# Revue KW 41

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — West­schwei­zer Sek­tio­nen von Kli­ma­st­reik Schweiz hat­ten ver­gan­ge­ne Woche bekannt­ge­ben, ein Refe­ren­dum gegen das neue CO2-Gesetz zu lan­cie­ren, weil es ihnen nicht weit genug geht. Meh­re­re Poli­ti­ker rufen dazu auf, das nicht zu unter­stüt­zen. Der­weil spricht sich das Forum Aus­sen­po­li­tik unter ande­rem für ein Strom­ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und der EU aus.

Im Por­trät: Orme­ra

Der Wan­del der Ener­gie­bran­che, der von der Digi­ta­li­sie­rung und neu­en Kun­den­er­war­tun­gen getrie­ben wird, bringt neue Fir­men her­vor — zum Bei­spiel Orme­ra. Das Start-up aus Bern bie­tet Strom­pro­du­zen­ten über eine Online-Platt­form eine ganz­heit­li­che Lösung an, die den gesam­ten Ver­rech­nungs­pro­zess erleich­tert. “Wer selbst Strom pro­du­ziert, kann damit den kom­plet­ten Ablauf vom Able­sen der Strom­zäh­ler bis zum Kon­to­ab­zug über eine Block­chain auto­ma­ti­sie­ren”, beschreibt die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­ant­wort­li­che Ange­la Bönz­li das Geschäfts­mo­dell. Grund­la­ge für die Lösung von Orme­ra sind intel­li­gen­te Strom­zäh­ler, also das Prin­zip des Inter­net of Things (IoT).

 

Unmut über Refe­ren­dums­ent­scheid gegen das CO2-Gesetz

Die Poli­tik reagiert gröss­ten­teils mit Unver­ständ­nis auf die Ankün­di­gung von West­schwei­zer Sek­tio­nen der Kli­ma­st­reik-Bewe­gung, gegen das neue CO2-Gesetz das Refe­ren­dum zu ergrei­fen. So rief etwa SP-Natio­nal­rat Roger Nord­mann per Twit­ter expli­zit dazu auf, das Refe­ren­dum nicht zu unter­schrei­ben, kei­ne Unter­schrif­ten zu sam­meln und warn­te bei der Ableh­nung des Geset­zes vor dem Ver­lust meh­re­rer Jah­re. Es sei gut, des­we­gen bekämpf­ten es die SVP und die ehe­ma­li­ge Erd­öl­ver­ei­ni­gung Ave­ner­gy Suis­se. Auch Bal­tha­sar Glätt­li, Prä­si­dent der Grü­nen und Für­spre­cher des neu­en CO2-Geset­zes, hält ein Refe­ren­dum für “kli­ma­po­li­tisch unver­ant­wort­lich”.

 

Leclan­ché lie­fert Bat­te­rie­spei­cher für Hybrid­schif­fe

Im Auf­trag der Com­pa­gnie Géné­ra­le de Navi­ga­ti­on sur le Léman (CGN) soll der Ener­gie­spei­cher­spe­zia­list Leclan­ché auf dem Gen­fer­see zwei neue Schif­fe mit Hybrid­an­trieb mit einem Bat­te­rie­spei­cher­sys­tem aus­rüs­ten. In den Schif­fen soll das Mari­ne-Rack-Sys­tem von Leclan­ché mit den fir­men­ei­ge­nen Lithi­um-Ionen-Zel­len-Bat­te­rien zum Ein­satz kom­men. Leclan­ché wur­de vom Schwei­zer Schiff­bau­un­ter­neh­men Ship­t­ec AG (Luzern) und Sie­mens Ener­gy SRL (Mai­land) für das Pro­jekt aus­ge­wählt. Die bei­den Schif­fe sol­len zwi­schen 2022 und 2023 die bestehen­den die­sel­be­trie­be­nen Schif­fe auf den Stre­cken zwi­schen Evi­an-les-Bains (F) und Lau­sanne sowie Tho­non-les-Bains (F) und Lau­sanne erset­zen.

 

Dörig: “Ohne Abkom­men kann unser Netz nicht opti­mal betrie­ben wer­den”

Das Forum Aus­sen­po­li­tik “for­aus” plä­diert für eine Ver­tie­fung der Bezie­hun­gen zwi­schen der Schweiz und der EU in fünf Dos­siers, dar­un­ter Strom. Dazu for­dert es den raschen Abschluss eines Strom­ab­kom­mens mit der EU. Ste­fan Dörig, einer der Autoren der Stu­die, legt im Inter­view dar, wo die Hür­den für ein sol­ches Abkom­men lie­gen. So kön­ne am Strom­bin­nen­markt nur teil­neh­men, wer sich an alle Regeln hält. Man müs­se in Zukunft einen Gross­teil der tech­ni­schen EU-Nor­men über­neh­men, um die Strom­ver­sor­gung nicht zu gefähr­den. Aus­ser­dem müs­se man von natio­na­len Allein­gän­gen wie der soge­nann­ten “glei­ten­den Markt­prä­mie” abse­hen.

 

CO2-Gesetz: Eco­no­mie­su­is­se gibt sich zurück­hal­tend

Der Wirt­schafts­dach­ver­band Eco­no­mie­su­is­se ist noch unschlüs­sig, ob er ein all­fäl­li­ges Refe­ren­dum gegen das CO2-Gesetz unter­stüt­zen möch­te. Der jet­zi­ge Geset­zes­ent­wurf wer­de erst ana­ly­siert, heisst es. Dabei kön­nen sich alle Ver­bands­mit­glie­der ein­brin­gen, so Eco­no­mie­su­is­se-Direk­to­rin Moni­ka Rühl. Die Dis­kus­sio­nen wür­den erst in Arbeits­grup­pen geführt und am Schluss im Vor­stand. Es gehe auch um die Fra­ge, was die Wirt­schaft bereits jetzt für eine Sen­kung der CO2-Emis­sio­nen mache. In Bezug auf die geplan­te Abga­be auf Ben­zin und Die­sel aller­dings sei eine Mehr­heit der Mit­glie­der zum Schluss gekom­men, dass eine sol­che unter­stützt wer­den soll­te. /kb/jr

 

ener|gate gmbh

ener|gate gmbh

Inhalte aus dem energate messenger Schweiz
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.ch
Kontakt: info@energate.ch

Bei­trag Tei­len:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook