# Revue KW 24

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Olten (ener­ga­te) — Das Ensi hat sich über eine Stel­lung­nah­me des Öko-Insti­tuts zur Sicher­heit des Reak­tor­druck­be­häl­ters im KKW Bez­nau 1 empört. Die Kri­tik des Öko-Insti­tuts wei­se fach­li­che Feh­ler auf und las­se Begrün­dun­gen ver­mis­sen, so das Ensi. Der­weil beschloss der Natio­nal­rat am 9. Juni ein ver­schärf­tes CO2-Reduk­ti­ons­ziel im Inland.

 

Ensi reagiert scharf auf Bez­nau-Stu­die

Das Eid­ge­nös­si­sche Sicher­heits­in­spek­to­rat (Ensi) hat einer Stu­die des Öko-Insti­tuts wider­spro­chen, die die angeb­lich unge­nü­gen­de Sicher­heit des Reak­tor­druck­be­häl­ters im Kern­kraft­werk Bez­nau 1 bemän­gelt. Die Kri­tik­punk­te sei­tens des Öko-Insti­tuts sei­en nicht halt­bar, so das Ensi. Es bezieht sich damit etwa auf den Vor­wurf, dass das Prüf­ver­fah­ren nicht anhand von befund­be­haf­te­tem Ori­gi­nal­ma­te­ri­al vali­diert wur­de. Das wer­de “in kei­nem Regel­werk ver­langt”, so das Ensi. Für die Vali­die­rung müss­te das Ori­gi­nal­ma­te­ri­al zudem im Anschluss an die Ultra­schall­prü­fung zer­stö­rend geprüft wer­den und stün­de somit für die Ver­wen­dung nicht mehr zur Ver­fü­gung.

 

BKW will auch Gas ver­kau­fen

Die BKW hat ange­kün­digt, in den Gas­markt ein­zu­tre­ten. Mit der wei­te­ren Öff­nung des Strom- und des Gas­mark­tes wür­den gebün­del­te Ange­bo­te für Ener­gie an Bedeu­tung gewin­nen, so die Begrün­dung. Die BKW spielt damit auf die Geset­zes­än­de­run­gen an, die auf Bun­des­ebe­ne zur voll­stän­di­gen Öff­nung des Strom­mark­tes sowie zur zumin­dest teil­wei­sen Öff­nung des Gas­mark­tes zur Dis­kus­si­on ste­hen. Die BKW rich­tet ihre Ange­bo­te an Kun­den, die über 100.000 kWh Gas pro Jahr ver­brau­chen — pri­mär an Indus­trie­be­trie­be, KMU, Immo­bi­li­en­ver­wal­tun­gen und Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men. Das ist auch die Ver­brauchs­gren­ze, die der Bun­des­rat im neu­en Gas­ver­sor­gungs­ge­setz vor­schlägt.

 

Stu­die: Fos­silfreie Wär­me­ver­sor­gung bis 2050 ist rea­lis­tisch

Ein kom­plet­ter Aus­stieg aus der fos­si­len Wär­me­ver­sor­gung ist bis 2050 mög­lich und finan­zier­bar. Das ist das Fazit einer neu­en Stu­die, die TEP Ener­gy und Eco­plan im Auf­trag von AEE Suis­se und der Wirt­schafts­al­li­anz “Wär­me­initia­ti­ve Schweiz” durch­ge­führt haben. Gemäss der Stu­die hat die Schweiz ein Poten­zi­al von min­des­tens 100 Mrd. kWh ther­mi­scher erneu­er­ba­rer Ener­gie. So könn­ten in Haus­hal­ten vor allem effi­zi­en­te elek­tri­sche Wär­me­pum­pen zum Ein­satz kom­men, die Dienst­leis­tungs­ge­bäu­de wür­den in ers­ter Linie mit Nah‑, Umwelt- und Fern­wär­me geheizt und in der Indus­trie käme die Wär­me etwa aus Nah- und Fern­wär­me sowie aus dem Wech­sel auf Bio­gas und direk­te Strom­an­wen­dun­gen.

 

Natio­nal­rat will höhe­ren Inland­an­teil bei CO2-Reduk­ti­on

Der Inland­an­teil der CO2-Emis­sio­nen, die die Schweiz bis 2030 ver­min­dern möch­te, soll einem neu­en Natio­nal­rats­be­schluss vom 9. Juni zufol­ge 75 statt 60 Pro­zent betra­gen. In der Debat­te um die Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes folg­ten die Par­la­men­ta­ri­er damit einem Antrag von Alt-Natio­nal­rat Karl Vog­ler, den der Grün­li­be­ra­le Mar­tin Bäum­le ver­trat. “Wir wis­sen, dass wir spä­tes­tens 2050 net­to null CO2 emit­tie­ren soll­ten, und zwar nicht nur in der Schweiz, son­dern glo­bal”, so Bäum­le. Das sei nur mit ver­schärf­ten Zie­len mög­lich. Bei den übri­gen Ent­schei­den zu den all­ge­mei­nen Bestim­mun­gen im CO2-Gesetz wich der Natio­nal­rat kaum von Stän­de- und Bun­des­rat ab.

 

Natio­nal­rat lehnt Ver­schär­fun­gen bezüg­lich Treib­stof­fe ab

Der Natio­nal­rat hat am zwei­ten Tag der Debat­te um die Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes Anträ­ge abge­lehnt, die die vom Stän­de­rat ver­ab­schie­de­ten Mass­nah­men ver­schär­fen soll­ten. Dar­un­ter auch ein Min­der­heits­an­trag, der den Ziel­wert bezüg­lich des CO2-Aus­stos­ses bei Fahr­zeu­gen per 2030 auf 20 Gramm pro Kilo­me­ter beschrän­ken soll­te. Momen­tan liegt die­ser bei 95 Gramm CO2 pro Kilo­me­ter. Der Ziel­wert von 20 Gramm pro Kilo­me­ter sei mit einem star­ken Anstieg der Elek­tro­mo­bi­li­tät “ganz klar mög­lich”, argu­men­tier­te der Grün­li­be­ra­le Mar­tin Bäum­le, der den Antrag unter­stütz­te. Die Mehr­heit des Rates liess sich davon jedoch nicht über­zeu­gen. /kb

 

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