# Revue KW 16

Olten (ener­ga­te) — Unter ande­rem wegen Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen sank der Strom­ver­brauch der Schweiz 2020 im Ver­gleich zu 2019 um 2,6 Pro­zent. Der­weil for­dert Swiss­grid ein Strom­ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und dem euro­päi­schen Strommarkt.

 

Strom­ver­brauch 2020 um 2,6 Pro­zent gesunken

Im Jahr 2020 lag der Strom­ver­brauch in der Schweiz bei 59,9 Mrd. kWh. Nach Abzug der Über­tra­gungs- und Ver­teil­ver­lus­te ergab sich ein Strom­ver­brauch von 55,7 Mrd. kWh. Das sind 2,6 Pro­zent oder 1,5 Mrd. kWh weni­ger als 2019, teil­te das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) mit. Neben den Aus­wir­kun­gen der Lock­downs wirk­ten 2020 auch die Wirt­schafts­ent­wick­lung, die Wit­te­rung sowie Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen ver­brauchs­sen­kend. Leicht ver­brauchs­stei­gernd wirk­te hin­ge­gen die Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung. Auch die Elek­tri­zi­täts­pro­duk­ti­on (Lan­des­er­zeu­gung) sank 2020 um m2,7 Pro­zent auf 69,9 Mrd. kWh. Nach Abzug des Ver­brauchs der Spei­cher­pum­pen ergibt sich eine Net­to­er­zeu­gung von 65,5 Mrd. kWh.

 

ZH: Kan­tons­rat stimmt Ener­gie­ge­setz zu

Der Zür­cher Kan­tons­rat hat das revi­dier­te Ener­gie­ge­setz ange­nom­men. Damit tritt es aber noch nicht defi­ni­tiv in Kraft. Der Haus­ei­gen­tü­mer­ver­band Zürich über­legt ein Refe­ren­dum zu ergrei­fen, womit die Stimm­be­völ­ke­rung über die Vor­la­ge ent­schei­den wür­de. Ein sol­ches Refe­ren­dum hat­ten Par­tei­en, die nicht der soge­nann­ten Kli­ma-Alli­anz aus AL, EVP, Grü­nen, Grün­li­be­ra­len und SP ange­hö­ren, ver­hin­dern wol­len, indem sie ver­schie­de­ne Kom­pro­mis­se ein­brach­ten: Einer bestand in der Prä­zi­sie­rung der Fünf-Pro­zent-Rege­lung, wonach Haus­ei­gen­tü­mer fos­sil betrie­be­ne Hei­zun­gen nur noch instal­lie­ren dür­fen, wenn das erneu­er­ba­re Heiz­sys­tem über die Lebens­dau­er gese­hen fünf Pro­zent teu­rer zu ste­hen käme.

 

Urek‑N will Mit­tel für Gross­was­ser­kraft verdoppeln

Die Ener­gie­kom­mis­si­on des Natio­nal­ra­tes (Urek‑N) hat die par­la­men­ta­ri­sche Initia­ti­ve “Erneu­er­ba­re Ener­gien ein­heit­lich för­dern. Ein­mal­ver­gü­tung auch für Bio­gas, Klein­was­ser­kraft, Wind und Geo­ther­mie” ein­stim­mig ver­ab­schie­det. Künf­tig soll dop­pelt so viel Geld wie bis­her für den Aus­bau der Gross­was­ser­kraft zur Ver­fü­gung ste­hen. Kon­kret soll der für die Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge für gros­se Was­ser­kraft­an­la­gen vor­ge­se­he­ne Höch­st­an­teil von 0,1 Rp./kWh aus dem Netz­zu­schlag auf 0,2 Rp./kWh erhöht wer­den. Nicht bean­spruch­te Mit­tel flies­sen im Fol­ge­jahr bestehen­den Was­ser­kraft­an­la­gen zu, etwa für Erwei­te­run­gen, Erneue­run­gen oder für öko­lo­gi­sche Sanie­run­gen sol­cher Anlagen.

 

Zum­wald: “Ent­we­der haben wir ein Strom­ab­kom­men oder einen Plan B”

Die “gröss­te Bau­stel­le” für die Swiss­grid ist das feh­len­de Strom­ab­kom­men respek­ti­ve der zuneh­men­de Aus­schluss der Schweiz aus dem euro­päi­schen Strom­markt. Dies stell­te Swiss­grid-CEO Yves Zum­wald an der Bilanz­me­di­en­kon­fe­renz der Über­tra­gungs­netz­be­trei­be­rin klar: “Ent­we­der haben wir ein Strom­ab­kom­men oder wir haben einen Plan B.” Ein Plan B könn­te jedoch teu­rer wer­den: Das Unter­neh­men ver­wies auf eine Simu­la­ti­on von For­schen­den der Eco­le poly­tech­ni­que fédé­ra­le de Lau­sanne (EPFL) und der Uni­ver­si­tät St. Gal­len. Dar­in ist unter ande­rem von 15 bis 20 Fran­ken pro MWh höhe­ren Strom­prei­sen für die Kon­su­men­ten und einem viel höhe­ren Han­dels­de­fi­zit des Schwei­ze­ri­schen Ener­gie­sek­tors die Rede.

 

Roman­de Ener­gie kann Gewinn mehr als verdoppeln

Die Roman­de-Ener­gie-Grup­pe hat 2020 ihren Rein­ge­winn deut­lich erhöht. Die­ser belief sich auf 86,7 Mio. Fran­ken, einem Plus von 138 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr. Die Stei­ge­rung sei vor allem auf die Net­to­er­geb­nis­se der asso­zi­ier­ten Gesell­schaf­ten zurück­zu­füh­ren, die einen Zuwachs von 23,18 Mio. Fran­ken erzielt hät­ten, heisst es. Die Ergeb­nis­se der EOS Hol­ding und Alpiq hät­ten sich mit ins­ge­samt 20 Mio. Fran­ken auf das Jah­res­er­geb­nis von Roman­de Ener­gie aus­ge­wirkt. Die Ener­gie­ver­sor­ge­rin gab zudem bekannt, dass die Divi­den­de, die den Aktio­nä­ren aus­be­zahlt wird, bei 36 Fran­ken pro Aktie blei­ben soll, also so hoch wie im Vor­jahr. /sb/jg/jr

Inhalte aus dem energate messenger
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.de
Kontakt: info@energate.de

Bei­trag Teilen:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook