# Revue KW 21

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Olten (ener­ga­te) — For­scher und Inge­nieu­re der ETH Zürich haben ein Ver­fah­ren ent­wi­ckelt, mit dem sie CO2 der Atmo­sphä­re ent­zie­hen und es mit Was­ser unter fokus­sier­tem Son­nen­licht in ein Syn­the­se­gas über­füh­ren, das zur nach­hal­ti­gen Kraft­stoff­er­zeu­gung genutzt wer­den kann. Die Luft­han­sa Group will sich über eine Koope­ra­ti­on an der Ent­wick­lung der Tech­no­lo­gie betei­li­gen.

 

Ver­sor­ger wol­len 160 Mio. kWh syn­the­ti­sches Gas impor­tie­ren

Eini­ge Schwei­zer Ener­gie­ver­sor­ger wol­len in Island und Nor­we­gen erneu­er­ba­res, syn­the­ti­sches Gas pro­du­zie­ren, um die­ses in ver­flüs­sig­ter Form in die Schweiz zu trans­por­tie­ren. Wie einem Pro­to­koll­aus­zug des Schlie­re­mer Stadt­rats zu ent­neh­men ist, hat die geplan­te Erzeu­gungs­an­la­ge eine Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät von 160 Mio. kWh pro Jahr. Die Gas­ver­sor­gung Schlie­ren hat sich über eine Rah­men­ver­ein­ba­rung mit der Pro­jekt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Nor­dur Power SNG AG bereits 2,5 Pro­zent der Pro­duk­ti­on oder 4 Mio. kWh erneu­er­ba­res Gas zu Geste­hungs­kos­ten gesi­chert und eine Anzah­lung für den Bau der Anla­ge geleis­tet.

 

Luft­han­sa will nach­hal­ti­gen Treib­stoff der ETH nut­zen

Ver­tre­ter der ETH Zürich mit ihren Spin­offs Clime­works und Syn­he­li­on haben mit der Luft­han­sa Group eine gemein­sa­me Absichts­er­klä­rung für eine mög­li­che Koope­ra­ti­on unter­zeich­net. Die­se soll zur Beschleu­ni­gung der Markt­ein­füh­rung nach­hal­ti­ger Flug­kraft­stof­fe bei­tra­gen. Die von den Luft­han­sa-Group-Toch­ter­ge­sell­schaf­ten Swiss und Edel­weiss initi­ier­te Part­ner­schaft soll unter ande­rem die Zusam­men­ar­beit in den Berei­chen Tech­no­lo­gie und Wirt­schaft­lich­keit umfas­sen. Zudem wol­le man spä­ter Abnah­me­kon­tin­gen­te von nach­hal­ti­gen Treib­stof­fen ver­ein­ba­ren, um künf­ti­ge Demons­tra­ti­ons­pro­jek­te der Part­ner zu unter­stüt­zen.

 

Kli­ma­po­li­tik: Städ­te und Gemein­den gehen in die Offen­si­ve

13 Schwei­zer Städ­te und Gemein­den haben jüngst eine “Kli­ma- und Ener­gie-Char­ta” unter­zeich­net, die kli­ma­po­li­ti­sche Zie­le defi­niert und Optio­nen für Mass­nah­men auf­zeigt. “Mit der Rati­fi­ka­ti­on erken­nen sie den Kli­ma­wan­del als eine der gröss­ten glo­ba­len Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit an”, teilt der Schwei­ze­ri­sche Städ­te­ver­band mit, der die Akti­on lan­ciert hat. Die Städ­te und Gemein­den “unter­stüt­zen den Bun­des­rat in sei­ner im August 2019 beschlos­se­nen Ziel­set­zung, die Treib­haus­gas­emis­sio­nen der Schweiz bis 2050 auf Net­to Null zu redu­zie­ren”. Wei­ter bekräf­ti­gen sie ihren Wil­len, “ihre Anstren­gun­gen im Rah­men der eige­nen Mög­lich­kei­ten ent­lang ambi­tio­nier­ter Hand­lungs­leit­sät­ze zu erhö­hen”.

 

Halb­lei­ter aus neu­en Mate­ria­li­en kön­nen Ener­gie­ver­brauch sen­ken

Halb­lei­ter mit brei­tem Band­ab­stand, dem so genann­ten Wide Band Gap (WBG), haben das Poten­zi­al, den Ener­gie­ver­brauch deut­lich zu redu­zie­ren. Das schreibt das Bun­des­amt für Ener­gie in sei­nem Blog “Ener­gei­a­p­lus”. Es stützt sich dabei auf einen Bericht, der aus dem PECTA (Power Elec­tro­nic Con­ver­si­on Tech­no­lo­gy Annex) her­vor­ge­gan­gen ist — einem Pro­jekt, das die Schweiz im Rah­men des IEA Tech­no­lo­gy Col­la­bo­ra­ti­on Pro­gram­mes 4E initi­iert hat. Die Autoren des Berichts haben unter­sucht, wie viel Ener­gie gespart wird, wenn Halb­lei­ter aus neu­en Mate­ria­li­en wie Gal­li­um­ni­trid oder Sili­zi­um­car­bid mit WBG ver­wen­det wer­den anstel­le der klas­si­schen Sili­zi­um-Halb­lei­ter.

 

Was­ser­kraft: Urek‑N will Umwelt­schutz stär­ken

Die Ener­gie­kom­mis­si­on des Natio­nal­rats (Urek‑N) möch­te sicher­stel­len, dass bei Kon­zes­si­ons­er­neue­run­gen von Was­ser­kraft­wer­ken Mass­nah­men für die öko­lo­gi­sche Auf­wer­tung der beein­fluss­ten Lebens­räu­me ver­fügt wer­den kön­nen. Eine ent­spre­chen­de Kom­mis­si­ons­in­itia­ti­ve hat das Gre­mi­um knapp mit 13 zu 12 Stim­men ein­ge­reicht. “Aus Sicht der Kom­mis­si­on ist es wich­tig, bei Erneue­run­gen von Kon­zes­sio­nen sowohl die Inter­es­sen der Was­ser­wirt­schaft als auch den Umwelt­schutz zu berück­sich­ti­gen”, so die Begrün­dung. Ent­spre­chend sol­len die Kan­to­ne die Mög­lich­keit erhal­ten, nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen der Was­ser­kraft­nut­zung auf die Umwelt mass­voll ent­ge­gen­zu­wir­ken. /sb/kb

 

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