# Revue KW 50

Olten (ener­ga­te) — Das Start-up Youn­er­gy tritt in Kon­kur­renz zu Ener­gie­ver­sor­gern und will Ver­brau­chern die Mög­lich­keit bie­ten, ihre eige­ne erschwing­li­che Solar­ener­gie zu erzeu­gen. Dazu stellt es eine eige­ne Soft­ware-Platt­form bereit. Auch der tra­di­tio­nel­le Ver­sor­ger EW Fehr­al­torf ent­wi­ckelt sich wei­ter und enga­giert sich etwa in einem Smart-Grid-Pro­jekt mit der ZHAW.

 

Mess­we­sen-Libe­ra­li­sie­rung nicht mit Smart-Meter-Roll­out vereinbar”

Die Rah­men­be­din­gun­gen auf dem Ener­gie­markt ändern sich. In der EVU-Serie zeigt ener­ga­te, wie Ver­sor­ger in der Schweiz damit umge­hen. Das EW Fehr­al­torf beschäf­tigt sich inten­siv mit der Markt­öff­nung und Smart Mete­ring. In Fehr­al­torf sieht man es als gros­se Chan­ce, die Kun­den mit einer guten Bera­tung an das Unter­neh­men zu bin­den. In der Grund­ver­sor­gung setzt das EW voll­stän­dig auf erneu­er­ba­re Ener­gie aus der Schweiz. Die künf­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen im Mess­we­sen sor­gen indes auch für Beden­ken. Dort sei eine kom­plet­te Libe­ra­li­sie­rung nicht ziel­füh­rend, sagt EW-Lei­ter Tho­mas Wylen­mann, da das Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis nicht aus­ge­wo­gen sei.

 

Ver­band will Was­ser­nut­zungs­rech­te für Klein­was­ser­kraft­wer­ke bewahren

Die ehe­haf­ten Was­ser­nut­zungs­rech­te für bestehen­de Klein­was­ser­kraft­wer­ke müs­sen nicht durch Kon­zes­sio­nen abge­löst wer­den, fin­det der Schwei­zer Ver­band der Klein­was­ser­kraft, Swiss Small Hydro. Statt­des­sen könn­ten die pri­va­ten Rech­te auch wei­ter­hin gel­ten. Das Bun­des­ge­richt hat­te die Kon­zes­sio­nie­rung bestehen­der Kraft­wer­ke im März 2019 beschlos­sen. Nun hat Swiss Small Hydro ein Gut­ach­ten erstel­len las­sen. Das Ergeb­nis: Die Aus­füh­run­gen des Bun­des­ge­richts bezie­hen sich auf die Wohl­erwor­ben­heit der Was­ser­nut­zungs­rech­te, womit deren Amor­ti­sa­ti­on ent­schei­dend sei. Eine Ablö­sung der Pri­vat­rech­te durch staat­li­che Kon­zes­sio­nen stel­le eine Ent­eig­nung dar.

 

Im Por­trät: Younergy

Das Start-up Youn­er­gy regelt die Finan­zie­rung von Solar­an­la­gen und unter­stützt die Betrei­ber beim Strom­ma­nage­ment. Im Mit­tel­punkt von Youn­er­gy steht die Soft­ware-Platt­form des Unter­neh­mens., die es Kun­den ermög­licht, PV-Strom zu pro­du­zie­ren, zu spei­chern, zu ver­kau­fen und effi­zi­ent zu nut­zen. Die Soft­ware bie­tet Unter­stüt­zung bei der Beschaf­fung und dem Bau von PV-Pro­jek­ten über deren Betrieb und War­tung bis zur Abrech­nung. Dar­über hin­aus ist Youn­er­gy Dienst­leis­ter für Strom­ab­nah­me­ver­trä­ge, indem das Unter­neh­men zwi­schen Pro­du­zen­ten und Ver­brau­chern ver­mit­telt. Bis­her hat Youn­er­gy die Finan­zie­rung von Pro­jek­ten mit ins­ge­samt rund 100.000 kW Leis­tung begleitet.

 

Ener­gy Infra­st­ruc­tu­re Part­ners über­nimmt 49 Pro­zent der Bay­Wa r.e. GmbH

Von Ener­gy Infra­st­ruc­tu­re Part­ners (EIP) bera­te­ne Fonds inves­tie­ren über eine Kapi­tal­erhö­hung 530 Mio. Euro in die deut­sche Bay­Wa r.e. GmbH. Nach erfolg­ter Kapi­tal­erhö­hung wird Bay­Wa r.e. GmbH in eine Akti­en­ge­sell­schaft umge­wan­delt, an der die Fonds 49 Pro­zent hal­ten wer­den. Dies teil­ten die bei­den Unter­neh­men nach erfolg­ter Ver­trags­un­ter­zeich­nung mit. Die rest­li­chen 51 Pro­zent ver­blei­ben bei der Bay­Wa AG. Teil des Deals ist auch, dass sich Bay­Wa r.e, das der­zeit haupt­säch­lich im Pro­jekt­ent­wick­lungs­ge­schäft tätig ist, stra­te­gisch zu einem unab­hän­gi­gen Strom­pro­du­zen­ten wei­ter­ent­wi­ckelt. Das Clo­sing wird im ers­ten Quar­tal 2021 erwartet.

 

Nun plant Axpo Divi­den­den­zah­lung und Erneuerbaren-Offensive

 

Um Son­der­ein­flüs­se berei­nigt, konn­te die Axpo ihr Betriebs­er­geb­nis Ebit gegen­über dem Vor­jahr um 332 Mio. Fran­ken auf 826 Mio. Fran­ken stei­gern. Ver­ant­wort­lich für das um 67 Pro­zent gestei­ger­te Ebit waren ein “aus­ser­or­dent­lich gutes Han­dels­ge­schäft” und leicht höher abge­si­cher­te Strom­prei­se, teil­te Axpo-CEO Chris­toph Brand mit. Auf­grund der star­ken Bilanz bean­tragt der Axpo-Ver­wal­tungs­rat, den Aktio­nä­ren nun ein Jahr frü­her als geplant wie­der eine Divi­den­de in Höhe 80 Mio. Fran­ken aus­zu­schüt­ten. Der Ener­gie­kon­zern setzt sich für die Zukunft ambi­tio­nier­te Zie­le im Erneu­er­ba­ren-Bereich. /sb/kb/jr

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