Vor­be­rei­tet in die Kos­ten­prü­fung?!

Lesedauer: 2 Minuten

Auch wenn nicht ein­mal die Hälf­te der bis 2022 (Gas) bzw. 2023 (Strom) lau­fen­den 3. Regu­lie­rungs­pe­ri­ode vor­über ist, steht bereits wie­der die Kos­ten­prü­fung für die nächs­te Regu­lie­rungs­pe­ri­ode an. Hier bil­det das Jahr 2020 das Basis­jahr für Gas­netz­be­trei­ber, wäh­rend das Basis­jahr für Strom­netz­be­trei­ber ein Jahr spä­ter folgt. Beginn der 4. Regu­lie­rungs­pe­ri­oden ist dann 2023 (Gas) sowie 2024 (Strom).

Auf­grund der ele­men­ta­ren Bedeu­tung für die Erlö­se aus Netz­ent­gel­ten über einen Zeit­raum von fünf Jah­ren ist ein gutes Ergeb­nis im Rah­men der Kos­ten­prü­fung umso wich­ti­ger. Wäh­rend sich das Zeit­fens­ter für basis­jahr­op­ti­mie­ren­de Maß­nah­men in Gas zuneh­mend schließt, steht das Basis­jahr Strom im Jahr 2021 bevor. Doch auch bei Gas gilt es die ver­blei­ben­de Zeit opti­mal zu nut­zen, um best­mög­lich auf die Kos­ten­prü­fung im nächs­ten Jahr vor­be­rei­tet zu sein.

Gera­de die Coro­na­kri­se kann bei Gas­netz­be­trei­bern durch ver­scho­be­ne Maß­nah­men zu Ver­zer­run­gen in den Kos­ten füh­ren und es besteht die Mög­lich­keit, dass das geplan­te Kos­ten­ni­veau nicht erreicht wer­den kann. Da die BNetzA der­zeit noch kei­ne end­gül­ti­ge Ent­schei­dung über den Umgang mit die­sen mög­li­chen Son­der­ef­fek­ten getrof­fen hat, gilt es Ver­än­de­run­gen, die sich durch die Coro­na­kri­se erge­ben haben, mög­lichst genau zu doku­men­tie­ren. Je genau­er eine Doku­men­ta­ti­on vor­ge­nom­men wer­den kann, des­to höher sind die Chan­cen einer Berück­sich­ti­gung der Effek­te. So soll­ten zumin­dest alle geplan­ten Arbei­ten, die bedingt durch Coro­na nicht durch­ge­führt wer­den konn­ten, bes­ten­falls mit einer kon­kre­ten Kos­ten­an­ga­be, fest­ge­hal­ten wer­den.

Unab­hän­gig von der Coro­na­kri­se kön­nen wir mit Blick auf die ver­gan­ge­nen Kos­ten­prü­fun­gen bei­spiel­haft fol­gen­de Aspek­te her­vor­he­ben:

  • Bei über­durch­schnitt­lich hohen Kos­ten im Basis­jahr wur­de im Rah­men der letz­ten Kos­ten­prü­fung eine Kür­zung auf den durch­schnitt­li­chen Wert der ver­gan­ge­nen drei Jah­re sei­tens des Regu­lie­rers vor­ge­nom­men (Mit­tel­wert­bil­dung). Hier­von aus­ge­nom­men waren unter ande­rem die Per­so­nal­kos­ten, Fremd­ka­pi­tal­zin­sen sowie die kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten. In Vor­be­rei­tung auf die nächs­te Kos­ten­prü­fung gilt es ent­spre­chen­den Sach­ver­halt zu berück­sich­ti­gen und früh­zei­tig Maß­nah­men zu ergrei­fen, um die ange­wen­de­te Pra­xis opti­mal nut­zen zu kön­nen.
  • Meh­re­re Kos­ten­ar­ten wer­den sys­te­ma­tisch voll­stän­dig gekürzt. Dies betrifft bei­spiels­wei­se oft­mals Auf­wen­dun­gen für Bewirtungen/Geschenke, Sponsoring/Werbung/Spenden oder Abschrei­bun­gen von For­de­run­gen.
  • Erlö­se und Auf­wen­dun­gen aus Umla­gen (bspw. EEG und KWKG) wer­den bei unter­schied­li­cher Höhe aus­ge­gli­chen. Dies betrifft auch den Fall, wenn die aus­ge­wie­se­nen Auf­wen­dun­gen höher als die Erlö­se waren.

