# Revue KW 37

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Olten (ener­ga­te) – Der Schwei­zer Intra­day-Markt der Strom­bör­se Epex Spot konn­te wie­der stei­gen­de Volu­men regis­trie­ren. Außer­dem kri­ti­sier­te die Kli­ma­al­li­anz Schweiz auf einer Kon­fe­renz den geplan­ten Weg zur Treib­haus­gas­neu­tra­li­tät der Schweiz. Zudem stand der Geschäfts­füh­rer der Open Ener­gy Plat­form AG Rudolf Sum­mer­mat­ter im Inter­view Rede und Ant­wort.

 

Epex Spot: “Stei­gen­des Han­dels­vo­lu­men am Intra­day-Markt”

Der Schwei­zer Intra­day-Markt der Strom­bör­se Epex Spot regis­triert seit April 2019 wie­der stei­gen­de Volu­men. Er habe eine Han­dels­men­ge von 258,65 Mio. kWh erreicht, teil­te die Epex Spot gegen­über ener­ga­te mit. Dies habe aber die her­ben Ver­lus­te im Ver­gleich zum Vor­jahr nicht aus­glei­chen kön­nen. Im ers­ten Halb­jahr 2018 wur­de eine Men­ge von 1,05 Mrd. kWh gehan­delt. “Im Jahr 2017 betrug das Han­dels­vo­lu­men am Schwei­zer Intra­day-Markt noch zwei Mrd. kWh. Mit dem Start von XBID brach es dann um 85 Pro­zent ein”, so Davi­de Ori­fi­ci, Head of Swiss Office. XBID ist die pan-euro­päi­sche Intra­day-Markt­kopp­lung für kon­ti­nu­ier­li­chen Han­del, von der die Schweiz aus­ge­schlos­sen ist.

 

Kli­ma­al­li­anz will Net­to-Null-Ziel schnel­ler errei­chen

Die Kli­ma­al­li­anz Schweiz, das Bünd­nis von mehr als 70 Kli­ma­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen, hat bei einer Medi­en­kon­fe­renz am 9. Sep­tem­ber die geplan­te Marsch­rou­te der Schweiz betref­fend der Treib­haus­gas­neu­tra­li­tät kri­ti­siert. Das Bestre­ben, die CO2-Emis­sio­nen net­to auf null zu redu­zie­ren, soll nach dem Wil­len der Lan­des­re­gie­rung bis 2050 erreicht wer­den. Zu spät, fin­det die Kli­ma­al­li­anz, und for­dert die Net­to-Null bis 2040. Zudem erach­tet die Kli­ma­al­li­anz die jähr­li­che Reduk­ti­ons­ra­te der Emis­sio­nen als zu nied­rig. Von gegen­wär­tig minus zwei Pro­zent pro Jahr müs­se sich die­se auf minus vier Pro­zent ver­dop­peln, falls man die Kli­ma­zie­le von Paris wol­le.

 

Steu­er­erleich­te­run­gen für alter­na­ti­ve Antrie­be wer­den ver­län­gert

Auf Erd­gas, ver­flüs­sig­tes Erd­gas (LNG) und bio­ge­ne Treib­stof­fe sol­len wei­ter­hin Steu­er­erleich­te­run­gen gewährt wer­den. Der Natio­nal­rat hat sich dafür aus­ge­spro­chen, die seit Juli 2008 gel­ten­den Regeln zu ver­län­gern. Abge­lehnt wur­den Anträ­ge der Kom­mis­si­ons­min­der­hei­ten von lin­ker Sei­te und aus der Mit­te, im Sin­ne des Kli­ma­ab­kom­mens von Paris und mit Blick auf die anste­hen­de Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes auch ande­re Instru­men­te zu ver­län­gern oder zu ver­stär­ken. Am Ende ver­an­ker­te der Rat im Gesetz ledig­lich, dass die Treib­haus­gas­emis­sio­nen im Inland bis 2021 um wei­te­re 1,5 Pro­zent gegen­über 1990 zu ver­min­dern sind.

 

Gas­markt hat sich posi­tiv ent­wi­ckelt”

Gemäss Rudolf Sum­mer­mat­ter, Geschäfts­füh­rer der Open Ener­gy Plat­form AG (Ope­n­EP), haben erneu­er­ba­re Gase gros­ses Poten­zi­al, um die CO2-Emis­sio­nen zu sen­ken. Er teilt damit die Ansicht des Ver­bands der Schwei­ze­ri­schen Gas­in­dus­trie (VSG). Im Inter­view mit ener­ga­te erklärt Sut­ter­mat­ter aus­ser­dem, dass er ein aus­ge­wo­ge­nes Gas­ver­sor­gungs­netz als sinn­voll erach­tet. “Es gilt die Rechts­si­cher­heit für alle Betei­lig­ten zu erhö­hen. Wir erwar­ten ein Gesetz, das unse­re Posi­ti­on als markt­ori­en­tier­tes Ener­gie­be­schaf­fungs- und ‑han­dels­un­ter­neh­men stärkt”, so der Ope­n­EP-CEO. “Wir ver­spre­chen uns neue Markt­mög­lich­kei­ten und rich­ten unse­re Dienst­leis­tun­gen danach aus.”

 

Gros­ses Inter­es­se nach Stro­mer-Kauf­prä­mi­en

In der Schweiz gibt es eini­ge Kan­to­ne und Städ­te, die den Kauf von E‑Autos oder Lade­sta­tio­nen finan­zi­ell för­dern. Eine ener­ga­te-Umfra­ge zeigt nun, dass die­se För­de­rung auf gros­ses Inter­es­se stösst. Bes­tes Bei­spiel hier­für ist der Kan­ton Basel-Stadt. Seit dem 10. Janu­ar 2019 unter­stützt man hier Unter­neh­men, die ihren Sitz im Kan­ton haben, beim Kauf eines rei­nen Elek­tro­fahr­zeugs mit 20 Pro­zent des Kauf­prei­ses oder maxi­mal 5.000 Fran­ken pro Fahr­zeug. “Mit der Akti­on sind wir sehr zufrie­den”, lau­tet das Fazit von Domi­nik Kel­ler, dem stell­ver­tre­ten­den Lei­ter vom zustän­di­gen Amt für Umwelt und Ener­gie (AUE). /kb/mf/vr

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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