# Revue KW 47

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Das neue Ener­gie­ge­setz im Kan­ton Uri sieht vor, fos­si­le Hei­zun­gen künf­tig zu ver­bie­ten. Damit sol­len die Anfor­de­run­gen des CO2-Geset­zes erfüllt wer­den. Eine Unter­su­chung von Ompex legt der­weil dar, dass die Prei­se für CO2-Zer­ti­fi­ka­te län­ger­fris­tig stei­gen könn­ten.

 

Oiken: Gröss­te Schwei­zer Platt­form für erneu­er­ba­re Ener­gie geplant

In der EVU-Serie zeigt ener­ga­te, wie Ver­sor­ger in der Schweiz sich auf dem zuneh­mend digi­ta­li­sier­ten Ener­gie­markt behaup­ten. Oiken, der jüngs­te unter den Ener­gie­ver­sor­gern im Wal­lis, wur­de Anfang des Jah­res durch den Zusam­men­schluss der bei­den Ener­gie­ver­sor­ger Sion-Régi­on SA (ESR) und Sierre-Ener­gie­SA (Sie­sa) ins Leben geru­fen. Als Quer­ver­bund bie­tet Oiken Was­ser, Gas, Elek­tri­zi­tät sowie Wär­me an und ist Mul­ti­me­dia-Pro­vi­der. Aktu­ell ent­wi­ckelt Oiken in Zusam­men­ar­beit mit West­schwei­zer Hoch­schu­len neben einem CO2-Netz zur Ver­tei­lung von Wär­me und Käl­te auch ein P2G-Sys­tem zur Umwand­lung von Elek­tri­zi­tät in erneu­er­ba­res Methan.

 

Urner Ener­gie­ge­setz: 80-Pro­zent-Regel beim Hei­zungs­er­satz

Im Kan­ton Uri sol­len Öl- und Gas­hei­zun­gen beim Hei­zungs­er­satz künf­tig nur noch dann erlaubt sein, wenn es tech­nisch nicht anders mög­lich ist oder erneu­er­ba­re Alter­na­ti­ven nach­weis­lich teu­rer sind. Dies schlägt die Urner Bau­di­rek­ti­on im neu­en Ener­gie­ge­setz (sowie im zuge­hö­ri­gen Ener­gie­re­gle­ment) vor, wel­ches nun in die Ver­nehm­las­sung geht. Der Kan­ton Uri will beim Kos­ten­ver­gleich auf einen Ver­gleich der Geste­hungs­kos­ten für die Heiz­wär­me der ver­schie­de­nen Hei­zungs­an­la­gen set­zen. Die­se erge­ben sich aus der Sum­me der jähr­li­chen Ener­gie­kos­ten, der jähr­li­chen Betriebs­kos­ten und der Annui­tät der Inves­ti­ti­ons­kos­ten, wobei För­der­bei­trä­ge zu berück­sich­ti­gen sind.

 

Ompex: “Signi­fi­kan­tes Poten­zi­al” für deut­lich höhe­re CO2-Prei­se

Die Prei­se am euro­päi­schen Emis­si­ons­han­dels­markt (EU-EHS) könn­ten län­ger­fris­tig auf über 40 Euro/t stei­gen. Zu die­sem Schluss gelangt der Ener­gie­dienst­leis­ter Ompex, der die fun­da­men­ta­le Ange­bots­si­tua­ti­on im EU-EHS vor dem Hin­ter­grund des euro­päi­schen Green Deal unter­sucht hat. Wie der Ener­gie­dienst­leis­ter erklärt, hat er für sei­ne Unter­su­chung Sze­na­ri­en für die ver­schie­de­nen Vari­an­ten des Green Deals ent­wi­ckelt. In sämt­li­chen Sze­na­ri­en wer­de erwar­tet, dass die jähr­li­che Nach­fra­ge die Anzahl auk­tio­nier­ter Zer­ti­fi­ka­te deut­lich über­stei­ge. Laut Ompex dürf­te sich der euro­päi­sche Emis­si­ons­han­del zukünf­tig wei­ter stark am Akti­en­markt ori­en­tie­ren.

 

Credit-Suis­se-Invest­ment­ma­na­ger wird unab­hän­gig

Die Credit Suis­se Ener­gy Infra­st­ruc­tu­re Part­ners AG (CSEIP) agiert künf­tig als unab­hän­gi­ger Invest­ment­ma­na­ger unter dem Namen Ener­gy Infra­st­ruc­tu­re Part­ners AG (EIP). EIP habe bereits eine beding­te Lizenz von der Eid­ge­nös­si­schen Finanz­markt­auf­sicht (Fin­ma) erhal­ten, schreibt CSEIP. Die­se wer­de rechts­kräf­tig, sobald EIP alle Fin­ma-Anfor­de­run­gen erfüllt habe. Der stra­te­gi­sche Schritt in die Unab­hän­gig­keit ermög­li­che es EIP, das glo­ba­le Wachs­tums­po­ten­zi­al voll aus­zu­schöp­fen, das sich aus der Ener­gie­wen­de, der stei­gen­den Ener­gie­nach­fra­ge sowie dem Anla­ge­be­darf insti­tu­tio­nel­ler Inves­to­ren erge­be. “Wir pla­nen, zukünf­tig auch Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten auf glo­ba­ler Ebe­ne zu ver­fol­gen”, heisst es.

 

HSLU-Ent­wick­lung: KI glät­tet Last­spit­zen im Ver­teil­netz

For­schen­de der Hoch­schu­le Luzern (HSLU) haben mit Part­nern eine auf Künst­li­cher Intel­li­genz beru­hen­de Lösung ent­wi­ckelt, um Last­spit­zen im Ver­teil­netz zu glät­ten. Dazu ana­ly­sie­ren Algo­rith­men Smart-Meter-Daten und iden­ti­fi­zie­ren aus dem gesam­ten Strom­ver­brauch ein­zel­ne strom­ver­brau­chen­de und strom­pro­du­zie­ren­de Gerä­te. So erhal­te man wert­vol­le Ver­brauchs­in­for­ma­tio­nen, die in Kom­bi­na­ti­on mit Tem­pe­ra­tur- und Wet­ter­vor­her­sa­gen hel­fen, Pro­gno­sen zum Ener­gie­ver­brauch zu erstel­len, so die HSLU. Das wie­der­um ermög­li­che ein “intel­li­gen­tes und effi­zi­en­tes Ener­gie- und Last-Manage­ment”. Die Lösung soll Schwei­zer Ener­gie­ver­sor­gern als Dienst­leis­tung ange­bo­ten wer­den. /sb/kb/jr

ener|gate gmbh

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