# Revue KW 26

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Olten (ener­ga­te) — Swis­so­lar hat eine Stel­lung­nah­me zum neu­en Ener­gie­ge­setz ver­öf­fent­licht und bewer­tet dar­in die Zie­le für den Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gie und ins­be­son­de­re der Pho­to­vol­ta­ik als “unge­nü­gend”. Eine par­la­men­ta­ri­sche Initia­ti­ve, die Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge für gros­se PV-Anla­gen erhö­hen woll­te, lehn­te die Urek‑S der­weil ab.

 

Mey­er Bur­ger will eige­ne Tech­no­lo­gie zu Geld machen

Die Mey­er Bur­ger Tech­no­lo­gy AG will im ers­ten Halb­jahr 2021 mit der Pro­duk­ti­on von Solar­mo­du­len begin­nen, die auf der Hete­ro­junc­tion­/S­mart­Wire-Tech­no­lo­gie basie­ren. Vor­erst strebt das Unter­neh­men eine jähr­li­che Pro­duk­ti­on von 400 MW an. Mit die­sem Volu­men kön­ne man bereits einen ope­ra­ti­ven Gewinn erzie­len, so Mey­er Bur­ger. Die Modu­le sol­len zunächst für das Seg­ment Dach­an­la­gen pro­du­ziert wer­den, das sehr attrak­tiv sei. Bis 2026 sei ein Aus­bau von min­des­tens 5 GW geplant. Der­zeit lägen Kauf­ab­sichts­er­klä­run­gen von Kun­den in der Höhe von 2 GW vor. Ent­spre­chen­de Kauf­ver­trä­ge sei­en aller­dings nicht unter­schrie­ben, wie CFO Man­fred Häner prä­zi­sier­te.

 

Swis­so­lar for­dert Anpas­sun­gen im Ener­gie­ge­setz

Als “unge­nü­gend” beur­teilt Swis­so­lar, der Schwei­ze­ri­sche Fach­ver­band für Son­nen­en­er­gie, die Ziel­wer­te und Mass­nah­men, die der Bund im Ener­gie­ge­setz (EnG) in Bezug auf den Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en vor­schlägt. Der zusätz­li­che Bedarf an Strom aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len lie­ge Exper­ten zufol­ge bei rund 45 Mrd. kWh, so Swis­so­lar. Die­ser Bedarf kön­ne noch stei­gen, wenn fos­si­le Ener­gi­en in den Berei­chen Land­wirt­schaft und Flug­ver­kehr durch Strom ersetzt wür­den oder die Effi­zi­enz­mass­nah­men im Gebäu­de­be­reich weni­ger stark wirk­ten. Swis­so­lar plä­diert dafür, Pho­to­vol­ta­ik zum zwei­ten Stand­bein der Schwei­zer Ener­gie­ver­sor­gung neben der Was­ser­kraft zu machen.

 

Axpo Nor­dic koope­riert mit Neo­en

Die Axpo-Toch­ter­ge­sell­schaft Axpo Nor­dic hat eine Ver­ein­ba­rung mit der Fir­ma Neo­en unter­zeich­net. Dar­in geht es um die Erbrin­gung von Sys­tem­dienst­leis­tun­gen aus einem von Neo­en ent­wi­ckel­ten Lithi­um-Ionen-Bat­te­rie­spei­cher, der zur­zeit in Finn­land gebaut wird und in den kom­men­den Mona­ten in Betrieb genom­men wer­den soll. Axpo Nor­dic will die Fle­xi­bi­li­täts­op­tio­nen der Anla­ge in Finn­land ver­mark­ten sowie den Ener­gie­ver­brauch und die Ener­gie­pro­duk­ti­on des Bat­te­rie­spei­chers, also des­sen Ladung und Ent­la­dung, koor­di­nie­ren. Der Strom­spei­cher namens “Yllik­kälä Power Reser­ve One” hat eine Kapa­zi­tät von 30.000 kWh und soll die Netz­sta­bi­li­tät Finn­lands ver­bes­sern.

 

Kom­mis­si­on will Bei­trä­ge für gros­se PV-Anla­gen nicht erhö­hen

Die Umwelt­kom­mis­si­on des Stän­de­rats (Urek‑S) hat eine par­la­men­ta­ri­sche Initia­ti­ve abge­lehnt, die eine Erhö­hung der Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge für gros­se Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ohne Eigen­ver­brauch ver­lang­te. Gemäss der Initia­ti­ve hät­ten die Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge mit­tels Aus­schrei­bun­gen ver­ge­ben wer­den kön­nen, für die Finan­zie­rung hät­te der Netz­zu­schlag nicht erhöht wer­den müs­sen. Die Urek‑S stellt zwar gene­rell Bedarf zur För­de­rung der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en fest und erkennt das Poten­zi­al der Pho­to­vol­ta­ik an, will die För­de­rung der Pho­to­vol­ta­ik aber im Gesamt­kon­text der Revi­si­on des Ener­gie­ge­set­zes (EnG) dis­ku­tie­ren. Daher gab sie der Initia­ti­ve nicht statt.

 

Ener­gie­ver­brauch 2019 leicht gestie­gen

Der End­ener­gie­ver­brauch der Schweiz im Jahr 2019 hat sich im Ver­gleich zum Vor­jahr um 0,3 Pro­zent auf 834.210 Ter­a­joule (TJ) erhöht. Ein Grund dafür sei gemäss dem Bun­des­amt für Ener­gie die küh­le­re Wit­te­rung. So stieg die Anzahl Heiz­grad­ta­ge gegen­über 2018 um 6,1 Pro­zent. Zuge­nom­men hät­ten 2019 auch ande­re Fak­to­ren, wel­che den lang­fris­ti­gen Wachs­tums­trend des Ener­gie­ver­brau­ches bestim­men: die stän­di­ge Wohn­be­völ­ke­rung, das Brut­to­in­lands­pro­dukt, der Motor­fahr­zeug­be­stand sowie der Woh­nungs­be­stand. Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen und Sub­sti­tu­ti­ons­ef­fek­te hät­ten sich hin­ge­gen dämp­fend auf das Wachs­tum des Ener­gie­ver­brauchs aus­ge­wirkt. /kb

 

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