# Revue KW 34

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Olten (ener­ga­te) — Die Kom­mis­si­on für Umwelt, Raum­pla­nung und Ener­gie des Stän­de­ra­tes (Urek‑S) hat am 17. August über die Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes bera­ten und Dif­fe­ren­zen berei­nigt. Der Stadt­rat in Win­ter­thur revi­diert bis Ende 2020 sein Ener­gie- und Kli­ma­kon­zept. Die­ses soll Lösun­gen lie­fern, um Win­ter­thur bis 2050 in die CO2-Neu­tra­li­tät zu füh­ren.

 

Was­ser­kraft gegen Tief­preis­pha­sen absi­chern: Bun­des­rat ist skep­tisch

Der Bun­des­rat sieht den Vor­schlag skep­tisch, neu kon­zes­sio­nier­te Was­ser­kraft­an­la­gen wäh­rend der neu­en Kon­zes­si­ons­lauf­zeit gegen Tief­preis­pha­sen abzu­si­chern. Ein sol­cher Sicher­heits­me­cha­nis­mus wür­de umfas­sen­de Mit­tel aus den Netz­zu­schlags­fonds bean­spru­chen, ant­wor­te­te die Lan­des­re­gie­rung auf eine Moti­on des Wal­li­ser CVP-Stän­de­rats Beat Rie­der. “Dies wür­de ent­we­der eine Erhö­hung resp. Fle­xi­bi­li­sie­rung des heu­ti­gen Zuschlags von 2,3 Rap­pen pro Kilo­watt­stun­de bedin­gen oder die Unter­stüt­zungs­leis­tung für ande­re Pro­duk­ti­ons­for­men (Pho­to­vol­ta­ik, Wind, Geo­ther­mie, Holz) müss­te min­des­tens zeit­wei­se erheb­lich gekürzt wer­den”, argu­men­tiert der Bun­des­rat. Trotz­dem wird der Vor­schlag geprüft.

 

Win­ter­thur sieht vie­le kli­ma­po­li­ti­sche For­de­run­gen umge­setzt

Der Win­ter­thu­rer Stadt­rat hat eine Rei­he von par­la­men­ta­ri­schen Vor­stös­sen beant­wor­tet, die Par­la­men­ta­ri­er anläss­lich der “Kli­ma-Debat­te” vom 8. Juli 2019 ein­ge­reicht hat­ten. Den Inhalt der acht Pos­tu­la­te, einer Moti­on wie auch einer Inter­pel­la­ti­on, die einen Win­ter­thu­rer Tag des CO2-frei­en Ver­kehrs oder einen Win­ter­thu­rer Kli­ma­tag for­der­te, begrüss­te der Stadt­rat mehr­heit­lich. Dies­be­züg­lich wies der Rat auf den “Kli­ma­tag” hin, der im Früh­ling 2021 statt­fin­den und die Tech­ni­kum­stras­se für einen Sonn­tag lang auto­frei machen soll. Der frei gewor­de­ne Stras­sen­raum wer­de an die­sem Tag mit Akti­vi­tä­ten und Ange­bo­ten rund um nach­hal­ti­ge Mobi­li­täts­for­men bespielt.

 

CO2-Gesetz: Urek‑S in gros­sen Tei­len mit Natio­nal­rat einig

Die Kom­mis­si­on für Umwelt, Raum­pla­nung und Ener­gie des Stän­de­ra­tes (Urek‑S) hat in ihrer Bera­tung vom 17. August Dif­fe­ren­zen in der Vor­la­ge zur Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes für die Zeit zwi­schen 2022 und 2030 aus­ge­räumt. Im Gebäu­de­be­reich etwa unter­stützt sie die vom Natio­nal­rat beschlos­se­ne Über­gangs­lö­sung für jene Kan­to­ne, die ihre Ener­gie­ge­set­ze bereits revi­diert haben. Zusätz­lich bringt die Kom­mis­si­on eine Bestim­mung ein, die eine bes­se­re Daten­er­he­bung zum Gebäu­de­be­reich bewir­ken soll, indem die kan­to­na­len Behör­den ihre Anga­ben zum Voll­zug der CO2-Grenz­wer­te in das eid­ge­nös­si­sche Gebäu­de- und Woh­nungs­re­gis­ter ein­tra­gen.

 

Dank Tevero­la: Repower trotzt Coro­na-Kri­se

Die Repower AG hat­te im ers­ten Halb­jahr 2020 coro­nabe­dingt mit einer tie­fe­ren Ener­gie­nach­fra­ge und ver­spä­te­ten Zah­lun­gen ita­lie­ni­scher Kun­den zu kämp­fen. Vor allem dank sei­nem Gas-Kom­bi­kraft­werk Tevero­la konn­te der Ver­sor­ger trotz­dem ein gutes Halb­jah­res­er­geb­nis ver­mel­den. Kon­kret konn­te das Ener­gie­un­ter­neh­men das ope­ra­ti­ve Ergeb­nis auf Stu­fe Ebit im Ver­gleich zur Vor­jah­res­pe­ri­ode von 56 auf 68 Mio. Fran­ken stei­gern. Der Gewinn sank zwar um 16 Pro­zent, er lag mit 41 Mio. Fran­ken aber immer noch deut­lich im posi­ti­ven Bereich.

 

Decur­tins bezeich­net Elek­tri­fi­zie­rung als “Highrisk-Stra­te­gie”

Bei einem Web­talk der Uni­ver­si­tät St. Gal­len zum The­ma Gas beklag­te Danie­la Decur­tins, Direk­to­rin des Ver­ban­des der Schwei­ze­ri­schen Gas­in­dus­trie (VSG), die Schwei­zer Poli­tik lege den Fokus bei der Ener­gie­stra­te­gie zu sehr auf Strom. Dabei hal­te sie die weit­ge­hen­de Elek­tri­fi­zie­rung in der Schweiz für eine “Highrisk-Stra­te­gie”, da die Schweiz schon län­ger abhän­gig von Strom­im­por­ten im Win­ter sei. Wenn der Strom­be­darf im benach­bar­ten Aus­land sich nun erhö­he, wer­de sich die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on ver­schär­fen. Des­halb soll­te die Schweiz nach Ansicht von Decur­tins ver­mehrt auf Gas set­zen, auch im Ver­kehrs­sek­tor, und nicht nur auf die Elek­tri­fi­zie­rung. /kb/ad/sb

ener|gate gmbh

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