# Revue KW 2

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Der Kli­ma­wan­del wird in Zukunft stär­ke­re Aus­wir­kun­gen auf die Wirt­schaft haben, da Finanz­markt­ak­teu­re, durch den Kli­ma­wan­del ent­ste­hen­de Schä­den oder Risi­ken künf­tig mit­ein­be­zie­hen müs­sen. Ein Aus­blei­ben des Ein­be­zie­hens finan­zi­el­ler Risi­ken auf­grund der Kli­ma­kri­se wird somit geset­zes­wid­rig. Das besagt ein Gut­ach­ten der Kli­ma-Alli­anz Schweiz.

Zwei alpi­ne Solar­pro­jek­te gehen in Betrieb

In den Wal­li­ser Alpen haben jüngst zwei Solar­pro­jek­te mit Vor­zei­ge­cha­rak­ter den Betrieb auf­ge­nom­men. Dabei han­delt es sich zum einen um den ers­ten schwim­men­den Solar­park in den Alpen, den Roman­de Ener­gie auf dem Lac des Toules in Bourg-St-Pierre errich­tet hat. Die 36 Inseln mit ins­ge­samt 1.400 Pho­to­vol­ta­ik-Modu­len schau­keln nun seit Anfang Dezem­ber auf dem Wal­li­ser Stau­see. Im zwei­ten Fall hat die BKW ober­halb von Zer­matt auf dem Klei­nen Mat­ter­horn die Solar­strom­ein­rich­tung an der Fas­sa­de des Berg­re­stau­rants wie­der in Betrieb genom­men. Mit der Jah­res­pro­duk­ti­on die­ser Ein­rich­tung wird der gesam­te Ener­gie­be­darf der Berg­sta­ti­on für Hei­zung, Lüf­tung und Haus­tech­nik gedeckt.

Die ETH deckt den Kli­ma­wan­del im Wet­ter auf

For­schern der ETH Zürich ist es gelun­gen, den Kli­ma­wan­del im Wet­ter­ver­lauf nach­zu­zeich­nen. “Kli­ma­si­gnal im Wet­ter erkenn­bar” ist der Titel der Mit­tei­lung, in der die Eid­ge­nös­si­sche Tech­ni­sche Hoch­schu­le (ETH) Zürich ver­kün­det, dass ETH-Kli­ma­for­schen­de den Fin­ger­ab­druck der Kli­ma­er­wär­mung mitt­ler­wei­le in den täg­li­chen Wet­ter­be­ob­ach­tun­gen auf glo­ba­ler Ebe­ne erken­nen. Dazu ver­wen­de­ten die For­scher sta­tis­ti­sche Lern­ver­fah­ren und kom­bi­nier­ten auf die­se Wei­se Simu­la­tio­nen mit Kli­ma­mo­del­len und Daten von Mess­sta­tio­nen. Durch die neu­en Erkennt­nis­se ent­ste­hen neue Mög­lich­kei­ten für die Kom­mu­ni­ka­ti­on von regio­na­len Wet­ter­ereig­nis­sen vor dem Hin­ter­grund der Kli­ma­er­wär­mung.

Die Axpo ist für die voll­stän­di­ge Markt­öff­nung

In ihrer Stel­lung­nah­me zum Gas­ver­sor­gungs­ge­setz (GasVG) spricht sich die Axpo für eine voll­stän­di­ge Markt­öff­nung und das Zwei­ver­trags­mo­dell aus. Die bis­her gül­ti­ge Ver­bän­de­ver­ein­ba­rung habe in die­sem Markt “nicht zu einem funk­tio­nie­ren­den Wett­be­werb geführt”, meint die Axpo. “Wir begrüs­sen des­halb die Absicht, den Gas­markt end­lich auch in der Schweiz zu libe­ra­li­sie­ren, aus­drück­lich.” Zudem spricht sich die Axpo dafür aus, kli­ma- und ener­gie­po­li­ti­sche Zie­le im CO2- bzw. im Ener­gie-Gesetz zu ver­an­kern. Das GasVG sol­le nur die Markt­ord­nun­gen und den Zugang zu den natür­li­chen Mono­po­len his­to­risch gewach­se­ner Infra­struk­tu­ren regeln.

Kli­ma-Alli­anz will kei­ne Inves­ti­tio­nen in fos­si­le Wirt­schaft

Die Kli­ma-Alli­anz Schweiz kri­ti­siert Inves­ti­tio­nen in die fos­si­le Wirt­schaft als nicht-geset­zes­kon­form. Sie stützt sich dabei auf ein Rechts­gut­ach­ten, das im Auf­trag des Bun­des erstellt wur­de. Gemäss die­sem müs­sen Schwei­zer Finanz­markt­ak­teu­re Risi­ken auf­grund des Kli­ma­wan­dels oder des­sen Ein­däm­mung berück­sich­ti­gen. “Ein aus­blei­ben­der Ein­be­zug der finan­zi­el­len Kli­ma­ri­si­ken sowie der Ertrags­chan­cen, die sich durch den Über­gang zur grü­nen und erneu­er­ba­ren Wirt­schaft ein­stel­len, wird damit geset­zes­wid­rig”, teil­te die Alli­anz mit. Auf Basis die­ses Gut­ach­tens ist es mög­lich, juris­tisch vor­zu­ge­hen, sofern der Klä­ger die Mate­ria­li­tät der finan­zi­el­len Kli­ma­ri­si­ken nach­wei­sen kön­ne.

BFE ver­gibt Watt d’Or 2020

Am Abend des 9. Janu­ar hat das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) zum drei­zehn­ten Mal den renom­mier­ten Ener­gie­preis Watt d’Or für “Best­leis­tun­gen im Ener­gie­be­reich” ver­lie­hen. Die Gewin­ner sind die ZHAW, die Schmid Hut­ter AG Win­ter­thur und die Mey­er Orchi­deen AG (Kate­go­rie Ener­gie­tech­no­lo­gien), die Regio Ener­gie Solo­thurn (Kate­go­rie Erneu­er­ba­re Ener­gien), die Vik­tor Mei­li AG und die Design­werk Pro­ducts AG (Kate­go­rie Ener­gie­ef­fi­zi­en­te Mobi­li­tät) sowie die ETH Zürich (Kate­go­rie Gebäu­de und Raum). Auf der Web­site des BFE fin­den Sie detail­lier­te­re Por­traits der Gewin­ner des Watt d’Or. /kb/la/vr

ener|gate gmbh

ener|gate gmbh

Inhalte aus dem energate messenger Schweiz
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.ch
Kontakt: info@energate.ch

Bei­trag Tei­len:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook