# Revue KW 8

Lesedauer: 2 Minuten

Olten (ener­ga­te) — Unter der Schwei­zer Stimm­be­völ­ke­rung hat der Ver­ein Vimen­tis eine Umfra­ge unter ande­rem zur Kli­ma­po­li­tik durch­ge­führt. Die Mehr­heit sieht die Poli­tik in der Pflicht und befür­wor­tet die Net­to-Null-Emis­sio­nen bis 2050. Deut­li­cher Hand­lungs­be­darf besteht im Ver­kehrs­sek­tor: Seit 2015 sind die durch PKWs ver­ur­sach­ten Emis­sio­nen gestie­gen.

 

Grü­nes Licht für zwei Ber­ner Kraft­werks­pro­jekt

Im Kan­ton Bern sol­len zwei neue Was­ser­kraft­pro­jek­te rea­li­siert wer­den, wie die BKW Ener­gie AG auf Anfra­ge von ener­ga­te bekannt gab. Zuerst soll es an der Kan­der zwi­schen Spiez und Emd­thal los­ge­hen. In den nächs­ten Wochen soll die Kraft­werks­ge­sell­schaft gegrün­det wer­den. Im Ober­has­li soll erst­mal auf ein Was­ser­kraft­pro­jekt ver­zich­tet wer­den, denn bei der Eini­gung zwi­schen Umwelt­ver­bän­den und BKW wur­de das Gas­tern­tal sowie eini­ge Gewäs­se im Saa­neland aus­ge­klam­mert. Umwelt­ver­bän­de for­dern, dass die gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zum Gewäs­ser­schutz ein­ge­hal­ten und der öko­lo­gi­sche Zustand der betrof­fe­nen Flüs­se über­wacht wird.

 

E‑Kommunalfahrzeuge: Städ­te und Gemein­den war­ten mit Bestel­lun­gen

Die Tief­bau­äm­ter von Städ­ten und Gemein­den set­zen ver­stärkt auf elek­tri­sche Antrie­be in ihren Fuhr­parks. Sowohl Zürich, Bern, Basel, Win­ter­thur als auch St. Gal­len sind nach eige­nen Anga­ben an E‑Kommunalfahrzeugen inter­es­siert, haben sie getes­tet oder stel­len von Ben­zin- und Die­sel­mo­to­ren auf Bat­te­rie­be­trieb um. Einen rei­nen Sym­pa­thie­bo­nus für alter­na­ti­ve Antrie­be gibt es aller­dings nicht, wie man bei der Vik­tor Mei­li AG, die Kom­mu­nal­fahr­zeu­ge her­stellt, fest­stellt. Defi­ni­ti­ve Bestel­lun­gen lägen lei­der noch nicht vor, so Geschäfts­füh­rer Manu­el Mei­li. Er führt das auf den höhe­ren Anschaf­fungs­preis der E‑Fahrzeuge und man­geln­de Erfah­run­gen im Betrieb zurück.

 

Uvek zieht ernüch­tern­des Fazit zum CO2-Ziel­wert

Der Ziel­wert von durch­schnitt­lich 130 Gramm CO2 pro Kilo­me­ter, der seit 2015 in der Schweiz für neue Per­so­nen­wa­gen gesetz­lich ver­bind­lich ist, wur­de nie erreicht. Das hält das Eid­ge­nös­si­sche Depar­te­ment für Umwelt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on (Uvek) ernüch­tert fest. Gemäss dem vom Uvek erstell­ten Bericht “Aus­wir­kun­gen der CO2-Emis­si­ons­vor­schrif­ten für neue Per­so­nen­wa­gen 2012–2018” wur­de der ver­bind­li­che Grenz­wert 2015 um 5 Gramm, 2016 und 2017 jeweils um 4 Gramm und 2018 um fast 8 Gramm ver­fehlt. Als Grün­de hier­für nennt Uvek einer­seits den seit 2015 wei­ter stei­gen­den Antei­le von All­rad­fahr­zeu­gen und SUVs sowie das stei­gen­de Leer­ge­wicht der Fahr­zeu­ge.

 

Umfra­ge: Mehr­heit will kei­ne Ver­schär­fung des CO2-Geset­zes

Eine Mehr­heit der Schwei­zer Stimm­bür­ger möch­te nicht, dass die durch das Pari­ser Abkom­men fest­ge­leg­te Reduk­ti­on der Treib­haus­gas­emis­sio­nen erhöht wird. Das zeigt eine Stu­die des Ver­eins Vimen­tis. Dem­nach hal­ten 45 Pro­zent die jet­zi­ge Reduk­ti­on für ange­mes­sen, 27 Pro­zent fin­den sie zu hoch. 19 Pro­zent wären dage­gen dafür, dass sie höher aus­fal­len wür­de. Gros­se Mei­nungs­un­ter­schie­de zei­gen sich mit Blick auf die Par­tei­en. 57 Pro­zent der SVP-Wäh­ler sind der Auf­fas­sung, dass die Hal­bie­rung der Emis­sio­nen bis 2030 zu viel sei. Einer abso­lu­ten Mehr­heit von 55 Pro­zent der Grü­nen ist die Hal­bie­rung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen hin­ge­gen zu wenig.

 

ETH-For­sche­rin regt Aus­schrei­bun­gen für Strom­ab­nah­me­ver­trä­ge an

 

Um das Pho­to­vol­ta­ik­aus­bau­ziel der Schweiz für 2035 errei­chen zu kön­nen, sol­len die Ein­mal­ver­gü­tun­gen für gros­se Solar­an­la­gen künf­tig durch wett­be­werb­li­che Aus­schrei­bun­gen fest­ge­legt wer­den. Nun plä­diert ETH-For­sche­rin Léo­no­re Hälg dafür, wett­be­werb­li­che Aus­schrei­bun­gen für Strom­ab­nah­me­ver­trä­ge, statt für ein­ma­li­ge Inves­ti­ti­ons­bei­trä­ge durch­zu­füh­ren, da Ein­mal­ver­gü­tun­gen nicht die Unsi­cher­heit über die zu erwar­ten­den Ein­nah­men einer Solar­an­la­ge redu­zie­ren kön­nen. Im Gegen­satz dazu gewähr­leis­ten Strom­ab­nah­me­ver­trä­ge sta­bi­le Ein­nah­men und schir­men PV-Pro­jek­te für eine bestim­me Anzahl Jah­re vor Markt­ri­si­ken ab. /la/kb/ad

 

ener|gate gmbh

ener|gate gmbh

Inhalte aus dem energate messenger Schweiz
Weitere Informationen unter: www.energate-messenger.ch
Kontakt: info@energate.ch

Bei­trag Tei­len:

Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on facebook
Facebook