# Revue KW 4

Olten (ener­ga­te) — Die Grü­nen ver­schär­fen ihren Kli­ma­plan und haben ihre Fris­ten vor­ver­legt. Ers­te gro­ße Erfol­ge ver­zeich­net die Regi­on des Swiss Ener­gy­parks: 86 Pro­zent ihres Bedarfs deck­ten sie mit loka­ler erneu­er­ba­rer Ener­gie. Was­ser­stoff­a­n­al­gen in Berg­re­gio­nen sei­en jedoch nicht ren­ta­bel, dort soll­te in Pho­to­vol­ta­ik inves­tiert werden.

 

EBL: Mobi­li­ty Hub ver­zö­gert sich, Invest­ment-Pro­jekt auf Kurs

In ihrer 120-jäh­ri­gen Geschich­te mach­te die Genos­sen­schaft Elek­tra Basel­land (EBL) auch Pha­sen der Erneue­rung durch. Des­we­gen sieht CEO Tobi­as Andrist das Unter­neh­men für den schnel­len und umfas­sen­den Umbruch durch Ener­gie­wen­de und Digi­ta­li­sie­rung gut auf­ge­stellt: “Die aus­ge­zeich­ne­te Aus­gangs­la­ge der EBL erlaubt es uns […], die Ver­än­de­run­gen als Chan­ce wahr­zu­neh­men.” Die größ­ten Chan­cen sieht die EBL in der Wär­me­ver­sor­gung, Strom­pro­duk­ti­on und im Strom­netz. Der­zeit ist die EBL an meh­re­ren Groß­pro­jek­ten betei­ligt. Dar­un­ter ist der Bau des Groß­wär­me­ver­bund Lie­se­tal, in den sie bis 2030 72 Mil­lio­nen aus eige­nen Mit­teln investiert.

 

Grü­ne: Dele­gier­te seg­nen ver­schärf­ten Kli­ma­plan ab

Die Grü­nen wol­len bezüg­lich Kli­ma­po­li­tik schär­fe­re Maß­nah­men als bis­her vor­ge­se­hen. Das beschlos­sen sie an ihrer Dele­gier­ten­ver­samm­lung vom 23. Janu­ar. Dabei debat­tier­ten sie über ihren erst kürz­lich vor­ge­stell­ten Kli­ma­plan “Schweiz kli­ma­po­si­tiv”. Punk­tu­ell ver­schärf­ten sie die­sen, etwa in Bezug auf den Finanz­platz, der nun schon bis 2025 statt 2035 sei­ne Inves­ti­tio­nen in erneu­er­ba­re Ener­gien len­ken soll. Die Dele­gier­ten nah­men die ver­schärf­te Ver­si­on schließ­lich an. In ihrer Kli­ma­po­li­tik gin­gen sie damit wei­ter als alle ande­ren Par­tei­en, schrei­ben die Grü­nen. Gemäß ihres Kli­ma­plans soll die Schweiz bis 2030 kli­ma­neu­tral und spä­tes­tens ab 2040 kli­ma­po­si­tiv sein.

 

Exper­ten: Klei­ne Was­ser­stoff­an­la­gen in Berg­re­gio­nen nicht rentabel

Exper­ten hal­ten es aus öko­no­mi­schen Grün­den für wenig sinn­voll, in Berg­re­gio­nen klei­ne Was­ser­stoff­an­la­gen zu bau­en. Das geht aus einer Dis­kus­si­ons­run­de im Rah­men der Ener­gie­for­schungs­ge­sprä­che vom Alpi­nen Ener­gie For­schungs Cen­ter (AlpEn­For­Ce) her­vor. Die Was­ser­stoff­pro­duk­ti­on in den Ber­gen aus über­schüs­si­gem Strom von erneu­er­ba­ren Ener­gien wür­de kur­ze Trans­port­we­ge zu Tank­stel­len ermög­li­chen. Die klei­nen Was­ser­stoff­an­la­gen sei­en jedoch sehr teu­er, so Chris­ti­an Bach, Lei­ter Abtei­lung Fahr­zeug­an­triebs­sys­te­me bei der Eid­ge­nös­si­schen Mate­ri­al­prü­fungs- und For­schungs­an­stalt (Empa). Berg­re­gio­nen sei­en eher für Strom aus Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen interessant.

 

Swiss Ener­gy­park sorgt für Rekord

Die Regi­on des Swiss Ener­gy­parks ver­zeich­ne­te 2020 mit 127 Mio. kWh erzeug­ter erneu­er­ba­rer Ener­gie einen Pro­duk­ti­ons­re­kord, das sind 5 Mio. kWh mehr als 2019. Das Gebiet, auf dem sich das Wind­kraft­werk Juvent, das Son­nen­kraft­werk Mont-Soleil und das Was­ser­kraft­werk La Goule befin­den, habe damit Strom für rund 28.200 Haus­hal­te pro­du­ziert, schreibt die BKW, Mit­in­iti­an­tin des Parks. Die Regi­on, die dem Ver­sor­gungs­ge­biet von La Goule ent­spricht, konn­te so 86 Pro­zent ihres Bedarfs mit loka­ler erneu­er­ba­rer Ener­gie aus nach­hal­ti­gen Quel­len decken. Eine der­ar­ti­ge Quo­te sei in die­ser Höhe ein­ma­lig in der Schweiz, so die BKW.

 

Stu­die: Stun­den­prei­se rut­schen öfter in den Negativbereich

 

Eine Stu­die der Eid­ge­nös­si­schen Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on (Elcom) kommt zu dem Ergeb­nis, dass es an den Day-Ahead-Märk­ten in der Schweiz zu einer Zunah­me von Stun­den mit nega­ti­ven Prei­sen kam. Elcom ana­ly­sier­te hier­zu nega­ti­ve Prei­se in der Schweiz, Frank­reich und Deutsch­land in den Jah­ren 2015 bis 2020. Die meis­ten nega­ti­ven Stun­den gab es in der Schweiz im Jahr 2020, näm­lich 75 Stun­den. Laut der Stu­die habe sich vor allem die durch die Coro­na­pan­de­mie beding­te tie­fe­re Last im Jahr 2020 auf die Anzahl nega­ti­ver Prei­se zuneh­mend aus­ge­wirkt. Eben­falls sei die­se durch den Aus­bau von erneu­er­ba­ren Ener­gien in Deutsch­land begüns­tigt wor­den. /sb/jg/jr

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