# Revue KW 43

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Das Elek­tri­zi­täts­werk des Kan­tons Nid­wal­den (EWN) wird ab dem 1. Novem­ber neben Strom nach und nach auch wei­te­re Pro­duk­te in sein Port­fo­lio auf­neh­men. Im ers­ten Schritt will EWN in die Wär­me- und Käl­te­ver­sor­gung ein­stei­gen, auch Pro­jek­te im Bereich Gas und Was­ser­stoff sind künf­tig denk­bar. In Basel plant IWB den Aus­bau des Fern­wär­me­net­zes.

 

Im Por­trät: Etur­ni­ty AG

Der Wan­del der Ener­gie­bran­che bringt neue Fir­men her­vor — zum Bei­spiel die Etur­ni­ty AG. Sie will mit ihren Auto­ma­ti­sie­rungs- und Stan­dar­di­sie­rungs­lö­sun­gen die Ver­kaufs- und Bera­tungs­pro­zes­se von Unter­neh­men aus dem Ener­gie­sek­tor opti­mie­ren. “Gemein­sam mit unse­ren Kun­den wol­len wir zu mehr erneu­er­ba­ren Ener­gien und effi­zi­en­ter Ener­gie­nut­zung bei­tra­gen”, sagt Mat­thi­as Wiget, einer der Grün­der von Etur­ni­ty. Das geschieht über die gleich­na­mi­ge Platt­form, die Soft­ware­lö­sun­gen für den Ver­trieb im Pho­to­vol­ta­ik- und Hei­zungs­be­reich anbie­tet. Die Ziel­grup­pe sind vor allem Instal­la­teu­re und Ener­gie­ver­sor­ger.

 

Stu­die: E‑Autos sind wegen Coro­na im Auf­wind

Elek­tro­mo­bi­li­tät ist gefrag­ter denn je — auch wegen der Coro­na-Pan­de­mie. Das zeigt das Baro­me­ter E‑Mobilität, die jähr­li­che Elek­tro­mo­bi­li­täts­stu­die vom Tou­ring Club Schweiz (TCS), die in Zusam­men­ar­beit mit dem For­schungs­in­sti­tut GFS Bern durch­ge­führt wur­de. Dem­nach füh­re die Coro­na-Kri­se zu einer Neu­be­ur­tei­lung vie­ler Lebens­aspek­te und beein­flus­se auch das Mobi­li­täts­ver­hal­ten der Schwei­zer Bevöl­ke­rung. Das Auto sei 2020 als Fort­be­we­gungs­mit­tel wich­ti­ger als noch im letz­ten Jahr (+5%), die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel wür­den dage­gen weni­ger wich­tig (-3%). Die Kom­bi­na­ti­on aus Wunsch nach Sicher­heit (Indi­vi­du­al­ver­kehr) und Nach­hal­tig­keit (Umwelt scho­nen) sei der Treib­stoff für die wei­te­re Ver­brei­tung der E‑Mobilität.

 

IWB plant hohe Inves­ti­tio­nen ins Bas­ler Fern­wär­me­netz

Die Indus­tri­el­len Wer­ke Basel (IWB) möch­ten in der Stadt Basel die Wär­me­ver­sor­gung bis 2035 kom­plett umbau­en. In einer Mit­tei­lung schreibt die Ener­gie­ver­sor­ge­rin, dass sie in den nächs­ten 15 Jah­ren rund 460 Mio. Fran­ken in den Aus­bau des Fern­wär­me­net­zes inves­tie­ren will. Der Gross­teil der Inves­ti­ti­on (rund 248 Mio. Fran­ken) soll dem­nach über die Fern­wär­me­tari­fe finan­ziert wer­den. 42 Mio. Fran­ken stamm­ten aus den Kun­den­bei­trä­gen für neue Fern­wär­me-Haus­an­schlüs­se, wei­te­re 60 Mio. Fran­ken will IWB aus den eige­nen Mit­teln bei­steu­ern. Hin­ter­grund der Inves­ti­tio­nen ist das Ziel des Bas­ler Regie­rungs­ra­tes, das Hei­zen im Stadt­kan­ton kli­ma­freund­li­cher zu machen.

 

EWN darf umfas­sen­der Ener­gie­an­bie­ter wer­den

Das Elek­tri­zi­täts­werk des Kan­tons Nid­wal­den (EWN) darf sich zum umfas­sen­den Ener­gie­an­bie­ter ent­wi­ckeln und künf­tig auch mit ande­ren Ener­gie­trä­gern als Strom am Markt auf­tre­ten. Dies hat der Nid­wald­ner Land­rat am 21. Okto­ber oppo­si­ti­ons­los beschlos­sen. Kon­kret hat der Land­rat das EWN dazu ermäch­tigt, Anla­gen zur Pro­duk­ti­on, Ver­tei­lung und Ver­wen­dung von Wärme/Kälte, Gas und Was­ser­stoff zu errich­ten und zu betrei­ben. Der Ermäch­ti­gungs­be­schluss tritt am 1. Novem­ber im Kraft. Die Aus­wei­tung der Geschäfts­tä­tig­keit ist auch vor dem Hin­ter­grund einer all­fäl­li­gen voll­stän­di­gen Strom­markt­öff­nung zu sehen.

 

Axpo-Toch­ter erstellt Dach­an­la­ge im Dis­ney­land

Der fran­zö­si­sche Soft­ware­ent­wick­ler Urba­so­lar, eine Toch­ter­ge­sell­schaft der Axpo, erstellt über dem Park­platz des Dis­ney­lands Paris eine 30 MW-Solar­an­la­ge. Nach Anga­ben der Axpo ist die Solar­an­la­ge ein Gemein­schafts­pro­jekt des Frei­zeit­parks mit Urba­so­lar. Die Anla­ge, mit deren Bau im Som­mer bereits begon­nen wur­de, soll mit 67.500 Pho­to­vol­ta­ik-Panels eine Flä­che von 17 Hektaren auf dem gröss­ten Besu­cher­park­platz über­de­cken. Mit ihnen sol­len der­einst 31 Mio. kWh Strom pro Jahr pro­du­ziert und damit 17 Pro­zent des Strom­be­darfs des Frei­zeit­parks gedeckt wer­den. Mit dem Bau wer­de auch ein Bei­trag zur Umwelt­schutz­stra­te­gie von Dis­ney­land geleis­tet, heisst es. /sb/kb/jr

 

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