# Revue KW 30

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Olten (ener­ga­te) — Mit der Revi­si­on der Ener­gie­ver­ord­nung könn­ten auch für die Umset­zung von Zusam­men­schlüs­sen zum Eigen­ver­brauch (ZEV) eini­ge Hür­den fal­len. Das hofft zumin­dest Cyrill Burch, Geschäfts­füh­rer von Zev­vy, einem Online-Tool, das dabei hilft, den Eigen­ver­brauch von Solar­strom unkom­pli­ziert abzu­rech­nen. Die SP for­dert der­weil eine Ver­län­ge­rung der Coro­na-Kre­di­te.

 

Ave­nir Suis­se for­dert Tech­no­lo­gie­of­fen­heit bei Auto­an­trie­ben

Die rei­ne Fokus­sie­rung auf Elek­tro­mo­bi­li­tät im Stras­sen­ver­kehr in der Schweiz sei nicht ziel­füh­rend. Das schreibt Ave­nir Suis­se in sei­ner neu­es­ten Publi­ka­ti­on mit dem Titel “Nach­hal­ti­ge Antriebs­kon­zep­te”. Der Think­tank for­dert statt­des­sen Tech­no­lo­gie­of­fen­heit, um die CO2-Emis­sio­nen bis zum Jahr 2050 auf net­to null zu sen­ken. So schlägt Ave­nir Suis­se vor, neben Elek­tro- und Hybrid­fahr­zeu­gen auch Autos mit Brenn­stoff­zel­len oder Ver­bren­nungs­mo­to­ren mit­ein­zu­be­zie­hen, wenn es um das Errei­chen der Kli­ma­zie­le geht. Denn Ver­bren­nungs­mo­to­ren sei­en kli­ma­neu­tral, wenn sie mit syn­the­ti­schen Treib­stof­fen ange­trie­ben wür­den, lau­tet das Argu­ment von Ave­nir Suis­se.

 

Burch: “ZEV sind bis­her nur eine hal­be Erfolgs­ge­schich­te”

Die Revi­si­on der Ener­gie­ver­ord­nung ist auch mass­ge­bend für Zusam­men­schlüs­se zum Eigen­ver­brauch (ZEV). Wäh­rend Anbie­ter kri­ti­sie­ren, der Mie­ter­schutz klem­me funk­tio­nie­ren­de Geschäfts­mo­del­le ab, will der Mie­ter­ver­band nicht von den bis­he­ri­gen Rege­lun­gen abwei­chen. Mit der aktu­el­len Aus­ge­stal­tung der ZEV blei­be das Modell nur eine hal­be Erfolgs­ge­schich­te, sagt Cyrill Burch, Geschäfts­füh­rer von Zev­vy. Heu­te hem­me die Ener­gie­ver­ord­nung die Ent­wick­lung durch einen falsch ver­stan­de­nen Mie­ter­schutz, der vor­sieht, dass ein Teil der Solar­ein­nah­men vom Betrei­ber an die Mie­ter fliesst. “Für den Ver­mie­ter jedoch ent­ste­hen dadurch juris­ti­sche Risi­ken. In vie­len Fäl­len sieht er des­we­gen von einem ZEV ab”, so Burch.

 

SP for­dert Inves­ti­tio­nen fürs Kli­ma

Die SP will mit einem Impuls­pro­gramm zuguns­ten des Kli­ma­schut­zes die Fol­gen der Coro­na-Kri­se abfe­dern. Mit den Inves­ti­tio­nen wol­len die Sozi­al­de­mo­kra­ten aber auch den Umbau der Ener­gie­ver­sor­gung vor­an­trei­ben. Kon­kret ver­langt die SP, dass der Bun­des­rat das Covid-19-Kre­dit­pro­gramm für Kli­ma­schutz ver­län­gert. Fir­men sol­len damit neu auch Inves­ti­tio­nen finan­zie­ren kön­nen, die zur Errei­chung der Pari­ser Kli­ma­zie­le bei­tra­gen, zum Bei­spiel Inves­ti­tio­nen in Anla­gen, Flot­ten, Gebäu­de, For­schung und Ent­wick­lung. Die bereits beschlos­se­ne Gesamt­sum­me von 40 Mrd. Fran­ken kön­ne jedoch als Ober­gren­ze bestehen blei­ben.

 

Die Coro­na-Kre­di­te kön­nen hel­fen, die Kli­ma­er­hit­zung zu bekämp­fen”

Die SP for­dert eine Ver­län­ge­rung der Coro­na-Kre­di­te, damit die Unter­neh­men die­se in den Kli­ma­schutz inves­tie­ren kön­nen. SP-Vize­prä­si­dent Beat Jans erklärt im ener­ga­te-Inter­view, wie sich die Par­tei die Kre­dit­ver­ga­be vor­stellt. So will die SP, dass die Kre­di­te nun auch für Inves­ti­tio­nen ein­ge­setzt wer­den kön­nen — aller­dings nur, wenn die Inves­ti­tio­nen kli­ma­schüt­zen­den Mass­nah­men zugu­te­kom­men. “Wenn mit der Ver­län­ge­rung zusätz­li­che Kli­ma­schutz­in­ves­ti­tio­nen von nur schon 3 Mrd. Fran­ken pro Jahr aus­ge­löst wer­den, ist das für die Schwei­zer Wirt­schaft und den Kli­ma­schutz ein wich­ti­ger Fort­schritt.”

 

Bez­nau 1: Öko-Insti­tut wider­spricht Ensi

Das Öko-Insti­tut kri­ti­siert nach wie vor den Sicher­heits­nach­weis des Reak­tor­druck­be­häl­ters im Kern­kraft­werks Bez­nau 1 (KKW). Die KKW-Betrei­be­rin Axpo hat­te 2015 Mate­ri­al­feh­ler im Ring C des Reak­tor­druck­be­häl­ters ent­deckt, wor­auf­hin das KKW drei Jah­re abge­schal­tet war. In sei­ner Stu­die von März 2018, die das Öko-Insti­tut nach dem Wie­der­an­fah­ren des KKW ver­fasst hat­te, bemän­gel­te es, dass die Repli­ka des Rings, die Axpo nach Fest­stel­lung der Män­gel anfer­ti­gen liess, mög­li­cher­wei­se ein ande­res Spröd­bruch­ver­hal­ten auf­wei­se als der Ori­gi­nal­be­häl­ter. Das Ensi hat­te die Stu­die atta­ckiert, doch das Öko-Insti­tut nahm die Kri­tik nicht zurück. /sb/kb

 

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