# Revue KW 37

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Olten (ener­ga­te) —  Der Stän­de­rat will min­des­tens 75 Pro­zent der Mass­nah­men zur Treib­haus­gas­re­duk­ti­on bis 2030 im Inland voll­zie­hen. Der­weil haben vie­le Gas­netz­be­trei­ber in Fol­ge des Ent­scheids der Wett­be­werbs­kom­mis­si­on ihr Netz für Dritt­lie­fe­ran­ten geöff­net. Nun müss­ten mit jedem loka­len, regio­na­len und natio­na­len Netz­be­trei­ber sepa­ra­te Ver­trä­ge ver­han­delt wer­den.

 

Bau­start für ers­te indus­tri­el­le Power-to-Gas-Anla­ge

In Zusam­men­ar­beit mit acht Schwei­zer Ener­gie­ver­sor­gern und der Stadt­wer­ke-Alli­anz Swis­spower rea­li­siert das Lim­matta­ler Regio­werk Lime­co in Die­ti­kon die ers­te indus­tri­el­le Power-to-Gas-Anla­ge der Schweiz. Mit einer Elek­tro­ly­se-Leis­tung von 2,5 MW ist die Anla­ge schweiz­weit die gröss­te. Das Pro­jekt soll auf­zei­gen, wie Power-to-Gas- Anla­gen die erneu­er­ba­re Strom­pro­duk­ti­on ergän­zen und dabei wirt­schaft­lich betrie­ben wer­den kön­nen. Dazu sol­len nun in Die­ti­kon 15 Jah­re lang Erfah­run­gen gesam­melt wer­den. Das ist die Min­dest­be­triebs­dau­er der Anla­ge. Das Ziel ist es, laut Tho­mas Pey­er von Swis­spower, das Erd­gas der­einst durch erneu­er­ba­res Gas zu erset­zen.

 

Alpiq: Inves­to­ren rei­chen Kla­ge ein

Die Inves­to­ren Knight Vin­ke und Mer­i­on Capi­tal haben nach Anga­ben der Ener­gie­ver­sor­ge­rin gegen die Höhe der Aus­gleichs­zah­lung in der Abfin­dungs­fu­si­on je eine Kla­ge gegen Alpiq ein­ge­reicht. Die Abfin­dungs­fu­si­on hat­ten die Gene­ral­ver­samm­lun­gen der Alpiq Hol­ding AG und der Alpha 2020 AG am 24. Juni geneh­migt. Sie ist inzwi­schen voll­zo­gen. Die dabei erfolg­te Zustim­mung auch zum Fusi­ons­ver­trag sah eine Abfin­dung von 70 Fran­ken pro Aktie vor, wel­che laut Alpiq zwi­schen­zeit­lich auch an alle Min­der­heits­ak­tio­nä­re aus­ge­rich­tet wor­den ist. Die Fusi­on ist im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen und voll­zo­gen.

 

CO2-Gesetz: Stän­de­rat erhöht Inlands­ziel

Der Stän­de­rat ist bei der Dif­fe­renz­be­rei­ni­gung zur Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes in eini­gen Punk­ten auf den Kurs des Natio­nal­rats ein­ge­bo­gen. So will er jetzt eben­falls min­des­tens 75 Pro­zent der Mass­nah­men zur Treib­haus­gas­re­duk­ti­on bis 2030 im Inland voll­zie­hen. Der Bun­des­rat hat­te ursprüng­lich 60 Pro­zent vor­ge­schla­gen. Das 75:25-Verhältnis ent­spricht einem Inland­ziel von min­des­tens 37,5 Pro­zent in Bezug auf die Ver­min­de­rung von 1990 bis 2030. Mit dem 60:40-Verhältnis wären es 30 Pro­zent gewe­sen. Bei­de Räte einig­ten sich auch bei der Fra­ge, wel­che Berei­che von den Sank­ti­ons­ein­nah­men bei Ver­stö­ßen sei­tens der Auto­im­por­teu­re pro­fi­tie­ren sol­len: u.a. der Kli­ma­fonds.

 

Offe­ne Gas­net­ze: Weko-Ent­scheid zeigt schweiz­weit Wir­kung

Die­sen Som­mer öff­ne­te ein Ent­scheid der Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (Weko) gegen die Ener­gie Was­ser Luzern Hol­ding AG (EWL) und die Erd­gas Zen­tral­schweiz AG (EGZ) den Erd­gas­markt in der Zen­tral­schweiz fak­tisch voll­stän­dig. Als Fol­ge des­sen haben in der Zwi­schen­zeit schweiz­weit vie­le Gas­netz­be­trei­ber ihr Netz für Dritt­lie­fe­ran­ten geöff­net. “Wir haben von prak­tisch allen grös­se­ren Gas­netz­be­trei­bern die Zusi­che­rung erhal­ten, dass sie Erd­gas­lie­fe­run­gen von Dritt­lie­fe­ran­ten zulas­sen wer­den”, sag­te René Bag­gen­stos, Geschäfts­lei­ter der Ener­pri­ce Ser­vice AG. Mit jedem loka­len, regio­na­len und natio­na­len Netz­be­trei­ber müss­ten sepa­ra­te Ver­trä­ge ver­han­delt wer­den.

 

CO2-Gesetz: Natio­nal­rat will kei­ne Pau­scha­le für Pri­vat­flü­ge

Bei der Dif­fe­renz­be­rei­ni­gung zur Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes hat der Natio­nal­rat dem Stän­de­rat in Sachen Flug­ti­cket­abga­be wider­spro­chen. Die klei­ne Kam­mer woll­te für Busi­ness­flü­ge eine Pau­schal­ab­ga­be von 500 Fran­ken ein­füh­ren. “Eine Pau­scha­le von 500 Fran­ken erach­ten wir als unfair”, sag­te FDP-Natio­nal­rat Mat­thi­as Jaus­lin und füg­te hin­zu: “Es ist doch nicht das­sel­be, ob ein PC 24 ab St. Gal­len-Alten­rhein nach Stutt­gart oder ein Gul­f­stream G650 ab St. Gal­len-Alten­rhein nach New York fliegt.” Die gros­se Kam­mer folg­te sei­ner Argu­men­ta­ti­on mehr­heit­lich und hielt damit an ihrer vor­ge­schla­ge­nen Band­brei­te der Abga­be von 500 bis 5.000 Fran­ken fest.

 

 

 

/sb/jr

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