# Revue KW 46

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Olten (ener­ga­te) — Mit dem neu­en Strom­ver­sor­gungs­ge­setz strebt der Bun­des­rat ins­be­son­de­re einen Aus­bau der Spei­cher­was­ser­kraft an. Zudem soll der Ziel­wert des durch­schnitt­li­chen Strom­ver­brauchs auf­grund des Net­to-Null-Ziels ange­passt wer­den. Der­weil kri­ti­siert der Preis­über­wa­cher das vom Bun­des­rat geplan­te GasVG.

 

Im Por­trät: Exer­go

Das Start-up Exer­go will ein Aner­gie­netz auf­bau­en, um es für die kos­ten­güns­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung von Gebäu­den zu nut­zen. Exer­go will dazu abge­schie­de­nes CO2 in ein Sys­tem aus zwei Lei­tun­gen ein­spei­sen. In der einen fliesst das Koh­len­di­oxid in ver­dampf­ter Form und trans­por­tiert so Wär­me. Das CO2 wird in den Ver­damp­fer einer Wär­me­pum­pe gelei­tet und lässt sich so zur Hei­zung von Gebäu­den nut­zen. Die dadurch ent­ste­hen­de Kon­dens­flüs­sig­keit fliesst dann in die zwei­te Lei­tung des CO2-Net­zes zurück. Die­se dient gleich­zei­tig zur Küh­lung von Gebäu­den, indem das flüs­si­ge CO2 in einen Küh­lungs­wär­me­tau­scher gelei­tet wird. Dar­aus ent­steht wie­der­um Dampf, der in die ande­re Lei­tung zurück­fliesst.

 

Bafu: Durch­zo­ge­ne Kli­ma­bi­lanz für Schwei­zer Finanz­platz

Im Schnitt unter­stützt der Schwei­zer Finanz­platz den wei­te­ren Aus­bau der inter­na­tio­na­len Koh­le- und Erd­öl­för­de­rung. Das ist das Ergeb­nis eines reprä­sen­ta­ti­ven Kli­ma­ver­träg­lich­keits­tests, dem sich 179 Schwei­zer Finanz­in­sti­tu­te frei­wil­lig unter­zo­gen haben. Bei­spiel­haft für den Befund ist, dass 80 Pro­zent der Finanz­in­sti­tu­te an Koh­le­berg­bau­un­ter­neh­men betei­ligt sind. Aus­ser­dem inves­tiert der Schwei­zer Finanz­platz heu­te vier­mal mehr Mit­tel in Fir­men, die Strom aus fos­si­len Quel­len erzeu­gen, als er in Pro­du­zen­ten von erneu­er­ba­rem Strom inves­tiert. “Dies läuft dem Kli­ma­ziel zuwi­der”, kom­men­tier­te das Bun­des­amt für Umwelt (Bafu), auf des­sen Initia­ti­ve der Kli­ma­test zurück­geht.

 

Preis­über­wa­cher: Schar­fe Kri­tik am GasVG des Bun­des­rats

Der Preis­über­wa­cher kri­ti­siert den Bun­des­rat für des­sen Vor­schlag, den Gas­markt nicht voll­stän­dig öff­nen zu wol­len. “Die geplan­te Teil­markt­li­be­ra­li­sie­rung gestützt auf ein Spe­zi­al­ge­setz erscheint heu­te mehr als frag­wür­dig”, schreibt er in einer Mit­tei­lung. Der Preis­über­wa­cher ver­weist dabei auf einen Ent­scheid, mit dem die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on Weko in die­sem Som­mer den Gas­markt voll­stän­dig libe­ra­li­siert hat. Die Gas­ver­sor­ger sei­en jetzt gezwun­gen, ihre Net­ze für alle End­kun­den zu öff­nen und wür­den sich nun gestützt auf die heu­ti­ge Rechts­ord­nung mit den Erd­gas-Anbie­tern und ‑Nach­fra­gern über die Umset­zungs­mo­da­li­tä­ten eini­gen müs­sen, heisst es.

 

Bun­des­rat will Spei­cher­was­ser­kraft bis 2040 um 2 Mrd. kWh aus­bau­en

Der Bun­des­rat befass­te sich in sei­ner Sit­zung vom 11. Novem­ber mit dem neu­en Ener­gie- und dem neu­en Strom­ver­sor­gungs­ge­setz. Er ent­schied dabei, an den wesent­li­chen Inhal­ten der bei­den Vor­la­gen fest­zu­hal­ten. Die Lan­des­re­gie­rung erwei­tert die­se aber um das Bestre­ben nach einem stär­ke­ren Erneu­er­ba­ren-Zubau, ins­be­son­de­re einen Aus­bau der Spei­cher­was­ser­kraft. Kon­kret soll die­se bis 2040 um rund 2 Mrd. kWh Win­ter­strom aus­ge­baut wer­den. Im Fak­ten­blatt heisst es, dass, soll­te das Ziel nicht erreicht wer­den, Aus­schrei­bun­gen für kurz­fris­tig rea­li­sier­ba­re Kapa­zi­tä­ten, die sicher abruf­bar und CO2-neu­tral sein müs­sen, durch­ge­führt wer­den.

 

2021: War­te­lis­ten für Solar­ein­mal­ver­gü­tun­gen abge­baut

Das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) stellt im kom­men­den Jahr 470 Mio. Fran­ken für die För­de­rung der Pho­to­vol­ta­ik zur Ver­fü­gung. 270 Mio. Fran­ken wer­den für die klei­ne Ein­mal­ver­gü­tung (KLEIV) und 200 Mio. Fran­ken für die gros­se Ein­mal­ver­gü­tung (GREIV) bereit­ge­stellt. Mit den Mit­teln aus dem Netz­zu­schlag­fonds kann die KLEIV 2021 für alle Anla­gen­be­trei­ber aus­be­zahlt wer­den, die ihr Gesuch bis zum 30. Sep­tem­ber 2021 ein­rei­chen. “Somit kann die War­te­lis­te kom­plett abge­baut wer­den. Ab Okto­ber 2021 ver­bleibt nur noch eine Bear­bei­tungs­zeit von rund drei Mona­ten”, so das BFE. Die War­te­lis­te für die GREIV ist bereits seit Febru­ar 2020 abge­baut. /sb/kb/jr

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