# Revue KW 28

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Auch in die­ser Woche wur­de das neue Ener­gie­ge­setz wie­der von vie­len Sei­ten kri­ti­siert. Swis­spower und Power­loop ver­mis­sen im Gesetz­ent­wurf Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge für WKK-Anla­gen und die expli­zi­te För­de­rung der Win­ter­strom­pro­duk­ti­on. Der VSG wünscht sich zudem, dass auch für die Bio­gas­ein­spei­sung För­der­mit­tel bereit­ge­stellt wer­den.

 

EnG: Swis­spower for­dert För­der­geld für WKK-Anla­gen

Swis­spower wünscht sich künf­tig auch Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge für Anla­gen mit Wär­me-Kraft-Kopp­lung (WKK) und inno­va­ti­ve Spei­cher­pro­jek­te. Das geht aus der Ver­nehm­las­sungs­ant­wort der Stadt­wer­ke-Alli­anz zum neu­en Ener­gie­ge­setz (EnG) her­vor. In Punk­to WKK-Anla­gen sieht Swis­spower kon­kret Anpas­sungs­be­darf an Arti­kel 27 des neu­en Ener­gie­ge­set­zes. Die­ser sieht der­zeit ledig­lich einen Inves­ti­ti­ons­bei­trag für strom­ein­spei­sen­de Bio­mas­se­an­la­gen vor. Swis­spower bean­tragt nun, dass auch Bio­mas­se­an­la­gen, die erneu­er­ba­res Gas ins Gas­netz ein­spei­sen, För­der­mit­tel bekom­men sol­len. Zudem sol­len alle WKK-Anla­gen, die im Win­ter betrie­ben wer­den, eben­falls einen Inves­ti­ti­ons­bei­trag erhal­ten.

 

Mey­er Bur­ger und gigan­ti­sche PV-Anla­ge: TBGS mit gros­sen Träu­men

Die Tech­ni­schen Betrie­be Gla­rus Süd (TBGS) haben mit dem Pro­jekt “Solar Gla­ro­nen­sis” gros­se Plä­ne für den Kan­ton Gla­rus. Ers­tens möch­te der Ver­sor­ger den PV-Her­stel­ler Mey­er Bur­ger dazu bewe­gen, in Lin­thal eine Modul Pro­duk­ti­ons­stät­te zu errich­ten. Und zwei­tens schmie­det das Unter­neh­men Plä­ne für eine gigan­ti­sche, schwim­men­de PV-Anla­ge auf dem Lim­mern­see. Die Pro­jekt­idee der TBGS sieht kon­kret vor, dass Mey­er Bur­ger eine Pro­duk­ti­ons­stät­te mit einer Kapa­zi­tät 400 MW auf­baut. Die Solar­an­la­ge auf dem Lim­mern­see soll eine Jah­res­pro­duk­ti­on von 300 Mio. kWh haben und damit den Bedarf von bis zu 100.000 Schwei­zer Vier-Per­so­nen-Haus­hal­ten decken.

 

EnG: Power­loop ver­misst Wär­me-Kraft-Kopp­lung

Auch Power­loop möch­te im EnG-Ent­wurf ergän­zen, dass auch WKK-Anla­gen einen Inves­ti­ti­ons­bei­trag erhal­ten. Das jet­zi­ge För­der­instru­ment der kos­ten­de­cken­den Ein­spei­se­ver­gü­tung (KEV) läuft Ende 2022 aus. Das revi­dier­te EnG sieht vor, dass Wind‑, Biogas‑, neue Klein­was­ser­kraft­an­la­gen und Geo­ther­mie-Kraft­wer­ke dar­über hin­aus geför­dert wer­den, neu jedoch eben­falls über Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge. Power­loop schlägt vor, den Inves­ti­ti­ons­bei­trag gemes­sen an der Win­ter­strom­pro­duk­ti­on abzu­stu­fen. Der Ver­band bedau­ert, dass die För­de­rung — mit Aus­nah­me der PV- und der Bio­mas­se­an­la­gen — pri­mär für eine zen­tra­le Ener­gie­pro­duk­ti­on gel­te und es bei den Aus­bau­zie­len kei­ne Vor­ga­ben für die dezen­tra­le Win­ter­strom­pro­duk­ti­on gibt.

 

EnG: VSG sieht Gas­ver­sor­gung ver­nach­läs­sigt

Der Ver­band der Schwei­ze­ri­schen Gas­in­dus­trie (VSG) fin­det, der Ent­wurf zum revi­dier­ten EnG sehe eine “all­zu ein­sei­ti­ge” Elek­tri­fi­zie­rung der Schwei­zer Ener­gie­ver­sor­gung vor. Das EnG sei, eben­so wie das Strom­ver­sor­gungs­ge­setz, fast aus­schliess­lich auf die Strom­pro­duk­ti­on bzw. ‑ver­sor­gung aus­ge­rich­tet. Dabei wer­de pos­tu­liert, dass es zur Ziel­er­rei­chung eine rasche Elek­tri­fi­zie­rung im Ver­kehrs- und Wär­me­sek­tor und daher neben dem Aus­bau der erneu­er­ba­ren Strom­erzeu­gung auch eine Inte­gra­ti­on ins Gesamt­sys­tem brau­che. Dazu gehö­re auch die Gas­ver­sor­gung, schreibt der VSG.

 

EnG: Grü­ne und GLP schla­gen sym­me­tri­sche Markt­prä­mi­en vor

In ihrer Stel­lung­nah­me zur Revi­si­on des EnG for­dern die Grü­nen und die Grün­li­be­ra­len höhe­re Aus­bau­zie­le bei den erneu­er­ba­ren Ener­gien. Zudem brin­gen bei­de Par­tei­en sym­me­tri­sche Markt­prä­mi­en (“Con­tract for dif­fe­rence”) als mög­li­ches För­der­instru­ment ins Spiel, vor allem im Zusam­men­hang mit der För­de­rung gros­ser Solar­an­la­gen. Auch glei­ten­de Markt­prä­mi­en sind im Gespräch. Der Bun­des­rat will statt­des­sen Auk­tio­nen über ein­ma­li­ge Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge für grös­se­re PV-Anla­gen aus­rich­ten. Die­se wür­den nach Ansicht der Grü­nen aber den erheb­li­chen Unsi­cher­hei­ten in Bezug auf die künf­ti­ge Ent­wick­lung des Strom­prei­ses nicht gerecht wer­den. /kb/ad

 

ener|gate gmbh

ener|gate gmbh

Inhalte aus dem energate messenger Schweiz
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.ch
Kontakt: info@energate.ch

Bei­trag Tei­len:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook