# Revue KW 22

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Olten (ener­ga­te) — Die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung kri­ti­siert die Revi­si­ons­vor­la­ge des neu­en Ener­gie­ge­set­zes. Sie ver­misst unter ande­rem Effi­zi­enz- und Suf­fi­zi­enz­mass­nah­men sowie eine Anpas­sung der Ver­brauchs­richt­wer­te. Green­peace geht die Ban­ken Credit Suis­se und UBS an, die noch immer mas­siv in fos­si­le Brenn­stof­fe inves­tie­ren.

 

Kan­ton Thur­gau will Ener­gie­be­darf deut­lich sen­ken

Der Thur­gau­er Regie­rungs­rat will in den kom­men­den zehn Jah­ren mit einem Mass­nah­men­pa­ket rund 740 Mio. kWh Ener­gie und etwa 115.000 t CO2 ein­spa­ren. Das schreibt der Regie­rungs­rat in der Bot­schaft zum „Ener­gie­kon­zept Kan­ton Thur­gau für die Peri­ode 2020 bis 2030“ und zur Bilanz vom „Kon­zept zur ver­stärk­ten För­de­rung erneu­er­ba­ren Ener­gien und der Ener­gie­ef­fi­zi­enz“. Die meis­ten Ein­spa­run­gen sol­len im Gebäu­de­be­reich erfol­gen. Des­sen Ener­gie­be­darf soll um rund 400 Mio. kWh gesenkt wer­den — mit Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen und dem ver­mehr­ten Ein­satz erneu­er­ba­rer Ener­gie. Bei der Elek­tri­zi­tät soll der Ver­brauch um 12 Mio. kWh sin­ken.

 

Hau­te-Sor­ne: Geo-Ener­gie Suis­se will Pro­jekt fort­set­zen

Die Geo-Ener­gie Suis­se AG (GES) hält an ihrem Geo­ther­mie­pro­jekt im juras­si­schen Hau­te-Sor­ne fest, nach­dem die Regie­rung des Kan­tons Jura im April ange­kün­digt hat­te, die Auf­he­bung der Bewil­li­gun­gen zu prü­fen, die sie 2015 noch erteilt hat­te. Es gebe weder tech­nisch-wis­sen­schaft­li­che noch juris­ti­sche Grün­de, das Pro­jekt zu been­den, so die GES. Statt­des­sen sieht die GES den drin­gen­den Bedarf an einem Dia­log über die Chan­cen und Risi­ken des Pro­jekts, um sich mit den grund­sätz­li­chen Beden­ken gegen­über der Tie­fen­geo­ther­mie aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die GES erwar­tet, “dass ein sol­cher Risi­ko­dia­log mass­ge­bend zur Klä­rung der umstrit­te­nen Sach­fra­gen bei­tra­gen wird”.

 

SES ver­misst Effi­zi­enz und Suf­fi­zi­enz beim Ener­gie­ver­sor­gungs­ge­setz

Für die Schwei­ze­ri­sche Ener­gie-Stif­tung (SES) fehlt im neu­en Ener­gie­ge­setz (EnG) der Aspekt der Effi­zi­enz und Suf­fi­zi­enz. Die Stif­tung bemän­gelt, dass der Bun­des­rat sowohl die Ver­brauchs­richt­wer­te als auch die zuge­hö­ri­gen Instru­men­te in ihrer alten Fas­sung belas­se. Er über­se­he damit den gros­sen Hand­lungs­druck, den gegen­wär­ti­gen fos­sil-ato­mar gedeck­ten Ener­gie­be­darf nicht ein­fach durch erneu­er­ba­re Ener­gien zu erset­zen, son­dern zu sen­ken, so die SES. Die SES pro­pa­giert des­halb den Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien, wie schon vor einer Woche, als sie eine Stu­die zur Pho­to­vol­ta­ik- und Wind­pro­duk­ti­on in der Schweiz vor­stell­te.

 

Green­peace kri­ti­siert Ban­ken für Inves­ti­tio­nen in fos­si­le Ener­gien

Credit Suis­se und UBS inves­tie­ren nach wie vor Mil­li­ar­den­be­trä­ge ins Geschäft mit fos­si­len Ener­gien. In ihrem Bericht „Kli­ma­schäd­li­che Geschäf­te“ wirft die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Green­peace den bei­den Ban­ken vor, mit ihren Finan­zie­run­gen und Dienst­leis­tun­gen in der Höhe von knapp 70 Mrd. US-Dol­lar zwi­schen 2016 und 2019 ins­ge­samt 290,1 Mio. Ton­nen CO2-Emis­sio­nen ermög­licht zu haben. Das ent­spre­che dem 1,54-fachen aller Emis­sio­nen inner­halb der Schweiz von 2016 bis 2019. Im Spit­zen­jahr 2017 habe die Credit Suis­se allei­ne mehr als dop­pelt so vie­le Emis­sio­nen finan­ziert, wie inner­halb der Schwei­zer Gren­zen ver­ur­sacht wur­den.

 

Strom­last nur weni­ge Pro­zent­punk­te unter Vor­jahr

Die Coro­na-Kri­se hat sich auf die Schwei­ze­ri­sche Last ver­gleichs­wei­se gering aus­ge­wirkt. Das geht aus einer Stu­die der Eid­ge­nös­si­schen Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on (Elcom) her­vor, die die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie auf die Strom­last in meh­re­ren euro­päi­schen Län­dern ver­gleicht. Zwar ging in der Schweiz der Strom­ver­brauch zurück, doch längst nicht so stark wie in Län­dern mit här­te­ren Lock­down-Rege­lun­gen wie Ita­li­en oder die Spa­ni­en. Auch ist die Schweiz nur mil­de betrof­fen, weil vor allem ihr Dienst­leis­tungs­sek­tor stark ist und die Indus­trie nur eine sekun­dä­re Rol­le spielt. Ohne Pump­spei­cher­kraft­wer­ke aller­dings wäre die Last wahr­schein­lich deut­li­cher gefal­len, so die Elcom. /kb/ad

 

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