# Revue KW 16

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Olten (ener­ga­te) — Das Foto­vol­ta­ik-Poten­zi­al Schwei­zer Immo­bi­li­en wur­de nach oben kor­ri­giert, da gemäss Sonnenfassade.ch mehr Fas­sa­den für die Nut­zung von Solar­strom geeig­net sind als zuvor ange­nom­men. Gros­ses Poten­zi­al für den Kli­ma­schutz sieht der Indus­trie­ga­se­spe­zia­list Mes­ser Schweiz AG zudem im CO2-Recy­cling.

 

EVU ohne Lust auf Solar-Cloud-Test

Öko­lo­gi­sche und öko­no­mi­sche Argu­men­te spre­chen dafür, Solar­ener­gie in Spei­cher­se­en zu lagern” — das ist das Ergeb­nis einer Stu­die, die ein Kon­sor­ti­um aus Bopp Con­sul­ting, Swis­so­lar und Ener­gie-Pool Schweiz erstellt hat und über die der Wirt­schafts­ver­band Swiss­clean­tech berich­tet. Die Unter­neh­men unter­such­ten die Spei­cher­po­ten­zia­le von Solar­strom in Spei­cher­se­en. Ein “sau­be­res Ange­bot” hät­te gemäss Mit­au­tor Cars­ten Bopp “einen posi­ti­ven Effekt auf die durch­schnitt­li­che Anla­gen­grös­se”. Heu­te ten­dier­ten Gebäu­de­be­sit­zer dazu, die Solar­an­la­ge eher zu klein zu dimen­sio­nie­ren, um den Eigen­ver­brauch zu opti­mie­ren. Dabei wür­den bei klei­nen Anla­gen die Kos­ten pro instal­lier­ter Kilo­watt Peak­leis­tung sehr viel schlech­ter aus­fal­len als bei gros­sen Anla­gen, so Bopp.

 

Mehr als 67 Mrd. kWh Solar­strom mög­lich

Gemäss einer neu­en Erhe­bung des Bun­des­amts für Ener­gie (BFE) lässt sich an Schwei­zer Fas­sa­den jähr­lich 17 Mrd. kWh Solar­strom pro­du­zie­ren. Somit liegt das gesam­te Solar­strom­po­ten­zi­al Schwei­zer Gebäu­de bei 67 Mrd. kWh pro Jahr. Bereits im Sep­tem­ber 2018 hat­te das BFE das Poten­zi­al für die sola­re Strom­erzeu­gung auf Dächern errech­net und war dabei auf einen Wert von 50 Mrd. kWh im Jahr gekom­men. Anlass zur Publi­ka­ti­on der neu­en Zah­len ist die Lan­cie­rung von sonnenfassade.ch. Die inter­ak­ti­ve Anwen­dung zeigt für jede Immo­bi­lie der Schweiz, wie gut deren Fas­sa­de für die Nut­zung der Solar­ener­gie geeig­net ist.

 

H2 Ener­gy und Hyun­dai grün­den Joint Ven­ture

H2 Ener­gy und die Hyun­dai Motor Com­pa­ny haben die Grün­dung eines Joint Ven­tures bekannt gege­ben. Mit “Hyun­dai Hydro­gen Mobi­li­ty” wol­len die bei­den Unter­neh­men im “wach­sen­den euro­päi­schen Markt der Was­ser­stoff­mo­bi­li­tät eine füh­ren­de Rol­le” über­neh­men. Bis 2025 wer­de Hyun­dai Motor dem neu­en Joint Ven­ture ins­ge­samt 1.600 mit Was­ser­stoff betrie­be­ne, schwe­re Brenn­stoff­zel­len-Elek­tro-Nutz­fahr­zeu­ge lie­fern, teil­ten die Unter­neh­men mit. Über Lea­sing wür­den die Fahr­zeu­ge dann von den Mit­glie­dern des För­der­ver­eins H2 Mobi­li­tät Schweiz und wei­te­ren Unter­neh­men ein­ge­setzt, wobei ein Gross­teil auf den För­der­ver­ein ent­fal­le.

 

Kell­ner: “2018 war ein eigent­li­ches CO2-Kri­sen­jahr”

Die Mes­ser Schweiz AG betreibt in Sul­gen eine Anla­ge zum Recy­cling von CO2. Eine zwei­te und leis­tungs­fä­hi­ge­re Anla­ge steht vor dem Bau. Gegen­über ener­ga­te erklärt Geschäfts­füh­rer Hans Micha­el Kell­ner, wie die Tücken des euro­päi­schen Han­dels die Ver­brei­tung der Tech­no­lo­gie stär­ken. Der CO2-Aus­stoss in der Indus­trie sei an vie­len Stel­len unver­meid­bar — aber CO2 wer­de zugleich für vie­le indus­tri­el­le Pro­zes­se als Res­sour­ce benö­tigt. Wür­de das emit­tier­te CO2 recy­celt, kön­ne man es wie­der­ver­wer­ten. So schaf­fe man Kreis­läu­fe, “um die Ver­bren­nung als haupt­ver­ant­wort­li­chen Pro­zess für die Ent­ste­hung von CO2 mög­lichst zu ver­hin­dern oder im bes­ten Fall Alter­na­ti­ven zu schaf­fen”, so Kell­ner.

 

5G und die Ener­gie­wirt­schaft

Der Mobil­funk­stan­dard 5G kann der Schweiz einen “mas­si­ven Pro­duk­ti­ons­zu­wachs” brin­gen, von dem auch die Ener­gie­wirt­schaft pro­fi­tie­ren wür­de. Das besagt eine Stu­die des Schwei­ze­ri­schen Ver­ban­des der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on (Asut). Im Jahr 2030 wer­de die­ser Zuwachs vor­aus­sicht­lich 42,4 Mrd. Fran­ken betra­gen, von denen 1,55 Mrd. Fran­ken auf die Ver­sor­gungs­wirt­schaft ent­fie­len. “Intel­li­gen­te Net­ze mit 5G ermög­li­chen eine genaue­re Über­wa­chung nicht ange­schlos­se­ner ener­gie­ver­brau­chen­der Gerä­te, was die Pro­gno­se des Ener­gie­be­darfs ver­bes­sert”, heisst es in der Stu­die. Das wer­de hel­fen, den Last­aus­gleich bei der Ener­gie­be­reit­stel­lung zu ver­bes­sern, Strom­spit­zen abzu­bau­en und die Ener­gie­prei­se zu sen­ken.

 

/kb/mf/vr

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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