# Revue KW 47

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Olten (ener­ga­te) — Swiss­clean­tech fei­er­te sein zehn­jäh­ri­ges Jubi­lä­um und der Elcom steht eine Ver­än­de­rung auf der Füh­rungs­ebe­ne bevor. Ende des Monats wird der aktu­el­le Elcom-Prä­si­dent Car­lo Schmid die Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on ver­las­sen. Am Elcom-Forum sprach Schmid über die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on in der Schweiz, des Wei­te­ren lag der Fokus auf der Strom­markt­re­gu­lie­rung ges­tern, heu­te und mor­gen.

 

Gros­sen: “Swiss­clean­tech wird eine gros­se Rol­le spie­len”

In zehn Jah­ren seit der Grün­dung ist die Zahl der Mit­glie­der bei Swiss­clean­tech auf rund 350 ange­stie­gen. Trotz­dem sieht Vor­stands­mit­glied Jürg Gros­sen noch Luft nach oben, wie er an der Jubi­lä­ums­fei­er vom 14. Novem­ber sag­te. Swiss­clean­tech sei ein Wirt­schafts­ver­band, der die Zukunft prä­gen wer­de, führ­te GLP-Prä­si­dent Gros­sen aus. Zugleich gab er zu, dass Swiss­clean­tech den Kli­ma­schutz in der Ver­gan­gen­heit unter­schätzt habe. “Was wir aber in den letz­ten zehn Jah­ren erreicht haben, ist erstaun­lich”, so Gros­sen. Im Sep­tem­ber hat­te der Ver­band beschlos­sen, das eige­ne Kli­ma­ziel auf eine CO2-Reduk­ti­on von min­des­tens 45 Pro­zent bis 2030 zu erhö­hen.

 

SKS: “Kon­su­men­ten wer­den als Cash­cow miss­braucht”

Der Rück­blick der Stif­tung für Kon­su­men­ten­schutz (SKS) auf zehn Jah­re Strom­markt­re­gu­lie­rung fällt wenig schmei­chel­haft aus. Getan habe sich prak­tisch nichts, so SKS-Geschäfts­lei­te­rin Sara Stal­der. Nach wie vor bezahl­ten Kon­su­men­ten zu viel für die Dienst­leis­tung Strom, kri­ti­sier­te Stal­der am EIcom-Forum in Basel. In ihrem Refe­rat zu den Erfah­run­gen der letz­ten zehn Jah­re nahm sie aller­dings auch die Kon­su­men­ten selbst in die Pflicht: Die­se küm­mer­ten sich nicht wirk­lich um Strom­ge­set­ze, all­ge­mein sei die Ver­sor­gung mit Elek­tri­zi­tät selbst­ver­ständ­lich. Auch bei den Strom­kos­ten feh­le den Kon­su­men­ten bis heu­te der Durch­blick, bemän­gel­te Stal­der.

 

Schwer­ver­kehr im Inland steigt stark an

Die Trans­port­leis­tun­gen im Güter­ver­kehr haben 2018 gegen­über dem Vor­jahr um 2,1 Pro­zent zuge­nom­men. Das geht aus der Güter­trans­port­sta­tis­tik des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik (BFS) her­vor. Dem­nach betrug das Wachs­tum auf der Stras­se 2,5 Pro­zent, auf der Schie­ne 1,4 Pro­zent. 2018 betru­gen die Trans­port­leis­tun­gen auf dem schwei­ze­ri­schen Stras­sen- und Schie­nen­netz ins­ge­samt 27,9 Mrd. Ton­nen­ki­lo­me­ter, wobei ein Ton­nen­ki­lo­me­ter der Beför­de­rung einer Ton­ne über einen Kilo­me­ter hin­weg ent­spricht. Gegen­über dem Vor­jahr bedeu­tet dies eine Zunah­me um 2,1 Pro­zent. Der Stras­sen­gü­ter­ver­kehr konn­te dabei etwas stär­ker zule­gen (+2,5%) als der Güter­trans­port per Bahn (+1,4%).

 

Elcom-Prä­si­dent Schmid zieht Bilanz

Die Eid­ge­nös­si­sche Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on (Elcom) steht vor einem Füh­rungs­wech­sel. Bevor der Bun­des­rat Ende Novem­ber die Nach­fol­ge bestimmt, zog der schei­den­de Prä­si­dent Car­lo Schmid Bilanz. Die Posi­ti­on des Regu­la­tors in der Schweiz sei gefes­tigt, gestal­te sich auf­grund des sich rasch ändern­den Rechts­rah­mens aber schwie­rig, so Schmid am Elcom-Forum. Für ihn wür­de zwar ein Strom­ab­kom­men mit der EU eine Erleich­te­rung für den Schwei­zer Netz­be­trieb bedeu­ten, es wäre aller­dings “kein All­heil­mit­tel”, beton­te Schmid vor den rund 300 ver­sam­mel­ten Ener­gie­fach­leu­ten zur Strom­zu­kunft Schweiz.

 

Ener­gie­stra­te­gie: BFE sieht Hand­lungs­be­darf

Das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) hat den zwei­ten Moni­to­ring­be­richt zur Umset­zung der Ener­gie­stra­te­gie publi­ziert. Bei den gesetz­li­chen Richt­wer­ten bis 2020 sei man auf Kurs, lang­fris­tig brau­che es jedoch wei­te­re Anstren­gun­gen, teil­te das BFE mit. Es beti­telt sei­ne Medi­en­mit­tei­lung ent­spre­chend mit “Ener­gie­stra­te­gie 2050: Wei­te­re Anstren­gun­gen nötig”. Bei der Prä­sen­ta­ti­on des Moni­to­ring­be­richts vor einem Jahr hiess die Pres­se­mit­tei­lung noch: “Ener­gie­stra­te­gie 2050 ist auf Kurs” und das BFE sah von neu­en poli­ti­schen Mass­nah­men ab. In die­sem Jahr stell­te das Amt ins­be­son­de­re beim Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und der Ener­gie­ef­fi­zi­enz Hand­lungs­be­darf fest. /kb

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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