen Ein­schrän­kun­gen durch die Mass­nah­men bei Unter­neh­men an der Ver­sor­gungs­la­ge für Ener­gie aus erneu­er­ba­ren und fos­si­len Quel­len bis­her wenig geän­dert. Von Ein­schrän­kun­gen betrof­fen waren ein­zel­ne Pro­duk­te in der Beschaf­fung. Die Solar­bran­che mel­de­te Lie­fer­eng­päs­se für Modu­le aus Chi­na, erwar­tet ab Mit­te Mai aber eine Nor­ma­li­sie­rung. Die Unter­neh­men rech­nen zudem vor­über­ge­hend mit tie­fe­ren Strom­prei­sen und Pro­jekt­ver­zö­ge­run­gen sowie mit dem Risi­ko eines Aus­falls von Fach­kräf­ten.

 

For­scher­team zieht posi­ti­ves Zwi­schen­fa­zit zu Druck­luft­spei­chern

Ein Druck­luft­spei­cher ist nicht nur grund­sätz­lich tech­no­lo­gisch rea­li­sier­bar, er wäre bei der Bereit­stel­lung sekun­dä­rer Regel­leis­tung mög­li­cher­wei­se auch ren­ta­bel. Das ist das Zwi­schen­fa­zit eines For­schungs­pro­jekts, das Schwei­zer Wis­sen­schaft­ler gemein­sam mit Indus­trie­part­nern vor rund fünf Jah­ren begon­nen haben. Das Ziel war, her­aus­fin­den, ob sich Strom in Form von kom­pri­mier­ter Luft in Fels­ka­ver­nen spei­chern lässt. Schon zuvor hat­te das Natio­na­le For­schungs­pro­gramm Ener­gie den Druck­luft­spei­cher als Bau­stein für die Trans­for­ma­ti­on des Ener­gie­sys­tems ins Spiel gebracht, da eine Pilot­an­la­ge im Tes­sin die tech­ni­sche Mach­bar­keit unter Beweis gestellt hat­te.

 

Strom­ver­brauch ist in man­chen Städ­ten deut­lich tie­fer als üblich

Eine Woche, nach­dem der Bun­des­rat im Zuge der Coro­na­kri­se die aus­ser­or­dent­li­che Lage aus­ge­ru­fen hat, stel­len Ener­gie­ver­sor­ger in der Schweiz eine gerin­ge­re Ener­gie­nut­zung fest. Bei­spiels­wei­se in der Stadt Zürich. Dort hat der Strom­ver­brauch in der ver­gan­ge­nen Woche, also als die vom Bun­des­rat beschlos­se­nen Mass­nah­men in Kraft tra­ten, im Ver­gleich zur Vor­wo­che um 15 Pro­zent abge­nom­men, wie das Elek­tri­zi­täts­werk Zürich (EWZ) gegen­über ener­ga­te mit­teilt. Ein wei­te­res The­ma ist, wie auf Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten von Unter­neh­men reagiert wird. EWZ will ab sofort sämt­li­che Mahn­ver­fah­ren aus­set­zen und auf Strom­ab­schal­tun­gen ver­zich­ten.

 

Clime­works macht CO2 zum Roh­stoff für High­tech-Anwen­dun­gen

Am Karls­ru­her Insti­tut für Tech­no­lo­gie (KIT) ent­steht der­zeit eine Anla­ge, die aus atmo­sphä­ri­schem CO2 “Car­bon Black” pro­du­zie­ren soll. Car­bon Black ist ein pul­ver­för­mi­ger, hoch­rei­ner Koh­len­stoff, wel­cher in der Elektronik‑, Druck‑, oder Bau­in­dus­trie ein­ge­setzt wer­den kann. Am Pro­jekt betei­ligt ist auch die Clime­works Deutsch­land GmbH, die inner­halb die­ses Pro­jekts für das soge­nann­te Direct-Air-Cap­tu­re-Ver­fah­ren ver­ant­wort­lich ist. Mit die­sem wird mit­hil­fe eines Adsor­bers CO2 aus der Umge­bungs­luft gefil­tert. Das Ver­fah­ren kom­bi­niert laut KIT also den direk­ten Bei­trag zur Lösung des Kli­ma­pro­blems mit einem Bau­stein einer post­fos­si­len Roh­stoff­ver­sor­gung.

 

Swiss­grid lehnt Pha­sen­schie­ber an den Gren­zen ab

Die Über­tra­gungs­netz­be­trei­be­rin Swiss­grid will kei­ne Pha­sen­schie­ber an den Lan­des­gren­zen ein­zu­set­zen, um den Strom­fluss aus dem Aus­land zu steu­ern. Eine Instal­la­ti­on von Pha­sen­schie­ber­trans­for­ma­to­ren erge­be an den Grenz­lei­tun­gen tech­nisch kei­nen Sinn, sei zudem teu­er und mit einem gros­sen Auf­wand ver­bun­den. Da die benach­bar­ten Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber im Inland ähn­lich pla­nen und ver­fah­ren wür­den, kom­me es zu einer zuneh­men­den Beein­flus­sung der Pha­sen­schie­ber. “Hier­durch hebt sich ihre Wir­kung teil­wei­se auf oder zwingt die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber zu einer Reduk­ti­on der Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tä­ten an den Gren­zen”, so Swiss­grid. /sb/kb/ad

 

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