Neben den auf­wands­glei­chen Kos­ten und den kos­ten­min­dern­den Erlö­sen gilt es auch die Bilanz regu­la­to­risch zu opti­mie­ren, um bei der Berech­nung der kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten das best­mög­li­che Ergeb­nis erzie­len zu kön­nen. Ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund wei­ter sin­ken­der Eigen­ka­pi­tal­zins­sät­ze soll­ten aus regu­la­to­ri­scher Sicht bilanz­op­ti­mie­ren­de Maß­nah­men unter­sucht wer­den. Bei­spiel­haft kön­nen hier fol­gen­de Punk­te auf­ge­grif­fen wer­den:

  • Betrach­tung der kal­ku­la­to­ri­schen Eigen­ka­pi­tal­quo­ten nach § 6 (Eigen­ka­pi­tal­quo­te I) und § 7 NEV (Eigen­ka­pi­tal­quo­te II) zur Sicher­stel­lung einer regu­la­to­risch opti­ma­len kal­ku­la­to­ri­schen Eigen­ka­pi­tal­quo­te von min­des­tens 40 Pro­zent
  • Betrach­tung des Umlauf­ver­mö­gens vor dem Hin­ter­grund regel­mä­ßi­ger Kür­zun­gen auf rund 1/12 der Erlös­ober­gren­ze
  • Betrach­tung des Abzugs­ka­pi­tals hin­sicht­lich Bilanz ver­län­gern­der Sach­ver­hal­te

Ger­ne unter­stüt­zen wir Sie bei der Ana­ly­se Ihrer Kos­ten sowie der Bilanz und unter­su­chen die­se auf Opti­mie­rungs­po­ten­tia­le, um die gege­be­nen Hand­lungs­spiel­räu­me effek­tiv zu nut­zen. Des Wei­te­ren kön­nen wir auf Basis Ihrer Anga­ben eine Simu­la­ti­on der aner­ken­nungs­fä­hi­gen Kos­ten durch­füh­ren. Abhän­gig von den von Ihnen gewünsch­ten Schwer­punk­ten schla­gen wir hier­bei fol­gen­des Vor­ge­hen vor:

    1. Daten­er­he­bung: Wir erhal­ten von Ihnen alle benö­tig­ten Daten. Dies beinhal­tet neben Ihrem letz­ten Kos­ten­an­trag und ‑bescheid Ihre letz­ten Tätig­keits­ab­schlüs­se. Für eine indi­ka­ti­ve Pro­gno­se Ihrer kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten im Rah­men einer Sze­na­rio­ana­ly­se benö­ti­gen wir zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen zu Ihrem Anla­ge­ver­mö­gen.
    2. Daten­ana­ly­se: Wir füh­ren eine umfang­rei­che Daten­ana­ly­se durch und unter­su­chen Ihre indi­vi­du­el­len Ergeb­nis­se auf Opti­mie­rungs­po­ten­tia­le.
    3. Ergeb­nis­auf­be­rei­tung: Sie erhal­ten von uns einen Ergeb­nis­be­richt, wel­cher poten­zi­el­le Schwach­stel­len und Opti­mie­rungs­maß­nah­men anschau­lich dar­stellt und optio­nal die indi­ka­ti­ven Ergeb­nis­se unse­rer sze­na­rio­ba­sier­ten Netz­kos­ten­be­rech­nung ver­an­schau­licht.

       

      Spre­chen Sie uns ger­ne an, um wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu erhal­ten. 
Niklas Drawert

Niklas Drawert

Berater
con|energy unternehmensberatung
drawert@conenergy.com

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