# Revue KW 32

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Olten (ener­ga­te) — Die Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on (Elcom) und die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (Weko) haben Stel­lung zur Revi­si­on des Ener­gie­ge­set­zes bezo­gen. Die Weko wünscht sich mehr Tech­no­lo­gie­neu­tra­li­tät im Sub­ven­ti­ons­sys­tem, die Elcom pocht vor allem dar­auf, die Strom­ver­sor­gungs­si­cher­heit im Win­ter sicher­zu­stel­len.

 

Im Por­trät: LINIA

Die Ener­gie­bran­che wan­delt sich. Digi­ta­li­sie­rung und neue Kun­den­er­war­tun­gen sind dabei wich­ti­ge Trei­ber. Das Unter­neh­men LINIA (frü­her Lin­da Swiss) aus Zürich pro­fi­tiert davon. Die Fir­ma hilft via Künst­li­cher Intel­li­genz und Droh­nen­ein­satz bei der Instand­hal­tung von Hoch­span­nungs­frei­lei­tun­gen. LINIA bie­tet Soft­ware an, um auto­ma­ti­siert den Zustand einer Lei­tung mit­tels Droh­ne auf­neh­men zu las­sen und die so gene­rier­ten, stan­dar­di­sier­ten Daten auf einer Cloud­ba­sier­ten Platt­form zur Ver­fü­gung zu stel­len und zu ana­ly­sie­ren. Der Vor­teil gegen­über der her­kömm­li­chen Inspek­ti­on ist eine viel prä­zi­se­re Zustands­er­mitt­lung und voll­stän­di­ge und stan­dar­di­sier­te Doku­men­ta­ti­on der Anla­gen.

 

Kom­mis­sio­nen zer­pflü­cken EnG-Revi­si­ons­vor­la­ge

253 Stel­lung­nah­men gin­gen in der Ver­nehm­las­sung zur Revi­si­on des Ener­gie­ge­set­zes (EnG) ein. Auch Bun­des­be­hör­den wie die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (Weko) äus­ser­ten sich. Der Weko zufol­ge soll­te aus wett­be­werb­li­cher Sicht auf die Fort­füh­rung des Sub­ven­ti­ons­sys­tems zur För­de­rung erneu­er­ba­rer Ener­gien ver­zich­tet wer­den, da die­ses der Tech­no­lo­gie­neu­tra­li­tät nicht genü­gend Rech­nung tra­ge. Statt­des­sen soll­te spä­tes­tens ab 2031 ein markt­na­hes und wett­be­werbs- bzw. tech­no­lo­gie­neu­tra­le­res Sys­tem zur För­de­rung von erneu­er­ba­ren Ener­gien ein­ge­führt wer­den. Die Weko schlägt ein Len­kungs­sys­tem oder ein Quo­ten­sys­tem mit Zer­ti­fi­kats­han­del vor.

 

Wie Schwei­zer EVU durch die Coro­na­kri­se kom­men

Die Coro­na­kri­se hält die Welt — und die Schwei­zer Ener­gie­wirt­schaft — wei­ter in Atem. Gemäss der Axpo hat Coro­na gezeigt, welch hohes Gut die Ver­sor­gungs­si­cher­heit ist und dass ein gewis­ser Grad an Eigen­ver­sor­gung wich­tig sei. Die BKW hat Rück­gän­ge beim Strom­ver­brauch auf Kun­den­sei­te beob­ach­tet und dem­entspre­chend ihre Pro­gno­sen ange­passt. Unab­hän­gig von der Pan­de­mie spricht sich die BKW für eine markt­na­he und befris­te­te För­de­rung von erneu­er­ba­ren Ener­gien aus. Repower hofft auf eine glei­ten­de Markt­prä­mie und auf Fort­schrit­te bei der Anbin­dung der Schweiz an das euro­päi­sche Netz.

 

Ab 2030 kein CO2 mehr aus neu­en Hei­zun­gen und Fahr­zeu­gen

Die Grü­nen Schweiz haben am 5. August per Online-Medi­en­kon­fe­renz dar­ge­legt, wie die Schweiz ab 2040 kli­ma­po­si­tiv wer­den könn­te. Der Kli­ma­plan umfasst zahl­rei­che tief­grei­fen­de Mass­nah­men, etwa Null-Gramm CO2-Grenz­wer­te für Gebäu­de und neue Fahr­zeu­ge ab 2030. Ange­sichts der Ambi­tio­niert­heit beton­te der Thur­gau­er Natio­nal­rat Kurt Egger, dass der Plan nur mit Unter­stüt­zung der Poli­tik funk­tio­nie­ren kön­ne. Als Unter­stüt­zung schla­gen die Grü­nen unter ande­rem den Aus­bau des bestehen­den Gebäu­de­pro­gramms im Umfang von zusätz­lich 500 Mio. Fran­ken pro Jahr, ein För­der­pro­gramm für Fern­wär­me­net­ze (250 Mio. Fran­ken pro Jahr) sowie Gel­der für den Aus­bau der Infra­struk­tur für die Elek­tro­mo­bi­li­tät in Höhe von jähr­lich 100 Mio. Fran­ken vor.

 

CO2-Erspar­nis von knapp 200.000 Neu­see­land-Flü­gen

Die Schwei­zer Wirt­schaft hat 2019 im Rah­men von Ziel­ver­ein­ba­run­gen mit der Ener­gie-Agen­tur der Wirt­schaft (EnAW) fast 630.000 Ton­nen CO2 ein­ge­spart. “Das ent­spricht 192.175 Flü­gen von Zürich nach Auck­land (NZ) und zurück”, heisst es in einem Leis­tungs­aus­weis, den die Orga­ni­sa­ti­on publi­ziert hat. Eben­falls berich­tet wird in dem Doku­ment über die CO2-Inten­si­tät der mitt­ler­wei­le knapp 4.100 EnAW-Teil­neh­mer. Die­se ist von 100 Pro­zent im Jahr 2012 auf 86,6 Pro­zent im Jahr 2019 gesun­ken. Laut dem EnAW-Doku­ment wird damit die Vor­ga­be des Bun­des mit 94,4 Pro­zent für 2019 unter­bo­ten — zudem ist sogar schon jene für 2022 mit 91,7 Pro­zent erreicht. /kb/ad

 

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