# Revue KW 31

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Olten (ener­ga­te) — Laut einer Kurz­stu­die der Schwei­ze­ri­schen Ener­gie-Stif­tung (SES) gewin­nen die vier gröss­ten Schwei­zer Ener­gie­ver­sor­ger zwei Drit­tel ihres Stroms aus fos­si­len und nuklea­ren Quel­len. Der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien gesche­he zudem vor­nehm­lich im Aus­land. Die SES kri­ti­siert die immer noch feh­len­de Inves­ti­ti­ons­si­cher­heit in der Schweiz.

 

Rück­bau­ten von Gas­in­fra­struk­tu­ren sind zu hin­ter­fra­gen”

Der Ver­band Schwei­ze­ri­scher Elek­tri­zi­täts­un­ter­neh­men (VSE) hat die Stu­die “VSE Trend 2035” ver­öf­fent­licht. Nadi­ne Brauch­li, Lei­te­rin Fach­be­reich Ener­gie beim VSE, erklär­te ener­ga­te, dass der VSE wei­ter­hin die finan­zi­el­le För­de­rung von Was­ser­kraft for­dert, weil die­se “erneu­er­bar und zu einem gros­sen Teil auch fle­xi­bel und steu­er­bar” sei. Doch nicht nur Neu­in­ves­ti­tio­nen soll­ten nach Ansicht des VSE unter­stützt wer­den, son­dern auch Bestand­s­er­neue­run­gen von Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Anla­gen. Zudem sol­le auch Gas wei­ter­hin eine Rol­le spie­len, “denn eine Still­le­gung von Gas­ver­teil­net­zen erschwert die dezen­tra­le Sek­tor­kopp­lung und damit auch die Nut­zung der ent­spre­chen­den Fle­xi­bi­li­täts­po­ten­zia­le”, so Brauch­li.

 

Zwei Drit­tel der Strom­pro­duk­ti­on sind fos­sil oder nukle­ar

Die vier gröss­ten Schwei­zer Strom­ver­sor­ger Axpo, Alpiq, BKW und Repower erzeu­gen zwei Drit­tel ihres Stroms aus fos­si­len und nuklea­ren Ener­gie­quel­len. Das hat die Kurz­stu­die “Strom­mix 2019” der Schwei­ze­ri­schen Ener­gie-Stif­tung (SES) erge­ben. Ein Drit­tel wird durch erneu­er­ba­re Ener­gien gedeckt, vor­nehm­lich aus Was­ser­kraft. Im Ver­gleich mit dem Schwei­ze­ri­schen Strom­mix, bestehend aus 56,4 Pro­zent Was­ser­kraft und 35,2 Pro­zent Atom­kraft (Bun­des­amt für Ener­gie, 2020) fal­le die Bilanz der Strom­ver­sor­ger somit deut­lich kli­ma- und umwelt­schäd­li­cher aus, so die SES. Ein Blick auf die aus­ge­bau­ten Kapa­zi­tä­ten zei­ge jedoch auch, dass die erneu­er­ba­ren Ener­gien zuleg­ten.

 

Egger: “Wir müs­sen die Emis­sio­nen redu­zie­ren”

Mit CO2-Abschei­dung und ‑Spei­che­rung hat sich die Zür­cher Fir­ma Clime­works inter­na­tio­nal einen Namen gemacht. Dani­el Egger, Head of Mar­ke­ting & Sales bei Clime­works, erklärt gegen­über ener­ga­te, dass die Fri­days-for-Future-Bewe­gung einen gros­sen Schub für das Direct-Air-Cap­tu­re-Ver­fah­ren gebracht hat. Aller­dings kön­ne die Tech­no­lo­gie nicht die allei­ni­ge Lösung für das Pro­blem der Emis­sio­nen sein. Wol­le die Schweiz kli­ma­po­si­tiv wer­den, füh­re kein Weg an der Reduk­ti­on des CO2-Aus­stos­ses vor­bei. “Direct Air Cap­tu­re wird nie in der Lage sein, die kom­plet­ten Emis­sio­nen aus der Luft zu fil­tern”, so Egger.

 

Wie Schwei­zer EVU den PPA-Markt sehen

Lang­fris­ti­ge Strom­lie­fer- und Abnah­me­ver­trä­ge (Power Purcha­se Agree­ments, PPA), vor­nehm­lich mit erneu­er­ba­ren Ener­gien, sind für vie­le Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men ein wach­sen­des Geschäft und Trend­the­ma. Die ener­ga­te-Redak­ti­on hat sich bei den gros­sen Schwei­zer EVU umge­hört, wie sie den PPA-Markt beur­tei­len. Von Axpo heisst es, PPA ermög­lich­ten oft erst den Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien ohne Sub­ven­tio­nen. Zudem hel­fen sie, die Pla­nungs­si­cher­heit zu erhö­hen und einen Teil der Markt­ri­si­ken zu mini­mie­ren, so Alpiq. Auch Repower hat schon PPA-Ver­trä­ge abge­schlos­sen und erwar­tet in den nächs­ten Jah­ren eine Zunah­me die­ser Markt­dy­na­mik.

 

Inso­light: Mit fri­schem Geld den (Schweizer-)Agrivoltaikmarkt erobern

Das Start-up Inso­light hat eine Serie-A-Finan­zie­rungs­run­de über 5 Mio. Fran­ken erfolg­reich abge­schlos­sen. Mit dem Geld will das Unter­neh­men nun hoch­ef­fi­zi­en­te Solar­mo­du­le für den Agri­vol­ta­ik-Markt extern pro­du­zie­ren las­sen. Dabei sei die Schweiz “gera­de wegen ihres gerin­gen Platz­an­ge­bo­tes ein sehr inter­es­san­ter Markt”, so CEO Lau­rent Cou­lot. Inso­light vekau­fe gera­de die ers­ten Pilo­ten, um die Modu­le im land­wirt­schaft­li­chen Umfeld zu vali­die­ren. Für die­se Pha­se sol­len Modu­le für min­des­tens 1.000 Qua­drat­me­ter Flä­che gebaut wer­den. Bis 2025 will Inso­light min­des­tens 100 MWp pro Jahr bereit­stel­len. /sb/kb

 

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