# Revue KW 38

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Olten (ener­ga­te) — Seit die­sem Jahr ist die Kom­pen­sa­ti­on der emit­tier­ten Treib­haus­ga­se obli­ga­to­risch. Das schreibt das Pari­ser Über­ein­kom­men fest. Die Bun­des­ver­wal­tung kom­pen­sier­te schon 2019 frei­wil­lig gut zwei Drit­tel ihrer Emis­sio­nen, in die­sem Jahr kauf­te sie nun so vie­le Emis­si­ons­re­duk­ti­ons­zer­ti­fi­ka­te, dass sie offi­zi­ell kli­ma­neu­tral ist.

 

Dis­kus­si­ons­run­de beklagt ideo­lo­gi­sier­te Ener­gie­po­li­tik­de­bat­te

Bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on zum The­ma “Ver­sor­gungs­si­cher­heit Schweiz” an der Jah­res­ta­gung des energie-cluster.ch waren sich die Teil­neh­mer einig: Es gibt noch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al, was die natio­na­le Ener­gie­po­li­tik und die Ener­gie­wen­de anbe­langt. “Wir müs­sen im Gesamt­sys­tem den­ken”, sag­te etwa Micha­el Frank, Direk­tor des Ver­ban­des Schwei­ze­ri­scher Elek­tri­zi­täts­un­ter­neh­men (VSE). “Doch der Bund lehnt eine Gesamt­be­trach­tung ab. Das fin­de ich sehr tra­gisch.” Zudem lau­fe man in eine ideo­lo­gi­sier­te Debat­te hin­ein, was die umstrit­te­ne Ener­gie­quel­le Gas ange­he. “Wir wis­sen aber, dass wir ein Win­ter­strom­pro­blem haben. Daher soll­ten wir die Gas­net­ze nicht her­aus­reis­sen, so Frank.

 

Erb: “Die Nut­zung von Strom wird bei Fahr­zeug­an­trie­ben domi­nie­ren”

Mobi­li­tät und deren Elek­tri­fi­zie­rung ist beim The­ma Ener­gie­wen­de ein viel dis­ku­tier­ter Aspekt. Mar­tin Erb, CEO vom Fuhr­park­ma­nage­ment Alpha­bet, erklärt im Inter­view, wel­che Kri­te­ri­en Fir­men für ihre Fahr­zeug­flot­te anwen­den. Fir­men sei­en vor allem bestrebt, mög­lichst kos­ten­güns­ti­ge Fahr­zeu­ge zu haben, die zugleich die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se erfül­len. Auch Ener­gie­ef­fi­zi­enz sei ein Kri­te­ri­um, aber nicht das pri­mä­re. Vie­le Her­stel­ler drän­gen mitt­ler­wei­le in das Geschäft der Bat­te­rie­pro­duk­ti­on, doch da ihnen noch das Know­how fehlt, müs­sen sie hohe Inves­ti­tio­nen täti­gen, um in die Pro­duk­ti­on ein­stei­gen zu kön­nen, so Erb.

 

Leclan­ché wird in zwei Fir­men auf­ge­spal­ten

Der West­schwei­zer Bat­te­rie­her­stel­ler Leclan­ché wird in zwei selbst­stän­dig ope­rie­ren­de Gesell­schaf­ten auf­ge­teilt: “eTrans­port Solu­ti­ons” und “Sta­tio­na­ry Sto­rage Solu­ti­ons”. Die Auf­spal­tung soll ab dem vier­ten Quar­tal 2020 gel­ten. Die Trans­port­s­par­te soll sich auf die Elek­tri­fi­zie­rung von Flot­ten­fahr­zeu­gen und Schif­fen kon­zen­trie­ren, die Lager­spar­te auf die Inte­gra­ti­on erneu­er­ba­rer Ener­gien in das Strom­netz und Öko­strom­an­la­gen. Das Geschäft mit spe­zia­li­sier­ten Bat­te­rie­sys­te­men soll ent­we­der ver­kauft oder in ein Joint Ven­ture über­tra­gen wer­den. Zudem wan­delt Leclan­ché, wie an der Jah­res­ver­samm­lung beschlos­sen, Schul­den von ins­ge­samt 61 Mio. Fr. in Eigen­ka­pi­tal um.

 

Bun­des­ver­wal­tung erklärt sich kli­ma­neu­tral

Die Bun­des­ver­wal­tung ist auf­grund des Kaufs inter­na­tio­na­ler Beschei­ni­gun­gen, die alle emit­tier­ten Treib­haus­ga­se der Behör­de kom­pen­sie­ren, ab die­sem Jahr kli­ma­neu­tral. Das teilt das Bun­des­amt für Ener­gie mit. 2019 hat die zen­tra­le Bun­des­ver­wal­tung nach eige­nen Anga­ben 37.242 Ton­nen CO2-Emis­sio­nen ver­ur­sacht. Davon habe sie 25.613 Ton­nen CO2 durch den Kauf von 25.613 Emis­si­ons­re­duk­ti­ons­zer­ti­fi­ka­ten kom­pen­siert, heisst es. Die Beschaf­fung der Zer­ti­fi­ka­te sei zen­tral durch das Bun­des­amt für Umwelt (Bafu) erfolgt und wer­de durch die kom­pen­sie­ren­den Ämter finan­ziert. Die Kom­pen­sa­tio­nen erfol­gen im Rah­men des Res­sour­cen- und Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems der Bun­des­ver­wal­tung (Rum­ba).

 

Kli­ma­fonds soll teil­wei­se Pro­duk­ti­on erneu­er­ba­rer Gase finan­zie­ren

Bei der Fra­ge, wie Erträ­ge aus dem geplan­ten Kli­ma­fonds die CO2-Emis­sio­nen im Gebäu­de­sek­tor ver­rin­gern sol­len, will der Natio­nal­rat, dass ein Teil des Gel­des für Anla­gen zur Pro­duk­ti­on erneu­er­ba­rer Ener­gie­trä­ger ver­wen­det wird. Der Stän­de­rat drängt dar­auf, dass es sich dabei um Anla­gen zur Pro­duk­ti­on und Ein­spei­sung erneu­er­ba­rer Gase ins schwei­ze­ri­sche Gas­netz han­delt. Eini­gen konn­ten sich Stän­de­rat und Natio­nal­rat in der Debat­te um das CO2-Gesetz auf einen fle­xi­blen Abga­be­satz auf Pri­vat­flü­ge und dar­auf, mit Gel­dern aus der Mine­ral­öl­steu­er erneu­er­ba­re Antriebs­tech­no­lo­gien im öffent­li­chen Stras­sen­ver­kehr zu för­dern. /kb/sb/jr

 

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