# Revue KW 33

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Am 27. Sep­tem­ber wird über das neue Ener­gie­ge­setz des Kan­tons Aar­gau abge­stimmt. Poli­ti­ker ver­schie­de­ner Par­tei­en des Kan­tons, der Aar­au­er Ener­gie­ver­sor­ger Eni­wa sowie der WWF Aar­gau wer­ben für das Gesetz, da es mehr regio­na­le Wert­schöp­fung und sta­bi­le regu­la­to­ri­sche Rah­men­be­din­gun­gen ver­spricht.

 

Bran­che wür­digt Ein­satz für grös­se­re Solar­an­la­gen

Die Ener­gie­bran­che hat sich zu den geplan­ten Ver­ord­nungs­än­de­run­gen im Bereich des BFE mit Inkraft­tre­ten Anfang 2021 geäus­sert. Swis­so­lar und der VSE wür­di­gen das Bestre­ben des Bun­des­amts, ver­stärk­te Anrei­ze für mög­lichst gros­se Solar­an­la­gen auf Ein­fa­mi­li­en­häu­sern zu schaf­fen. Errei­chen will dies das BFE über eine Reduk­ti­on des Ein­mal­ver­gü­tung-Grund­bei­trags bei gleich­zei­ti­ger Erhö­hung des Leis­tungs­bei­trags für Anla­gen mit einer Leis­tung klei­ner 30 kW. Der Solar­ver­band bringt wei­ter die Idee ins Spiel, dass bei einer nächs­ten Tarif­an­pas­sung sogar voll­stän­dig auf den Grund­bei­trag ver­zich­tet oder die­ser wei­ter abge­senkt wer­den könn­te.

 

Kel­ler: “Unser Sicher­heits­kon­zept tan­giert die täg­li­che Arbeit”

Die Coro­na­kri­se hat auch die Ener­gie­ver­sor­ger gefor­dert. Mar­kus Kel­ler, Geschäfts­füh­rer der “die wer­ke” Ver­sor­gung Wal­li­sel­len AG, spricht dar­über, wie sein Unter­neh­men mit der Pan­de­mie umge­gan­gen ist. Beson­ders stolz, so Kel­ler, sei er “auf unse­re gut funk­tio­nie­ren­de Kri­sen­or­ga­ni­sa­ti­on und unse­re fort­ge­schrit­te­ne Digi­ta­li­sie­rung”. Der stei­gen­de Strom­ver­brauch nach Ende des Lock­downs habe “die wer­ke” nicht über­for­dert und die Ver­sor­gungs­si­cher­heit sei “mit Blick auf die Umset­zungs­sze­na­ri­en der Ener­gie­stra­te­gie 2050” gewähr­leis­tet. Dafür bau­en “die wer­ke” bis 2030 für etwa 15 Mio. Fran­ken Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen, die der­einst 10 GW Strom pro Jahr pro­du­zie­ren sol­len.

 

Nuss­bau­mer: “Regio­na­le Wert­schöp­fung stei­gert die Attrak­ti­vi­tät eines Pro­duk­tes”

SP-Natio­nal­rat Eric Nuss­bau­mer hat im Natio­nal­rat kürz­lich eine Moti­on ein­ge­reicht, mit der er im Rah­men der Revi­si­on des Strom­ver­sor­gungs­ge­set­zes die Ein­füh­rung eines Regio­nal­strom­nach­weis­re­gis­ters als Grund­la­ge für den Ver­trieb von regio­na­lem Strom for­dert. Der Nach­weis der geo­gra­fi­schen Her­kunft kön­ne man für jede dezen­tra­le Anla­ge anwen­den, auch für Solar­an­la­gen und Wind­ener­gie­an­la­gen, sagt Nuss­baum in einem Gespräch mit ener­ga­te. “Regio­na­le Wert­schöp­fung”, so Nuss­baum, “stei­gert immer die Attrak­ti­vi­tät des Pro­duk­tes.”

 

AG: Komi­tee macht sich für Ener­gie­ge­setz stark

Das über­par­tei­li­che “Aar­gau­er Komi­tee für eine weit­sich­ti­ge Kli­ma­po­li­tik” hat für das neue Aar­gau­er Ener­gie­ge­setz gewor­ben, über das am 27. Sep­tem­ber abge­stimmt wird. “Mit einem Ja stel­len wir die Wei­chen für die zukünf­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung in unse­rem Kan­ton: Weg vom Erd­öl hin zu erneu­er­ba­ren Ener­gien”, sag­te Beat Flach, Prä­si­dent der AEE Suis­se Aar­gau, der das Komi­tee anführt. Das bedeu­te weni­ger aus­län­di­sche Abhän­gig­keit und mehr regio­na­le Wert­schöp­fung. Gabrie­la Suter, Prä­si­den­tin der SP des Kan­tons Aar­gau, argu­men­tier­te eben­falls für eine regio­na­le Ener­gie­ge­win­nung sowie für die ener­ge­ti­sche Sanie­rung. Der Kan­ton Aar­gau und vor allem der Gebäu­de­be­reich wür­den dadurch von neu­en Arbeits­plät­zen pro­fi­tie­ren.

 

Mey­er Bur­ger rutscht in die roten Zah­len

Die Mey­er Bur­ger Tech­no­lo­gy AG muss­te im ers­ten Halb­jahr 2020 einen deut­li­chen Ver­lust hin­neh­men. Das Ebit lag bei ‑32,3 Mio. Fran­ken, im Vor­jah­res­zeit­raum hat­te noch ein Plus von 6,6, Mio. Fran­ken resul­tiert. Das Kon­zern­er­geb­nis sank sogar auf ‑38,6 Mio. Fran­ken. Vor einem Jahr hat­te die­ses noch ein Plus von 1,8 Mio. Fran­ken erreicht. Hin­ter­grund ist, dass Mey­er Bur­ger in den ers­ten sechs Mona­ten die­ses Jah­res deut­lich weni­ger Auf­trä­ge bekom­men hat als noch im ers­ten Halb­jahr 2019. Berei­nigt um Deves­ti­tio­nen und Wech­sel­kurs­ef­fek­te sank der Bestell­ein­gang den Anga­ben zufol­ge um 60,1 Pro­zent. Ab dem zwei­ten Quar­tal 2021 plant Mey­er Bur­ger den Ein­stieg in die Pro­duk­ti­on eige­ner Solar­zel­len und ‑modu­le. /kb/ad/sb

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