# Revue KW 35

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Eine Erhö­hung der CO2-Abga­be ab den 1. Janu­ar 2021 for­dern die SP, die Grü­nen und die Grün­li­be­ra­len. Das For­schungs­pro­jekt “REeL” soll der­weil inno­va­ti­ve Lösun­gen für die Umset­zung der Ener­gie­stra­te­gie 2050 ermög­li­chen. Nun kommt eine Test­bat­te­rie indus­tri­el­ler Grös­se zum Ein­satz, die loka­le Nut­zung von Solar­ener­gie opti­mie­ren soll.

 

Smart Grid Schweiz will Ein­spei­se­leis­tung begren­zen

Der Ver­ein Smart Grid Schweiz (VSGS) schlägt eine Limi­tie­rung der Ein­spei­se­leis­tung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen vor, um Kos­ten zu spa­ren. Das geht aus einem White­pa­per des VSGS her­vor. Eine PV-Anla­ge pro­du­zie­re an sehr weni­gen Stun­den im Jahr mit der maxi­ma­len Leis­tung, so der Ver­ein. Das Netz müs­se den­noch so aus­ge­legt wer­den, dass es die­se maxi­ma­le Ein­spei­se­leis­tung auf­neh­men kön­ne. “Da das Maxi­mum bei allen PV-Anla­gen regio­nal zeit­gleich auf­tritt, wer­den umfang­rei­che Netz­in­ves­ti­tio­nen mit ent­spre­chen­den Kos­ten nötig sein”, pro­phe­zeit der VSGS. Bei einer Limi­tie­rung der Ein­spei­se­leis­tung pro Anla­ge könn­ten bei glei­chem Netz­aus­bau mehr PV-Anla­gen an das Netz ange­schlos­sen wer­den.

 

Alpiq kann Ver­lust ver­rin­gern

Alpiq hat im ers­ten Halb­jahr 2020 im Ver­gleich zur Vor­jah­res­pe­ri­ode 18 Pro­zent weni­ger Umsatz gemacht, näm­lich 1,8 Mrd. Fran­ken statt 2,2 Mrd. Fran­ken. Den Rein­ver­lust von 206 Mio. Fran­ken vor einem Jahr konn­te der Kon­zern hin­ge­gen auf ein Minus von 84 Mio. Fran­ken ver­rin­gern. Das Ebit­da vor Son­der­ein­flüs­sen ver­dop­pel­te sich nahe­zu — von 55 Mio. auf 116 Mio. Fran­ken. Mit den Son­der­ein­flüs­sen sank das Ebit­da auf minus 5 Mio. Fran­ken. Im Vor­jahr waren es noch 118 Mio. Fran­ken gewe­sen. Posi­tiv ent­wi­ckel­te sich die Schwei­zer Strom­pro­duk­ti­on des Kon­zerns. Den gröss­ten Bei­trag zum ope­ra­ti­ven Ergeb­nis lie­fer­te der inter­na­tio­na­le Ener­gie­han­del.

 

Test­bat­te­rie soll Solar­pro­duk­ti­on opti­mie­ren

Roman­de Ener­gie und das Kom­pe­tenz­zen­trum SCCER-FURIES instal­lie­ren zusam­men mit Leclan­ché in Aig­le eine Test­bat­te­rie indus­tri­el­ler Grös­se. Die Anla­ge, die im Rah­men des For­schungs­pro­jekts “REel” (für Réseau En Equi­libre Local) zum Ein­satz kommt, sol­le bestä­ti­gen, dass die gross­an­ge­leg­te Inte­gra­ti­on dezen­tra­ler und inter­mit­tie­ren­der Ener­gien (Son­ne, Wind) in das Strom­netz tat­säch­lich mach­bar sei, heisst es in einer Mit­tei­lung. Da Bat­te­rien eine rela­tiv ein­fach umsetz­ba­re Lösung dar­stell­ten, um ein sta­bi­les Strom­netz zu gewähr­leis­ten, müss­ten nun gross ange­leg­te Tests durch­ge­führt wer­den.

 

CO2-Abga­be auf Brenn­stof­fe: Par­tei­en for­dern ver­schärf­te Bestim­mung

Die SP, die Grü­nen und die Grün­li­be­ra­len möch­ten die CO2-Abga­be auf Brenn­stof­fe bereits ab Beginn des kom­men­den Jah­res auf 120 Fran­ken die Ton­ne erhö­hen. Der Vor­schlag fin­det auch Unter­stüt­zung bei der FDP, wie deren Ver­nehm­las­sungs­ant­wort zur Teil­re­vi­si­on der CO2-Ver­ord­nung zu ent­neh­men ist. Kon­kret for­dern alle vier Par­tei­en eine Ver­schär­fung von Arti­kel 94 des Ver­ord­nungs­ent­wurfs. Dar­in hat­te der Bun­des­rat vor­ge­schla­gen, dass die CO2-Abga­be auf Brenn­stof­fe per 1. Janu­ar 2022 von der­zeit 96 auf 120 Fran­ken stei­gen soll, falls die CO2-Emis­sio­nen aus Brenn­stof­fen im Jahr 2020 mehr als 67 Pro­zent der Emis­sio­nen des Jah­res 1990 betra­gen.

 

Loep­fe: “Wir wer­den ein ernst­zu­neh­men­der Markt­play­er sein”

Bene­dikt Loep­fe ist nun offi­zi­ell neu­er Direk­tor des Elek­tri­zi­täts­werks der Stadt Zürich (EWZ), nach­dem er das Unter­neh­men im letz­ten hal­ben Jahr inte­ri­mis­tisch führ­te. Im ener­ga­te-Inter­view nimmt er zum neu­en Ener­gie­ge­setz Stel­lung. Im Solar­be­reich befür­wor­tet Loep­fe Auk­tio­nen für gros­se PV-Anla­gen und auch Ein­mal­ver­gü­tun­gen erach­tet er als sinn­voll. “Wir moti­vie­ren unse­re Kun­din­nen und Kun­den jedoch, sel­ber in PV-Anla­gen zu inves­tie­ren und den Son­nen­strom im Eigen­ver­brauch selbst zu nut­zen.” Im Zuge der Coro­na-Kri­se sieht er auf euro­päi­scher Ebe­ne “den Zutritt der Schweiz zum euro­päi­schen Strom­markt durch das bila­te­ra­le Abkom­men im Elek­tri­zi­täts­be­reich als das dring­lichs­te Vor­ha­ben”. /kb/sb

 

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