# Revue KW 42

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Olten (ener­ga­te) — Wäh­rend Landis+Gyr, Anbie­ter von Ener­gie­ma­nage­ment-Lösun­gen, im ers­ten Geschäfts­halb­jahr 2020 ernüch­tern­de Ergeb­nis­se ver­zeich­net, pro­fi­tiert Power­gia, Betrei­ber von Online-Platt­for­men für eine opti­mier­te Ener­gie­be­schaf­fung, von der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung der Ener­gie­bran­che. Von neu­en digi­ta­len Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­ten erhofft sich Power­gia Wachs­tums­chan­cen.

 

Im Por­trät: Power­gia

Das Unter­neh­men Power­gia hat Online-Por­ta­le wie etwa ein Auk­ti­ons­por­tal für die Strom­be­schaf­fung lan­ciert. Im Vor­der­grund steht laut dem HSG-Spin­off die Opti­mie­rung der Strom­be­schaf­fung in der Schweiz und grenz­über­grei­fend inner­halb Euro­pas. Mit dem Ange­bot von digi­ta­len Lösun­gen will sich Power­gia von der Kon­kur­renz abhe­ben. So sei die Auk­ti­ons­platt­form in der Schweiz bis­her ein­ma­lig, denn die Strom­be­schaf­fung erfol­ge ins­ge­samt noch über­wie­gend ana­log. Die Kun­den pro­fi­tier­ten von Kos­ten­ein­spa­run­gen durch eine unein­ge­schränk­te Lie­fe­ran­ten­aus­wahl, Zeit­ein­spa­run­gen durch auto­ma­ti­sier­te Pro­zes­se und Unter­stüt­zung bei der Strom­be­schaf­fung bis hin zu deren kom­plet­ten Aus­la­ge­rung.

 

Landis+Gyr schreibt rote Zah­len

Der Umsatz von Landis+Gyr ist im ers­ten Geschäfts­halb­jahr 2020 im Ver­gleich zum ers­ten Halb­jahr 2019 von 862, 8 Mio. auf 623,5 Mio. Dol­lar gesun­ken. Beson­ders stark ging der Net­to­um­satz in der Regi­on EMEA zurück, also in Euro­pa, dem Nahen Osten und Afri­ka, näm­lich um 30,4 Pro­zent im Ver­gleich zur Vor­jah­res­pe­ri­ode. Auch das Ebit­da und das Kon­zern­er­geb­nis muss­ten star­ke Ver­lus­te hin­neh­men. Ein Grund für die schlech­ten Zah­len sind die wirt­schaft­li­chen Fol­gen von Covid-19. Mit dem Pro­jekt Her­mes, das auch Stel­len­strei­chun­gen ein­schliesst, sol­len Kos­ten gesenkt wer­den. Ab dem Geschäfts­jahr 2021 rech­net Landis+Gyr mit jähr­li­chen Ein­spa­run­gen in Höhe von etwa 30 Mio. Dol­lar.

 

Har­per: “Die Schweiz ist für Wind­kraft nicht opti­mal”

Inves­ti­tio­nen in erneu­er­ba­re Ener­gien sind für vie­le Anle­ger attrak­tiv gewor­den. Grant Har­per, CEO der Ver­mö­gens­ver­wal­tung Invest­In­vent, emp­fiehlt beson­ders Inves­ti­tio­nen in Wind­ener­gie, da Onshore-Wind­an­la­gen unab­hän­gig von der Bör­sen­ent­wick­lung posi­ti­ve Ren­di­ten erwirt­schaf­ten. In der Schweiz hät­ten sol­che Anla­gen einen schwe­ren Stand, weil der Platz knapp sei und die Luft­dich­te in den Schwei­zer Ber­gen nicht opti­mal sei, so Har­per im Inter­view. Des­halb erwer­be Invest­In­vent Wind­an­la­gen in Deutsch­land und Frank­reich und pla­ne Inves­ti­tio­nen in Spa­ni­en und Por­tu­gal.

 

Bund gewährt zins­lo­se Dar­le­hen auf Sanie­run­gen

Der Bun­des­rat hat über die Eck­punk­te und die Umset­zung des Son­der­pro­gramms für die För­de­rung von umfas­sen­den ener­ge­ti­schen Sanie­run­gen infor­miert. Dem­nach gewährt er wäh­rend der ers­ten zehn Jah­re zins­freie Dar­le­hen aus dem Fonds de rou­le­ment. Mit die­sen sol­len Erneue­rungs­vor­ha­ben geför­dert wer­den, bei denen der Zustand der Gebäu­de­hül­le nach­weis­lich auf die Stu­fe B des Gebäu­de­en­er­gie­aus­wei­ses (GEAK) ver­bes­sert wird oder die den Miner­gie-Stan­dard erfül­len. Auf die­se Wei­se will der Bund Anrei­ze schaf­fen, damit gemein­nüt­zi­ge Wohn­bau­trä­ger ihre Sied­lun­gen nach­hal­tig sanie­ren. Die Lauf­zeit der Dar­le­hen beträgt 25 Jah­re, pro Woh­nung wird ein Betrag von 50.000 Fran­ken aus­ge­rich­tet.

 

Stu­die: Gebäu­de kön­nen mit weni­ger grau­er Ener­gie gebaut wer­den

Die graue Ener­gie, die beim Bau von Gebäu­den anfällt, kann um bis zu 40 Pro­zent gesenkt wer­den. Die Treib­haus­gas­emis­sio­nen könn­ten sogar um 50 bis 60 Pro­zent gerin­ger aus­fal­len. Das hat eine Stu­die des Öko­bi­lanz­un­ter­neh­mens Tree­ze Ltd. fest­ge­stellt, unter­stützt von Ener­gie­Schweiz und der Stadt Zürich. In einem Pro­jekt wur­de anhand von zwei Bei­spiel­ge­bäu­den unter­sucht, wie stark die Umwelt­be­las­tun­gen redu­ziert wer­den könn­ten, wenn Bau­ma­te­ri­al­her­stel­ler mög­lichst treib­haus­gas­arm pro­du­zier­ten, die Ener­gie­ver­sor­gung in der Schweiz auf erneu­er­ba­re Ener­gie­trä­ger umge­stellt wer­de und die Trans­por­te mög­lichst treib­haus­gas­arm durch­ge­führt wür­den. /sb/kb/jr

 

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