# Revue KW 39

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Olten (ener­ga­te) — Stän­de­rat und Natio­nal­rat haben dem Gesetz­ent­wurf zur Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes zuge­stimmt, nach­dem letz­te Dif­fe­ren­zen aus dem Weg geräumt wur­den. Der Ver­wal­tungs­rat der Alpiq Hol­ding AG wähl­te Ant­je Kann­gies­ser als neue CEO, sie wird vor­aus­sicht­lich zum 1. April 2021 ihr Amt auf­neh­men.

 

Bran­che hebt Vor­tei­le der Wind­an­la­gen her­vor

An der Wind­ener­gietagung, die der Ver­band Suis­se Eole orga­ni­siert hat, haben Ver­tre­ter aus der Bran­che für eine höhe­re Nut­zung und einen Aus­bau der Wind­ener­gie plä­diert. So sag­te Lio­nel Per­ret, Geschäfts­füh­rer des Ver­bands, in der Schweiz gebe es kein Pro­blem mit dem Wind, die­ser sei genü­gend vor­han­den. Die Schweiz ist nach Per­rets Ansicht sogar ide­al für Wind­an­la­gen. Abge­se­hen davon sei Wind­ener­gie neben Was­ser­kraft die öko­lo­gischs­te Strom­pro­duk­ti­on. Die Refe­ren­ten der Wind­ener­gietagung mei­nen: Poten­zi­al und Tech­no­lo­gie zur Rea­li­sie­rung von Wind­pro­jek­ten in der Schweiz sind vor­han­den. Bloss der Bewil­li­gungs­pro­zess ist laut Per­ret end­los.

 

Dün­ne Kera­mik­schicht könn­te Bat­te­rien revo­lu­tio­nie­ren

Ultra­dün­ne Schich­ten einer spe­zi­el­len Kera­mik könn­ten die Pro­duk­ti­on von leis­tungs­star­ken Fest­kör­per­bat­te­rien in naher Zukunft mög­lich machen. Das berich­ten For­scher der Eid­ge­nös­si­schen Mate­ri­al­prü­fungs- und For­schungs­an­stalt (Empa). Sie haben nach einem fes­ten Elek­tro­ly­ten gesucht, dem Leit­me­di­um für künf­ti­ge Fest­kör­per­bat­te­rien. Die­ser soll die Elek­tro­lyt­flüs­sig­keit in Lithi­um-Ionen-Akkus erset­zen, die leicht ent­flamm­bar ist. Ein unbrenn­ba­rer und zugleich hit­ze­be­stän­di­ger Fest­kör­per wür­de nicht nur die­sen Nach­teil besei­ti­gen, son­dern auch noch für eine höhe­re Leis­tungs­fä­hig­keit und eine län­ge­re Lebens­dau­er wesent­li­che Vor­tei­le sol­cher Bat­te­rien sor­gen.

 

Alpiq: Kann­gies­ser über­nimmt Nach­fol­ge von Schni­drig

Ant­je Kann­gies­ser wird neue CEO der Alpiq-Grup­pe. Sie tritt die Nach­fol­ge von André Schni­drig an. Die­ser war erst im ver­gan­ge­nen Dezem­ber zum CEO des Kon­zerns gewählt wor­den, hat­te aber aus gesund­heit­li­chen Grün­den sei­nen Rück­tritt erklä­ren müs­sen, wor­auf Jens Alder ad inte­rim über­nahm. Alpiq lob­te Kann­gies­ser als “her­aus­ra­gen­de Füh­rungs­kraft mit star­ken Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten und aus­ge­zeich­ne­tem ana­ly­ti­schen Denk­ver­mö­gen”. Sie sei eine pro­fun­de Ken­ne­rin der Ener­gie­bran­che, ken­ne die rele­van­ten Geschäfts­pro­zes­se eines inter­na­tio­na­len Ener­gie­un­ter­neh­mens wie Alpiq und besit­ze ein brei­tes kom­mer­zi­el­les Know­how.

 

CO2-Gesetz: Räte berei­ni­gen Dif­fe­ren­zen

Die Total­re­vi­si­on des CO2-Geset­zes hat eine wei­te­re Hür­de genom­men. Sowohl Natio­nal- als auch Stän­de­rat haben dem Geset­zes­ent­wurf zuge­stimmt. Damit sind die bei­den Räte dem Antrag der Eini­gungs­kon­fe­renz gefolgt, der die Annah­me der Vor­la­ge emp­foh­len hat­te. Zuvor hat­te sich die Eini­gungs­kon­fe­renz noch mit drei Dif­fe­ren­zen befasst. Dabei ging es um die CO2-Abga­be auf Pri­vat­flü­ge, um die Ver­wen­dung der Bei­trä­ge aus dem geplan­ten Kli­ma­fonds und um die Fra­ge, ob die Fahr­läs­sig­keit bei Hin­ter­zie­hung oder Gefähr­dung der CO2-Abga­be als Straf­tat­be­stand im Gesetz ver­an­kert wer­den soll­te. Bei letz­te­rer Dif­fe­renz fiel die Ent­schei­dung zuguns­ten des Natio­nal­rats ‑die­ser plä­dier­te für die Bewer­tung als Straf­tat.

 

Grü­ne wol­len Ver­bren­nungs­mo­to­ren ab 2025 nicht mehr zulas­sen

Vor der Schluss­ab­stim­mung zum neu­en CO2-Gesetz und kurz nach­dem die Total­re­vi­si­on des Geset­zes im Natio­nal­rat behan­delt wur­de, haben die Grü­nen eine Ver­schär­fung der Mass­nah­men zum Kli­ma­schutz ver­langt. Sie for­dern nun, dass ab 2025 statt ab 2030 nur noch Per­so­nen­wa­gen und leich­te Nutz­fahr­zeu­ge ohne fos­si­len Antrieb neu zuge­las­sen wer­den. Damit schwen­ken die Grü­nen auf die Linie um, die die Jun­gen Grü­nen vor­ge­zeich­net haben. Die­se hat­ten sich im August für ein Zulas­sungs­ver­bot für Ver­bren­nungs­mo­to­ren bis spä­tes­tens 2025 aus­ge­spro­chen, nach­dem sie den von der Mut­ter­par­tei vor­ge­leg­ten Kli­ma­plan als zu wenig ambi­tio­niert beur­teilt hat­ten. /kb/sb/jr

 

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