# Revue KW 15

Olten (ener­ga­te) — Das Pro-Komi­tee lan­cier­te sei­ne Abstim­mungs­kam­pa­gne zum revi­dier­ten CO2-Gesetz, die ins­ge­samt posi­tiv aus­fiel. Der­weil besteht bei Schwei­zer Rechen­zen­tren ein gros­ses Poten­zi­al bei der Energieeffizienz.

 

Im Por­trät: Insolight

Die Pho­to­vol­ta­ik-Modu­le von Inso­light pas­sen ihre Licht­durch­läs­sig­keit den Bedin­gun­gen an. Damit erzeu­gen sie Ener­gie und ver­sor­gen gleich­zei­tig Räu­me mit Son­nen­licht. Der Auf­bau der PV-Modu­le besteht unter ande­rem aus oktago­na­len Lin­sen, die Licht­strah­len in 200-facher Stär­ke bün­deln und auf die Solar­zel­len wer­fen. Die Rück­wand­pla­ti­ne ist beweg­lich, womit sich die Zel­len um eini­ge Mil­li­me­ter ver­rü­cken las­sen. Damit fol­gen sie dem Son­nen­stand und sind Schat­tie­run­gen weni­ger stark aus­ge­setzt als her­kömm­li­che Modu­le. Der Wir­kungs­grad für die Umwand­lung von Son­ne in Strom beträgt bei einer fla­chen Anord­nung 30 Pro­zent. Das liegt deut­lich über dem Wert mono­kris­tal­li­ner Anla­gen, der höchs­tens 20 Pro­zent beträgt. 

 

CO2-Gesetz: Pro-Komi­tee legt Argu­men­te dar

Das Komi­tee “Schwei­zer Wirt­schaft für das CO2-Gesetz” lan­cier­te in Bern sei­ne Abstim­mungs­kam­pa­gne zum revi­dier­ten CO2-Gesetz. Zu den Ver­tre­tern gehö­ren Swiss Re, BASF Schweiz AG, AEE Suis­se, der Schwei­ze­risch-Liech­ten­stei­ni­sche Gebäu­de­tech­nik­ver­band, die Schwei­ze­ri­sche Ban­kier­ver­ei­ni­gung und Eco­no­mie­su­is­se. Gene­rell äus­sert sich das Komi­tee posi­tiv. So etwa Eco­no­mie­su­is­se, auch wenn Vor­sit­zen­de der Geschäfts­lei­tung Moni­ka Rühl ein­ge­stand, dass der Ver­band nicht mit allen Aspek­ten des Geset­zes glück­lich ist; dazu gehö­re etwa der Kli­ma­fonds. Gui­do Fürer, Prä­si­dent von Swiss Re, und Mat­thi­as Halu­sa, CEO der BASF, for­dern wie­der­um regu­la­to­ri­sche Rahmenbedingungen. 

 

Rechen­zen­tren: Strom­ver­brauch steigt wei­ter an

Die Rechen­zen­tren und Ser­ver­räu­me in der Schweiz haben im Jahr 2019 rund 2,1 Mrd. kWh Strom ver­braucht, teil­te das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) mit. Das zeigt die Stu­die “Rechen­zen­tren in der Schweiz — Strom­ver­brauch und Effi­zi­enz­po­ten­zi­al”, die von der TEP Ener­gy GmbH und der Hoch­schu­le Luzern im Auf­trag des BFE/Energie Schweiz durch­ge­führt wur­de. Bei der vor­he­ri­gen Erhe­bung 2013 lag der Strom­ver­brauch bei rund 1,7 Mrd. kWh, was 2,8 Pro­zent des Gesamt­strom­ver­brauchs der Schweiz ent­sprach. Die Daten sei­en auf­grund einer neu­en Erhe­bungs­me­tho­de jedoch nicht ver­gleich­bar. Laut der Stu­die besteht noch immer ein “sub­stan­zi­el­les Ener­gie­ef­fi­zi­enz­po­ten­zi­al” von 0,96 Mrd. kWh.

 

Bun­des­rat schickt CO2-Ver­ord­nung in Vernehmlassung

Der Bun­des­rat eröff­ne­te die Ver­nehm­las­sung zur CO2-Ver­ord­nung. Die­se kon­kre­ti­siert die gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, die das Par­la­ment mit der Revi­si­on des CO2-Geset­zes beschloss. Unter ande­rem legt sie kon­kre­te Reduk­ti­ons­zie­le für die ver­schie­de­nen Sek­to­ren fest. Für das Jahr 2030 sieht die Ver­ord­nung nun Ver­min­de­rungs­zie­le gegen­über 1990 in Höhe von ‑65% (Gebäu­de), ‑25% (Ver­kehr), ‑35% (Indus­trie) und ‑20% (Land­wirt­schaft) vor. Soll­te sich anhand des jähr­lich vom Bun­des­amt für Umwelt (Bafu) ver­öf­fent­lich­ten Treib­haus­gas­in­ven­tars abzeich­nen, dass ein Sek­tor nicht auf Ziel­kurs sei, will er wie bis­her wei­te­re Mass­nah­men prü­fen, beton­te der Bundesrat. 

 

Axpo star­tet Was­ser­stoff-Aus­bau in der Schweiz

Die Axpo plant beim Was­ser­kraft­werk Egli­s­au-Glatt­fel­den am Rhein künf­tig grü­nen Was­ser­stoff her­zu­stel­len. Die 2,5‑Megawatt-Anlage soll ihren Betrieb im Herbst 2022 auf­neh­men und jähr­lich rund 350 Ton­nen pro­du­zie­ren. Man rech­ne mit einer stei­gen­den Nach­fra­ge nach grü­nem Was­ser­stoff. Bestä­ti­ge sich dies, kön­ne die Anla­ge auf 5 Mega­watt erwei­tert wer­den, so die Pro­du­zen­tin. Der erzeug­te Was­ser­stoff wird im Rah­men eines Abnah­me­ver­trags an Hydro­spi­der ver­kauft, ein Joint Ven­ture von Alpiq, H2 Ener­gy und Lin­de, das ihn direkt an Tank­stel­len lie­fern will. Die Axpo betont wei­ter, dass dies nur die ers­te von meh­re­ren Anla­gen sein, die in den kom­men­den Jah­ren schweiz­weit in Betrieb genom­men wür­den. /sb/jg/jr

ener|gate gmbh

ener|gate gmbh

Inhalte aus dem energate messenger
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.de
Kontakt: info@energate.de

Bei­trag Teilen:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook