# Revue KW 2

Olten (ener­ga­te) — Der neue Kli­ma­plan der Grü­nen Par­tei der Schweiz sieht eine Abkehr von Erd­öl­hei­zun­gen und Ver­bren­nungs­mo­to­ren bis 2025 vor. Auch im Auto­markt setzt sich der Trend zur fos­silfrei­en Mobi­li­tät fort. Im Jahr 2020 erhöh­ten Ste­cker­fahr­zeu­ge ihren Markt­an­teil deutlich.

 

Covid-19 prägt Strom­ge­schäft in Skigebieten

Die Pan­de­mie-Mass­nah­men füh­ren zu nied­ri­ge­rem Strom­ver­brauch in den Ber­gen und tref­fen vor allem loka­le Ener­gie­ver­sor­ger in den Tou­ris­mus­re­gio­nen. Eine gros­se Bedeu­tung kommt den Berg­bah­nen zu. “Die Berg­bah­nen sind in der Win­ter­sai­son der Motor für den Tou­ris­mus”, sagt Pas­cal von All­men, Geschäfts­füh­rer der Licht- und Was­ser­werk Adel­bo­den AG. Der Strom­ver­brauch im Win­ter sei stark abhän­gig von etwaig ver­ord­ne­ten Schlies­sun­gen der Ski­ge­bie­te und weni­ger von gerin­ge­ren Über­nach­tungs­zah­len. Auch die Strom­be­schaf­fung wird kom­ple­xer. “Käme es nun auf­grund von Schlies­sun­gen zu einem Min­der­ab­satz, ent­stün­de für uns ein finan­zi­el­ler Scha­den für den zu viel beschaff­ten Strom”, so von Allmen.

 

Romang: “Elek­tro­mo­bi­li­tät wird vor 2035 zur Leittechnologie”

Im Inter­view mit ener­ga­te erklärt Swiss eMo­bi­li­ty-Geschäfts­füh­rer Kris­pin Romang die Grün­de, war­um Elek­tro­fahr­zeu­ge ihren Markt­an­teil auf 14,3 Pro­zent und damit deut­lich erhöht haben: Die Kauf­be­reit­schaft sei da. Der Ver­band for­dert zudem, dass ab 2035 nur noch im Betrieb CO2-freie Fahr­zeu­ge imma­tri­ku­liert wer­den dür­fen, was Hybrid­au­tos aus­schlies­sen wür­de. “Ande­re euro­päi­sche Län­der haben die fos­silfreie Mobi­li­tät bereits beschlos­sen. Eini­ge davon vor 2035. Das Ver­bot für fos­si­le Mobi­li­tät ist nichts ande­res als eine Voll­zugs­mel­dung”, so Romang. Hybrid­au­tos sei­en ledig­lich eine Über­gangs­tech­no­lo­gie und aus sei­ner Sicht weder öko­no­misch noch öko­lo­gisch sinnvoll.

 

Grü­ne stre­ben noch schnel­le­re Abkehr von Öl und Ben­zin an

Die Grü­ne Par­tei der Schweiz hat am 12. Janu­ar an einer Online-Medi­en­kon­fe­renz ihren wei­ter­ent­wi­ckel­ten Kli­ma­plan vor­ge­stellt. Im Ver­gleich zur ers­ten Ver­si­on kor­ri­gier­ten sie das Ziel auf Erd­öl­hei­zun­gen und fos­sil­be­trie­be­ne Per­so­nen­wa­gen ver­zich­ten zu wol­len von 2030 auf 2025. Mit die­sen Anpas­sun­gen kom­men die Grü­nen ihrer Jung­par­tei ent­ge­gen. Die­se hat­te sich im Pro­zess der Ent­wick­lung des Kli­ma­plans für ein sofor­ti­ges Ölhei­zungs­ver­bot und ein Zulas­sungs­ver­bot für Ver­bren­nungs­mo­to­ren bis spä­tes­tens 2025 aus­ge­spro­chen. Aus­ser­dem neu im Kli­ma­plan ist eine Solar­pflicht für Neu­bau­ten und bestehen­de bau­ten. Ziel ist es, dass die Schweiz kli­ma­po­si­tiv wird.

 

Stu­die: CCS am bes­ten für kli­ma­neu­tra­le Luft­fahrt geeignet

Um die Luft­fahrt kli­ma­neu­tral zu machen, ist es am güns­tigs­ten, im soge­nann­ten Car­bon Cap­tu­re and Sto­rage (CSS) Ver­fah­ren das von Flug­zeu­gen aus­ge­stos­se­ne CO2 aus der Atmo­sphä­re zu ent­fer­nen und im Unter­grund zu spei­chern. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die der ETH Zürich. Für den Anteil des Koh­len­stoffs aus fos­si­lem Ursprung sei die Abschei­dung und Lage­rung aus Kli­ma­schutz­per­spek­ti­ve ein Null­sum­men­spiel, so die For­schen­den. Koh­len­stoff aus dem Unter­grund wer­de dort­hin zurück­trans­por­tiert, wo er her­kom­me. CCS eig­ne sich daher, um Koh­len­stoff aus fos­si­len Flug­treib­stof­fen wie­der in den Unter­grund zu ver­frach­ten. Der Flug­ver­kehr kön­ne damit effek­tiv kli­ma­neu­tral werden.

 

Frus­trie­rend”, wenn Pro­jekt nach lan­ger Pla­nung ver­hin­dert wird

Anläss­lich des Schwei­ze­ri­schen Strom­kon­gres­ses vom 14. Janu­ar hat Bun­des­rä­tin Simo­net­ta Som­ma­ru­ga dafür gewor­ben, all­fäl­li­ge Kon­flik­te zwi­schen dem Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien und Anlie­gen von Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen früh­zei­tig anzu­spre­chen. Hier­für nann­te sie die Was­ser­kraft und Wind­kraft als Bei­spie­le. Durch die früh­zei­ti­ge Abstim­mung sol­le ver­mie­den wer­den, dass Unter­neh­men jah­re­lang ein Pro­jekt pla­nen, das am Schluss doch gestoppt wer­den müs­se. Vor allem bei der Wind­kraft sei es frus­trie­rend, so Som­ma­ru­ga, da im Ener­gie­ge­setz Pla­nungs­bei­trä­ge für die­se vor­ge­se­hen sei­en. /sb/jr

Inhalte aus dem energate messenger
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.de
Kontakt: info@energate.de

Bei­trag Teilen:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook