# Revue KW 50

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Olten (ener­ga­te) — Ein Kon­zern nach dem ande­ren ver­öf­fent­licht sei­ne Jah­res­bi­lanz. Sowohl CKW als auch Axpo mel­de­ten zuletzt erfreu­li­che Betriebs­er­geb­nis­se. Weni­ger erfreu­lich sind die Vor­wür­fe, mit denen sich die Gas­in­dus­trie aus­ein­an­der­set­zen muss: Die Schwei­zer Gas­prei­se sei­en zu teu­er, erst recht im Ver­gleich zu den Prei­sen im Aus­land, schrieb der “Blick” zu Wochen­be­ginn.

Batz­li: Lob und Kri­tik an ange­dach­ter Revi­si­on des EnG

Der Bun­des­rat hat­te das Uvek mit einer Ver­nehm­las­sungs­vor­la­ge zur Revi­si­on des Ener­gie­ge­set­zes (EnG) beauf­tragt. Gemäss Ste­fan Batz­li, Geschäfts­füh­rer von AEE Suis­se, stimmt die vor­ge­ge­be­ne Stoss­rich­tung. Er kri­ti­siert aber den Vor­schlag des Bun­des­rats, die Höhe der Ein­mal­ver­gü­tun­gen für Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen über 100 kW künf­tig durch Aus­schrei­bun­gen fest­zu­le­gen. Die­se Gren­ze sei viel zu tief ange­setzt, so Batz­li. Zwar sei­en Aus­schrei­bun­gen sinn­voll, aber nur bei Kraft­wer­ken ab einer Leis­tung von 750 kW bis 1 MW. Für klei­ne­re Anla­gen sei­en Aus­schrei­bun­gen mit zu viel admi­nis­tra­ti­vem Auf­wand ver­bun­den, sie bräuch­ten statt­des­sen eine fixe Ein­mal­ver­gü­tung oder eine Ein­spei­se­ver­gü­tung.

Ist Gas in der Schweiz teu­rer als im Aus­land?

Schwei­zer Haus­be­sit­zer bezah­len für Gas teil­wei­se deut­lich mehr als Haus­ei­gen­tü­mer im angren­zen­den Aus­land. Das schreibt die Zei­tung “Blick” und beruft sich dabei auf Zah­len der Ener­gie­dienst­lei­te­rin Ener­pri­ce. Gemäss “Blick” kom­me der Preis­un­ter­schied durch das aktu­ell gel­ten­de Rohr­lei­tungs­ge­setz zustan­de, das noch aus den 1960er-Jah­ren stammt. Es reg­le die Durch­lei­tung von Erd­gas durch Dritt­an­bie­ter nur rudi­men­tär, was zu einer Mono­pol­si­tua­ti­on geführt habe. Auf Nach­fra­ge von ener­ga­te wehrt sich der Ver­band der Schwei­ze­ri­schen Gas­in­dus­trie (VSG) gegen die im “Blick” erho­be­nen Vor­wür­fe der Preis­dif­fe­ren­zen.

CKW stei­gert Betriebs­ge­winn deut­lich

Die CKW-Grup­pe schliesst das Geschäfts­jahr 2018/19 mit einem Betriebs­ge­winn (Ebit) von 186,8 Mio. Fran­ken ab. Damit über­trifft der Ener­gie­ver­sor­ger sein Vor­jah­res­er­geb­nis von 102,6 Mio. Fran­ken um mehr als 82 Pro­zent. Die Zunah­me sei auf Wert­auf­ho­lun­gen in Höhe von 87,7 Mio. Fran­ken auf­grund gestie­ge­ner Markt­prei­se für Strom zurück­zu­füh­ren, so die CKW. Auch hät­ten sich neue Geschäfts­fel­der wie Solar-Con­trac­ting und Wär­me­tech­nik erfreu­lich ent­wi­ckelt. So erzie­le die Wär­me­tech­nik bereits nach einem Jahr Gewin­ne. Wei­ter eta­bliert habe sich die Solar­tech­nik. CKW-CEO Mar­tin Schwab erwar­tet in jenem Bereich auch in den kom­men­den Jah­ren ein Wachs­tum.

Axpo macht Gewinn­sprung

Axpo hat im abge­lau­fe­nen Geschäfts­jahr 2018/19 ein Betriebs­er­geb­nis von 542 Mio. Fran­ken erzielt. Das teil­te der Kon­zern am 11. Dezem­ber mit. Zählt man die Son­der­ein­flüs­se hin­zu, die haupt­säch­lich die Wert­auf­ho­lun­gen bei Kraft­wer­ken und Ener­gie­be­zugs­ver­trä­gen von rund 400 Mio. Fran­ken beinhal­ten, beläuft sich das Ebit gar auf 850 Mio. Fran­ken. Im Vor­jahr waren es noch 348 Mio. Fran­ken. Die Stra­te­gie der Ver­net­zung von Pro­duk­ti­on, Han­dels­ge­schäft und inter­na­tio­na­lem Kun­den­ge­schäft habe sich auch in schwie­ri­gem Markt­um­feld bezahlt gemacht: Sämt­li­che Geschäfts­be­rei­che der Axpo-Grup­pe erwirt­schaf­te­ten erfreu­li­che ope­ra­ti­ve Resul­ta­te.

Grü­ner Deal für Grau­bün­den

Die Bünd­ner Regie­rung hat das Regie­rungs­pro­gramm und den Finanz­plan für die Jah­re 2021 bis 2024 ver­ab­schie­det. Einer der Schwer­punk­te ist ein “Green Deal” als “Ant­wort auf den Kli­ma­wan­del”. Der Gebirgs­kan­ton sei vom Kli­ma­wan­del und des­sen Fol­gen stär­ker betrof­fen als ande­re Gebie­te der Schweiz. Die erneu­er­ba­ren Ener­gie­quel­len, ins­be­son­de­re die Was­ser­kraft, böten ein gros­ses Poten­zi­al, das Grau­bün­den für eine Vor­rei­ter­rol­le im Kli­ma­schutz prä­de­sti­nie­re. Die Aus­schöp­fung der vor­han­de­nen Res­sour­cen an erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und die Ver­bes­se­run­gen bei der Ener­gie­ef­fi­zi­enz beab­sich­ti­ge die Regie­rung des­halb vor­an­zu­trei­ben, heisst es im Pro­gramm. /kb/vr

Markus Kappen

Markus Kappen

Senior-Berater
con|energy swiss
kappen@conenergy.com

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